Transsexualität-NIBD
Wissenschaft, Veröffentlichungen, Medien & Co => Transsexualität in den Medien => Thema gestartet von: Olly am 10.Sep 2013, 08:21
-
Hey,
hab heute Morgen die Zeitung aufgeschlagen und wurde davon angesprungen:
http://www.abendblatt.de/vermischtes/article119860488/Berliner-Mann-bringt-Kind-zur-Welt.html (http://www.abendblatt.de/vermischtes/article119860488/Berliner-Mann-bringt-Kind-zur-Welt.html)
Weiß nicht genau, wie ich das finden soll, aber es ist relativ sachlich geschrieben und der Schlusssatz hat mich dann positiv gestimmt. Vielleicht bringt es ja ein paar Nordländer zum Nachdenken!
LG,
Olly
-
der letzte satz ist wirklich klasse!
-
Hallo,
Wie soll man das denn verstehen? Das ist ja genau so, wie zu sagen: "Die dürfen ruhig homosexuell sein, bloß nicht öffentlich." Das wird dann auch gerne mit "konservativ" begründet.
Ich finde es einfach beeindrucken, dass jemand der sich als Mann fühlt, für den Kinderwunsch eine Schwangerschaft durchsteht. Das hat meinen vollen Respekt. Das war bestimmt nicht einfach.
Liebe Grüße,
Hannah
-
Ich finde daran auch nichts verwerfliches, auch nicht an der Öffentlichmachung.
Solange hier in Deutschland so rumgemurkst wird, mit Adoptionen und künstlicher Befruchtung für Schwule, Lesben, und eben vielleicht auch für TM/TF finde ich das durchaus angemessen und legitim.
-
Ich hätte jetzt auch keinen Wunsch mehr schwanger zu werden, einfach weil ich es für mich als Mann ausschließe. Von daher wirkt so eine Nachricht sicher erstmal befremdlich, vor allem wenn man selber Transmann ist.
ABER: Ich möchte zu bedenken geben, dass es ganz was anderes ist, ein eigenes Kind auszutragen als eines zu adoptieren oder von jemand anderem austragen zu lassen. Wer schon mal schwanger war, wird das evtl. nachvollziehen können. (Oder wer einen intensiven Kinderwunsch hat.) Und wenn nun mal eigener Kinderwunsch besteht, dann geht für diese Leute nichts an Schwangerschaft vorbei, ob uns das nun passt oder nicht. ;)
Ich sag mir immer: es tut mir ja (normalerweise) nicht weh, was andere mit ihrem Leben machen, also sollen sie tun, was sie glücklich macht. Ich finde, es ist das Wichtigste, dass jeder sein Glück findet. Und wenn das bedeutet, Wege zu gehen, die sonst keiner gehen würde, dann verdient das m.E. Respekt, denn leicht ist das Alles aufgrund von Vorurteilen sicher nicht! ;)
Liebe Grüße,
Berengar
-
Wenn man unbedingt ein Kind haben will, selbst geboren, warum zum Kuckuck fällt einem das erst ein, wenn man schon "Mann" ist? Das kann man vor der Transition machen. Kann ich auch nichts anfangen mit, mit sowas, und will ich auch tunlichst nicht mit verwechselt werden. Das ist nämlich genau das Problem, ein "schwangerer Mann" unter all den Transsexuellen kriegt die ganze Sensationsgeilheit der Medien und dass 1000 andere Betroffene nur ein ganz normales Leben führen, rafft dann keiner mehr. Dann sind wieder alle schwangere Männer und spermaverteilende Frauen, und genau das Image braucht niemand und das sehe ich auch nicht ein, deswegen dann doof angeguckt zu werden.
