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Die dänische Gesetzeslage

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Die dänische Gesetzeslage

Originaltext hier: Bekendtgørelse af lov om Det Centrale Personregister
 
In Dänemark wird die rechtliche Anerkennung der Geschlechtsidentität nicht durch ein einzelnes, separates "Selbstbestimmungsgesetz" (SBGG) wie in Deutschland geregelt, sondern durch Änderungen im zentralen Personenregister (CPR-Gesetz).

Das dänische Ordnungssystem ist ziemlich chaotisch, ich habe einige Anstrengungen und Übersetzungshilfe gebraucht, um den wichtigen Abschnitt zu finden.

Das CPR hat 16 Kapitel, ich übersetze hier nur das relevante Kapitel 2 vollständig und markiere den entsprechenden Abschnitt in anderer Farbe. 

Der farblich markierte § 3 Absatz 6 der dänischen CPR-loven trat am 1. September 2014 durch das Gesetz Nr. 752 vom 25. Juni 2014 (LOV nr. 752 af 25/06/2014) in Kraft. Er bildet die Grundlage für das dänische Selbstbestimmungsmodell, das Volljährigen ermöglicht, ihren Geschlechtseintrag mit einer Selbsterklärung und einer Wartefrist von sechs Monaten zu ändern.


 

Veröffentlichung des Gesetzes über das Zentrale Personenregister

Hiermit wird das Gesetz über das Zentrale Personenregister in der Fassung der Gesetzesbekanntmachung Nr. 646 vom 2. Juni 2017 – mit den Änderungen aus § 25 im Gesetz Nr. 503 vom 23. Mai 2018, Gesetz Nr. 747 vom 8. Juni 2018, § 39 im Gesetz Nr. 1711 vom 27. Dezember 2018, § 4 im Gesetz Nr. 1722 vom 27. Dezember 2018, § 9 im Gesetz Nr. 962 vom 26. Juni 2020 und § 8 im Gesetz Nr. 1052 vom 30. Juni 2020 – bekannt gemacht.

 

Kapitel 2
Personenkennzeichen und andere Angaben im Zentralen Personenregister (CPR)

§ 3. Jede Person erhält eine Personenkennziffer, wenn sie

  1. im Land aufgrund Geburt oder Zuzug aus dem Ausland im Melderegister eingetragen wird,

  2. in die gesetzliche Rentenversicherung (ATP) aufgenommen wird,

  3. nach Ansicht der Steuerbehörden im Rahmen einer Steuerangelegenheit im Land eine solche erhalten muss.

Absatz 2. Das Sozial- und Innenministerium sorgt dafür, dass Personenkennziffern vergeben werden, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Absatz 3. Das Sozial- und Innenministerium informiert die betreffende Person über die Vergabe der Personenkennziffer bei

  1. der Registrierung einer Geburt,

  2. der erstmaligen Registrierung nach Zuzug aus dem Ausland und

  3. der Änderung der Personenkennziffer gemäß Absatz 5.

Absatz 4. Jede Person hat das Recht, bei der Kommune eine Bescheinigung über ihre Personenkennziffer gegen Zahlung von bis zu 75 Kronen zu erhalten. Der Betrag wird ab 2014 jährlich entsprechend der voraussichtlichen Preis- und Lohnentwicklung im kommunalen Sektor angepasst. Der Gemeinderat kann verlangen, dass die Gebühr im Voraus gezahlt wird.

Absatz 5. Das Sozial- und Innenministerium vergibt eine neue Personenkennziffer an Personen, wenn Fehler in den Angaben, die in deren Personenkennziffer einfließen, festgestellt werden.

