Offene Schildknorpel- und Stimmbandreduktion
Vor kurzem berichtete ein Team aus Thai Chirurgen (Kunachak Prakunhungsit Sujjalak 2000) über eine neue, sehr aggressive und sehr effektive (vielleicht zu effektiv) OP-Technik zur Stimmerhöhung. Deren Verfahren beinhaltet die offene Resektion eines mittleren Streifens des Schildknorpels, ca. 8 mm breit, mit Resektion der vorderen Drittel der Stimmbänder und Rekonstruktion der vorderen Kommissur (wo die Stimmbänder vorne befestigt sind). Ihre Technik ist in der Abbildung unten erläutert.
Die Autoren berichteten über die Ergebnisse ihrer Verfahren an sechs thailändischen Patienten, von denen die älteste 27 Jahre alt war. F0 stieg bei einem präoperativen Mittelwert von 147 (Bereich 100 bis 172 Hz), auf einen postoperativen Mittelwert von 315 Hz (Bereich 264 bis 420 Hz). Eine mittlere postoperative F0 von 315 Hz ist ziemlich hoch, auch im weiblichen Standard; wenn eine so hohe F0 mit einer männlichen Resonanzcharakteristik kombiniert ist kann ein subjektiv ungewöhnlicher Eindruck entstehen, und ggf. eine unerwünschte Aufmerksamkeit auf die Stimme herbeiführen. Interessanterweise hatten vier Patienten in der Studie eine präoperative F0 von 160 Hz oder höher; derartige F0s erlauben in der Regel bereits eine weibliche Wahrnehmung der Stimme ohne Operation, zumindest nach westlichen Standards (siehe Spenser, 1988, und Wolfe, Ratusnik, Smith, Northrop, 1990). Zwei Patienten entwickelten Granulome der vorderen Kommissur, die leicht mit Laser-Vaporisation behandelt werden konnten. Follow-up-Zeiten reichten von 5 bis 72 Monaten.
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Angelegt am: 08.02.2026