Wir behaupten doch alle, oder nehmen für uns in Anspruch, "ganz normale" Männer und Frauen zu sein, wo lediglich der Körper falsch war. Ein "ganz normaler" Mann wird nicht schwanger, ist einfach so. Und wer es dennoch macht, hat entweder nicht verhütet (würde aber dann wohl eher schweigen), oder er ist auf dem Provo-Trip und will Aufmerksamkeit. Leute, die dritte und vierte Geschlechter erfinden, sind für mich nicht transsexuell und haben mit mir nichts zu tun. [wer vor der Selbsterkenntnis Kinder macht, verstehe ich, aber wer das *nach* der Selbsterkenntnis ("schwangerer Mann" = Transition hat begonnen!!) macht, hatte mir dem angeblich falschen Genital Sex, was sehr deutlich ungleich "transsexuelles Leid" ist] Kann ja jeder wie er will, deren Entscheidung. Aber will ich wie gesagt tunlichst nicht mit verwechselt werden, meine Entscheidung.
-
Hallo,
Ein "ganz normaler" Mann wird nicht schwanger, ist einfach so.
Ein ganz normaler Mann braucht auch keine GA-OP. Ein ganz normaler Mann kann Kinder zeugen. Das ist doch genau der Punkt. Keiner der hier Betroffenen ist "normal", sondern es geht darum, aus einer sch*** Ausgangsituation das Beste draus zu machen. Und wenn dann ein erfüllter Kinderwunsch dazugehört: Warum nicht?
Es ist doch so, dass viele TS auf Grund des Alltagstestes dazu gezwungen werden, aufzufallen. Ganz zu schweigen von denen, die nie ein vernünftiges Passing erreichen, einfach, weil sie nicht die Voraussetzungen dafür haben. Wenn man gesellschaftliche Akzeptanz will, dann kann das nur Funktionieren, indem die Menschen verstehen, warum jemand den TS-Weg geht. Es wird immer welche geben, die auffallen und ein Großteil kann nichts dafür.
Liebe Grüße,
Hannah
-
Ein ganz normaler Mann braucht auch keine GA-OP. Ein ganz normaler Mann kann Kinder zeugen. Das ist doch genau der Punkt. Keiner der hier Betroffenen ist "normal"
Der Punkt ist ja nun wirklich geschenkt, aber es war -meiner Meinung nach- auch deutlich genug, dass ich meinte, dass wir alle hier für uns in Anspruch nehmen, dass wir "innerlich normal Mann/Frau" sind, vor der Transition schon. Nimm jeden beliebigen Transmann, der das und die Definition F64.0 erfüllt, und schau mal, was diese *innerlich* gebürtigen Männer Hass und Ekel gerade auf deren "Gebärmaschinenorgane" schieben. Die unterscheiden sich im "Kinder austragen Wunsch" nach der Selbsterkenntnis in Nichts von gebürtigen Männern. Dieses Exemplar hier aber deutlich, daher sage ich "schwangerer Mann" ist nicht F64.0, und da ich es bin, will ich damit nicht verwechselt werden. Die können unter F64.9 ja Geschlechter erfinden, wie sie wollen, dann werde ich nicht damit verwechselt, Will ich nicht, ekelt mich geradezu. Und das ist wie gesagt meine Meinung und meine Entscheidung, und da können wir uns alle nochmal drüber an die Köpfe kriegen, oder man kann es auch einfach akzeptieren, genauso wie ich ja auch akzeptieren muss, da von so einen Unfug in die Deppenecke gezogen zu werden. Denn das ist, was "normale" Leute da sehen, und warum auch du und ich angepöbelt worden sind: Weil man das verwechselt.
Ich sage es nochmal: Wer meint, die Akzeptanz uns gegenüber steigt da draußen, indem wir blinde Toleranz vorleben nach dem Motto "wenn ich selbst schwangere Männer noch toll finde, wird man mich vielleicht auch akzeptieren", der ist total auf dem Holzweg. Das Gegenteil ist der Fall: Wer anders tickt, davon differenziere ich mich, dann weiß man, was bei mir drin steckt.
Es ist doch so, dass viele TS auf Grund des Alltagstestes dazu gezwungen werden, aufzufallen. Ganz zu schweigen von denen, die nie ein vernünftiges Passing erreichen, einfach, weil sie nicht die Voraussetzungen dafür haben.