Absatz 6. Das Sozial- und Innenministerium vergibt nach schriftlichem Antrag eine neue Personenkennziffer an eine Person, die selbst erlebt, dem anderen Geschlecht anzugehören. Die Vergabe einer neuen Personenkennziffer ist davon abhängig, dass die betreffende Person eine schriftliche Erklärung abgibt, wonach der Wunsch nach einer neuen Personenkennziffer auf dem Erleben beruht, dem anderen Geschlecht anzugehören, und dass die Person nach einer sechsmonatigen Bedenkzeit ab Antragstellung den Antrag schriftlich bestätigt. Voraussetzung ist außerdem, dass die Person zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 18 Jahre alt ist.*

Absatz 7. Das Sozial- und Innenministerium kann nach schriftlicher Anfrage ausnahmsweise eine neue Personenkennziffer an eine Person vergeben, deren Personenkennziffer bei Identitätsmissbrauch verwendet wurde oder wird.

Absatz 8. Der Sozial- und Innenminister legt Regeln zur Struktur der Personenkennziffer fest und kann Regelungen über die Registrierung einer Personenkennziffer im CPR für Personen bestimmen, denen gemäß Absatz 1 keine Kennziffer zugeteilt werden muss.

 

  • Anmerkung Selfmademan: Hier gibt es die Korrektur des juristischen Geschlechts!!! Sowie eine Bedenkzeit von sechs Monaten wo der Antrag dann nochmals schriftlich bestätigt werden muß. Nicht wie in Deutschland, wo man nach drei Monaten alles easy bekommen kann.

 

Angelegt am 23.11.2025

Letzte Bearbeitung: 11.01.2026, 19:12

News

 

24.07.25: Verfassungsbeschwerde und Unberührtenklage online

Hier gehts lang. >klick<

 

07.06.25: Komplettes SBGG und weitere Erklärungen online

Wir haben keinerlei Anstrengungen gescheut und das komplette SBGG mit seinen insgesamt 13 Artikeln (nicht nur Artikel 1 der von Google leicht gefunden wird) suchmaschinentauglich online gestellt, in der Hoffnung, daß Google auch den wichtigen Artikel 4 des SBGG findet und auflistet.

 


Neurointersexualität / Neurointersexuelle Körperdiskrepanz (NIBD)
Eine Zusatz-Bezeichnung, die gerne von manchen originär transsexuellen Menschen benutzt wird, um sich von der inflationären Benutzung des Begriffes "Transsexualität", welche durch die genderorientierte Trans*-Community, aber auch durch die Medien getätigt wird, abzugrenzen. NIBD-Betroffene wollen einfach nicht mit anderen Phänomenlagen, die entweder nur ein Lifestyle, Rollenproblem oder sexueller Fetisch sind, verwechselt und/oder in einen Topf geworfen werden. Die Bezeichnung NIBD bezieht sich auf die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Haupt.

 


Neurointersexuality / Neurointersexual Body Discrepancy (NIBD)
An additional term which is often used by originally transsexual people to differentiate themselves from the inflationary use of the term "transsexuality" by the gender-oriented trans* community, but also by the media. NIBD patients simply do not want to be confused and/or lumped together with other phenomena that are either just a lifestyle, role problem or sexual fetish. The term NIBD refers to the scientific work of Dr. Haupt.

 

 

 

 


Transgender - Transidentität
Transgender hadern hauptsächlich mit der sozialen Geschlechterrolle (gender), die ihnen seitens der Gesellschaft und kulturellen Konventionen aufgedrückt wird. Einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen nicht gegeben. Gerne und immer wieder wird, auch von Fachleuten, Transgenderismus mit originärer Transsexualität verwechselt.
Transidente hadern mit ihrer Identität als Mann oder Frau. Dieses Problem ist rein psychisch bedingt, einen körperlichen Leidensdruck, wie ihn originär transsexuelle Menschen (NIBD) verspüren, ist bei ihnen ebenfalls nicht gegeben. Auch hier wird das Phänomen gerne mit originärer Transsexualität verwechselt.

 


Transgender - Transidentity
Transgender people mainly struggle with the social gender role (gender) that is imposed on them by society and cultural conventions. They do not experience the kind of physical distress felt by originally transsexual people (NIBD). Transgenderism is often and repeatedly confused with original transsexuality, even by experts.
Transident people struggle with their identity as a man or a woman. This problem is purely psychological; they do not experience the kind of physical suffering that original transsexual people (NIBD) do. Here too, the phenomenon is often confused with original transsexuality.

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