Teil 1 davon ist Unsinn und Teil 2 davon ist die Art von "Rumgeheule", die ich einfach nicht ab kann. [und das meine ich allgemein unabhängig davon, dass ich dich gerade zitiere, ich will dabei bewusst niemand ansehen!] Der Alltagstest ist kein aufgezwungener Clown-Showlauf, auch, wenn viele davor und am Anfang davon das so empfinden. Habe ich damals übrigens auch. Aber dann hat man den Sinn und Zweck von Transition und Test nicht verstanden. Es dient dazu, die neue Rolle zu testen, Passing zu erlangen über ausprobieren, und ob man notfalls mit Pöbeleien klar kommt, oder ob jammern wichtiger ist, als den Weg durchzustehen. Der Alltagstest dient aber zu noch was, was unsere ganzen tollen Transgender nicht raffen: Testen, ob man mit altem Namen, alter Rolle und altem Genital soweit durch ist, dass man lebenslang verzichten kann. Und genau hier ist im obigen Fall ein Fehler passiert, der nur auf unfähige Psychos schließen lassen kann, und dass sich wer vor dem Test außer beim Gang zum Gutachten gedrückt hat, denn da war wer ganz offensichtlich nicht genug mit dem alten Genital fertig, um zu verzichten und in eine Transition zu gehören. Wer noch nicht weiß, dass er TS ist, klar. Wenn danach was passiert, Absicht oder Verhütung, ganz egal, hatte wer "in der richtigen Rolle mit noch falschem Körper" Sex. Und der kann MIR eben nicht mehr weiß machen, dass er mit dem Körper nicht kann. Sowas ist nicht F64.0 sondern F64.9 und deshalb will ich damit nicht verwechselt werden, basta. Ist *genau* der Unterschied zwischen TS und TG, von dem ich und Andere hier immer reden, der knallhart existiert und knallhart diagnostizierbar ist.
Was Teil 2 angeht, kannst du bei genügend FFS Chirurgen auf den Internetseiten vorher/nachher Bilder von Transfrauen sehen, die das Gegenteil beweisen. Da muss ich gar nicht groß Reklame für Suporn machen, auch, wenn der sehr gut ist und ich persönlich FFS Patientinnen von ihm gesehen habe. Die sind da im Ändern so gut, dass seine Patientinnen (da meist aus dem Ausland) notariell beglaubigte Urkunden kriegen, dass sie es wirklich sind, sonst kommen die nach nur 30 Tagen mit dem alten Passbild nicht mehr raus. Natürlich kostet das bei bei zusätzlichem pubertären Pech etwas mehr: Geld, Zeit und Schmerzen. Geld ist IMMER beschaffbar, wenn der Leidensdruck stimmt. Meist geht es um pures Selbstbemittleiden und Rumgeheule à la "ich lasse mir nicht im Gesicht rumschneiden". Klar, ist eine Meinung, ist auch okay, aber dann braucht sich keine mehr über leicht änderbare Artefakte beschweren. Dieses Rumgejammere kann ich nicht ab, kenne ich welche, da geht es bis "ich würde ja gerne umoperieren lassen, aber ich habe nicht einmal Hormone, weil ich mich nicht zu Ärzten traue". Sowas ist lächerlich, wogegen FFS-Chirurgie wahrscheinlich bereits selbst T1-Schwarzenegger noch Passing verschaffen kann.
(http://www.supornclinic.com/restricted/FFS/Results.aspx?fn=Case4PreOp.jpg)
(http://www.supornclinic.com/restricted/FFS/Results.aspx?fn=Case4OneYear.jpg)
Davon ab, nochmal die Frage: Wenn du *innerlich* gebürtiger Mann bist, wieso würdest du dann wissentlich um den falschen zu ändernden Körper ein Kind auf dem weiblichen Wege austragen? Und wenn du das trotzdem noch möchtest, nur um natürlich ein Kind zu kriegen (wogegen niemand was sagt!!), warum musst du erst "Mann" sein, um die Gebärmaschine anzuschmeißen? Das ist mir und meiner TS-Denkweise gegenüber hochgradig anders im Kopf (um ausdrücklich das wertend fiese Wort "pervers" zu vermeiden, obwohl sich das auch nur zu "anders" übersetzt).
-
Hallo,
Und warum unterstellst du wem, dass er bewusst auffallen will? Weißt du, wie viel Aufwand er betrieben hat, um trotz Schwangerschaft Passing zu haben? Weißt du nicht und ich auch nicht. Es gibt Leute, die mit TS hausieren gehen und Leute, die einfach nur aufklären wollen. Vielleicht gibt es deshalb den Zeitungsartikel.
@Gollum: Du hast meinen ersten Punkt nicht verstanden. Ich denke nicht, dass der Mann schwanger sein wollte. Der wollte gerne eigene Kinder haben. Und dass er dafür eine Schwangerschaft auf sich genommen hat, finde ich sehr mutig. Auch ein nicht erfüllter Kinderwunsch kann Leid erzeugen. Was eine Antwort auf deine zuletzt gestellte Frage wäre.
Den zweiten Punkt hast du auch nicht verstanden. Was ich sagen wollte war, dass es immer Momente gibt, an denen wir auffallen, in dem Sinn, dass bemerkt wird, was los ist. Und da hilft einfach kein Verstecken, sondern nur dass die Gesellschaft aufgeklärt wird. Sodass die Leute in den Situationen in denen man bemerkt wird, damit gut umgehen können.
Und deine Behauptung, dass jeder gutes Passing erreichen könnte, halte ich einfach für falsch. Sicher kann man viel machen und wer nichts tut und nur jammert, bei dem wird sich nie etwas tun. Aber bedenke doch bitte einmal, dass es Leute gibt, die einfach aus gesundheitlichen Gründen keine OPs oder andere Behandlungen machen können. Und solche Leute sind leider gezwungen aufzufallen. Wie kommst du zu der Annahme, dass Geld immer beschaffbar wäre? Sag das mal einem, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Arbeiten kann und von Hartz IV lebt.
Ich drehe die Frage mal um: Warum sollte ein Transmann nicht seinen Kinderwunsch nach einem eigenen Kind erfüllen dürfen, wie jeder andere Mann auch. Vielleicht war ja auch die Schwangerschaft der einzige Weg. Die Adoptionsgesetzte in Deutschland sind ja eher fragwürdiger Natur.
Liebe Grüße,
Hannah
-
also:
1. der transpapa hat sich nicht selber an die medien gewandt, sondern jemand hat es ihnen gesteckt. das steht jedenfalls so im ftm-portal.
2. es gibt durchaus auch cismänner, die gerne kinder austragen würden, wenn sie nur könnten. warum dann nicht ein transmann?
3. man kann das leben nicht genau planen. wir wissen nichts über den hintergrund des mannes. hätte er mit siebzehn testo verweigern sollen, weil er irgendwann vieleicht mal kinder haben wollte und noch nicht weiß wie. hätte er vor der transition den_die parter_in gefunden, diese familie zu gründen?
4. es gab früher auf den csd-paraden versuche, dass drag queens und tunten nicht als solche kommen sollten, sondern alle möglich bürgerlich aussehen, dass sie akzeptiert werden. was macht man damit? man passt sich genau den regeln an, die man eigentlich niederreißen will.
5. an welcher stelle hat der transpapa behauptet, ein f64.0er zu sein? vieleicht hat er nichts gegen sein genital, vieleicht ist ihm ein kind (momentan oder generell) wichtiger, als eine gaop?
also: ich freue mich für ihn, dass er ein kind bekommen hat.
ich rege mich über die bescheuerten medienberichte auf.
-
Hallo,
Du kannst es nicht nachvollziehen. Du bist derjenige, der es nicht versteht. Aber lass diesen Mann doch einfach Mann sein. Es gibt genug Frauen, die nicht verstehen, warum sich ein Trans-Mann die Brüste abnehmen lässt. Aber deswegen ist der Mann doch nicht weniger Mann, bloß weil es Leute gibt, die es nicht verstehen.
Liebe Grüße,
Hannah
-
2. es gibt durchaus auch cismänner, die gerne kinder austragen würden, wenn sie nur könnten.
Da zeige mir mal erstens nur EINEN von und zweitens ist das dann per Defi schon kein cis-Mann. Ein cis-Mann ist körperlich und innerlich gebürtiger Mann und Männer, die so ticken und empfinden, tragen keine Kinder aus. Cis-Mann der schwanger sein will, ist entweder eine Transfrau vor der Selbsterkenntnis oder vielleicht verwirrte TG-Propaganda, aber nicht Realität. Stand das etwa auch im TM-Portal?
Auch ein nicht erfüllter Kinderwunsch kann Leid erzeugen. Was eine Antwort auf deine zuletzt gestellte Frage wäre.
Nein, ist nicht die Antwort. Was ist der größere Leidensdruck? Mann sein oder schwanger werden? Da muss man sich schon entscheiden, wenn man a) Transition machen will und b) da draußen für voll genommen werden will. Und das kann man vor der Transition machen, oder wenn dabei, halte ich den Schnabel, schon im eigenen stealth-Interesse und noch mehr im Interesse des Kindes, oder würdest du als Kind in 10 Jahren auf dem Schulhof angepobelt werden wollen "bist du nicht der Kleine von dem schwangeren Mann?" Und wenn die Medien vor der Tür stehen, weil meine Nachbarn oder sonstwer mich bei der Bild verpfiffen haben, würde ich eines tun und eins nicht tun: Tür zu, kein Kommentar!
Wie ich sagte, sowas ist psychologisch zu klären -und klärbar- VOR der Transition, denn wenn man mit altem Genital und körperlicher Fruchtbarkeit noch was am Hut hat, ist die ganze Idee der Transition höchst fragwürdig bis falsch.
Und deine Behauptung, dass jeder gutes Passing erreichen könnte, halte ich einfach für falsch. Sicher kann man viel machen und wer nichts tut und nur jammert, bei dem wird sich nie etwas tun. Aber bedenke doch bitte einmal, dass es Leute gibt, die einfach aus gesundheitlichen Gründen keine OPs oder andere Behandlungen machen können. Und solche Leute sind leider gezwungen aufzufallen.
Nur, dass auch das in fast allen Fällen vorgeschoben ist und nicht vom Arzt kommt. Kenne ich auch genug Fälle, die pure Angst mit zu begründen. Gibt auch bis ins hohe Alter genug, die körperlich fit genug für neue Hüften und sonstwas sind, dabei dauert das länger als meine 5 Stunden Genital-OP (samt Zunähen und Verband).
Wie kommst du zu der Annahme, dass Geld immer beschaffbar wäre? Sag das mal einem, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Arbeiten kann und von Hartz IV lebt.
Teil davon wurde schon was gesagt. Nun bin ich in der "glücklichen"? Lage, dass in meinem Leben Geld nie so das Problem war, dafür hatte ich sonst nichts. Wenn ich also 2 Brüste will gehe ich zur Bank und zahle die 5000€ aus der Porto-Kasse. Interessanterweise ist das nur so nicht gewesen, sondern ich habe mir das von <300€ Etat "Haushaltsgeld" vom Mund abgespart und durch Flaschenpfand sammeln ergänzt, nur der kleine Rest kam dann von sonstwo her. Ich habe die letzten 4 Jahre insgesamt 35000€ Renovierung und gut 60000€ Transition gekostet. Teil davon ist von dem, was das Imperium so auf dem Konto abwirft, Teil Krankenkasse, Großteil Transition Sparumschläge, Pfandflaschen, sonstwas. Keine einzige Aktie oder sonstwas fehlt, ohne Hartz4, ohne Job.
Die meisten Leute, die über fehlendes Geld jammern, könnten leicht was dagegen tun. Fragt man nach "rauchst du?" "ja" "säufst du" "ja" und so weiter, muss das neuste Smart-Phone sein, Kinder die zur Schule laufen, kriegen dafür Satelliten-Navi etc. Und in Sachen Transition kenne ich auch genug, die jammern, dass sie dies und das gerne hätten, auch nach Thailand wollen, aber statt sparen ist das Bierchen in der Kneipe wichtiger.
Die Adoptionsgesetzte in Deutschland sind ja eher fragwürdiger Natur.
Da hast du allerdings Recht. Und nicht nur die sind "fragwürdig".
-
Zitat von: JulianNoah am 12.Sep 2013, 19:03
2. es gibt durchaus auch cismänner, die gerne kinder austragen würden, wenn sie nur könnten.
Da zeige mir mal erstens nur EINEN von und zweitens ist das dann per Defi schon kein cis-Mann. Ein cis-Mann ist körperlich und innerlich gebürtiger Mann und Männer, die so ticken und empfinden, tragen keine Kinder aus. Cis-Mann der schwanger sein will, ist entweder eine Transfrau vor der Selbsterkenntnis oder vielleicht verwirrte TG-Propaganda, aber nicht Realität. Stand das etwa auch im TM-Portal?
nein, das hab ich biologie in der zehnten klasse gelernt.
warum müssen männer denn so und so sein?
-
Zu dem Thema:
Ich persönlich bin gegen gebärdende Männer und spermaschleudernde Frauen, da diese für mich nicht wirklich TS sind.
Denn richtige TS'ler ekeln vor ihrem falschen Körper.
Die FzM-TS'ler ekeln sich vor ihren weiblichen Genitalien, Brüste und der Weiblichkeit., während sich die MzF-TS'ler vor ihrem männlichen Genital, Körperbehaarung, Stimmbruch und Männlichkeit.
Ausserdem erzeugt dies ein falsches Bild bei den Menschen, die nicht Betroffen sind.
Vor 10 Jahren habe ich ein Bericht gesehen, wo Dragqueens und Dragkings gezeigt wurden, was mich persönlich abgeschreckt hat.
So sah ich mich nicht, sondern als eine normale Frau.
Auch bin ich gegen Transvestite und Dragqueen und -kings, da diese auch ein falsches Bild suggerieren und viele verwechseln Transsexualität mit Transvestitismus, da für diese Menschen nicht untescheiden können oder nicht wollen.
Und nun zum zweiten Thema, was mich sehr aufregt:
Geld!
Bitte entschuldigt diese direkt Frage, aber habt ihr beide sie noch alle?
Was bildet ihr beiden euch bitte ein, dass ihr das Maß aller Dinge seit?
Es gibt auch Leute, die sehr gut mit ihrem Geld umgehen können und trotzdem sich nichts leisten können, da sie meist Pech in ihrem Leben haben.
Ein Beispiel bin ich:
Ich bin eine Geringverdienerin und eine Sparfüchsin, die jeden Cent 10x umdreht, bevor ich mir überlege, ob ich diesen Cent ausgebe.
Ausserdem habe ich, da ich alleine wohne, Steuerklasse I, weswegen mir von meinem geringen Gehalt gleich 1/3 abgezogen wird.
Und von den übrigen 2/3 muss ich leben.
Folgende monatliche Kosten habe ich:
Miete, Strom, Internet- und Telefon, Handy, Autoversicherung.
Außerdem wohne ich auf dem Land, 10 km von der nächsten Kleinstadt entfernt, wo es nichts gibt, ausser einem Bäcker und einer Tankstelle, was bedeutet, dass ich auf mein Auto angewiesen bin, insbesondere deshalb, da die Spezialisten für TS 200km entfernt sind.
Da der Anschluss an öffentlichen Verkehrsmittel bei mir sehr schlecht ist, brauche ich das Auto für Arbeit, zum einkaufen und zu den Fahrten zu meinen Spezialisten, wobei ich 3 Spezialisten haben (Endkokrinologin, Psychologin und Psychiater) und jede Fahrt mich 50.-€ - 60.-€ Benzingeld kosten, die mir nicht übernommen werden.
Dazu kommen nochmal 50.-€ Benzingeld, wenn ich mal zwischendurch tanken muss, was 200.-€ Benzingeld pro Monat bei mir ausmacht.
Auf die öffentlichen Verkehrsmittel kann ich nicht zurückgreifen, da diese meist zu spät kommen und losfahren und ich somit meine Anschlüsse nicht rechtzeitig erreichen würde.
Und TS-Spezialisten in der Nähe gibt es bei mir nicht. Ich hatte die Wahl zwischen Stuttgart, Reutlingen oder Konstanz Bodensee.
Beide Strecken zu den Spezialisten sind gleich lang (213km eine Strecke).
Ausserdem kann ich nur zu 80% arbeiten, da ich für einen Termin bei meinen Spezialisten einen freien Tag benötige.
Am Ende bleiben mir ca.180.-€ und ich habe noch kein Geld für Essen, Trinken, Kleidung und für sonstigen Schnickschnack ausgegeben!
Und da ja noch die GEZ-Gebühren und die jährlichen Kosten wie die KFZ-Steuer und Müllgebühren dazukommen, muss ich dieses Geld auf die Seite legen, weswegen ich überall sparen muss:
Kleidungs- und Shoppingtouren?
Kann ich mir nicht leisten.
Die weiblichen Kleidungsstücke, die ich momentan besitze, musste ich alle in einem Second-Hand-Shop kaufen.
Da ich kaum Geld habe, sind meine weiblichen Kleidungsstücke auf 20 Stück begrenzt, weswegen mein Kleiderschrank zum größtenteil leer ist.
In die Stadt fahren und was unternehmen?
Kann ich mir nicht leisten, da dies Benzin kosten würde.
Haarentfernung?
Kann ich mir nicht leisten, da selbst die Fahrt zum nächsten Behandlungsstudio sehr weit ist, was mich wiederum Benzin kosten wird.
Ausserdem muss ich auch beim Essen sparen. Bei mir gibt es nur jeden Tag eine Scheibe Toast (0,85 Cent die 20 Scheiben Toast Packung) und 1 Scheibe Geflügel-Mortadella (0,89 Cent die 10 Scheiben Packung).
Ich bekomme nur deshalb keine Mangelerscheinung, da ich in der Altenpflege arbeite.
Dort bleibt gelegentlich ein Essen übrig, wo ich dann bei meiner Vorgesetzten frage, ob ich das haben darf.
So bekomme ich die dringend benötigend Nährstoffe.
Und vom Trinken gibt es nur Mineralwasser.
Ich hatte zwar was in der Rückhand, doch das Pech verfolgte mich und riss mir das Geld wieder aus der Hand:
Im Dezember 2012, wo meine HRT mir genehmigt wurde, ging auf der Rückfahrt vom Psychiater mein Getriebe kaputt, was mich 860.-€ kostete und mir sämtliches Erspartes aus der Tasche raubte.
Im Juni ging bei meinem Auto die Lichmaschine kaputt (500.-€ Reparaturkosten) und im Juli bekam ich eine Rechnung von Heiz- und Wasserkosten, was mir wieder sämtliches Erspartes wegnahm.
Und nun droht mir weiteres Unheil:
Als sie die Lichtmaschine reparierten, stellten sie fest, dass Öl im Kühlsystem ist und die Zylinderkopfdichtung defekt ist.
Eine Reperatur würde 1500.-€ kosten und ich bin auf das Auto angewiesen!
Eine solche Summe besitze ich nicht!
Ein neues Auto in Raten bezahlen oder einen Kredit kann ich mir nicht leisten, da diese dann mindestens 160.-€ pro Monat zurückgezahlt haben wollen.
WOHER SOLL ICH MIR BITTE SOVIEL GELD LEISTEN KÖNNEN?
WO IST BITTESCHÖN DAS GELD, DAS IMMER VERFÜGBAR SEIN SOLL?
Das Auto fährt laut Aussage der Techniker noch bis ca. November, maximal Dezember, dann geht nichts mehr in meinem Leben, da das Auto ein Werkzeug ist, auf das ist angewiesen bin.
Woher soll ich mir bitte schön das Geld nehmen?
400.-€ und Minijobs? Ich habe mich überall beworben, doch ich wurde abgelehnt, da sich zuviele Leute beworben haben.
Ich bin hier nicht die einzigste arme Schluckerin, die sich kaum etwas leisten können.
Verwandtschaft?
Meine Verwandtschaft ist über ganz Deutschland verteilt und zerstritten.
Meine Mutter hält zwar zu mir, aber auch sie kein Geld für mich erübrigen.
Bekanntschaft?
Habe ich keine.
Die Leute pöpeln mich zwar nicht an, aber sie gehen auch auf mich zu.
Ich werde einfach ignoriert.
Freundinnen?
Hatte ich noch nie in meinen Leben, da ich eine permanente Ausseneseiterin bin.
Nachbarschaftshilfe?
Gibt es keine, da ich in einem Vorort einer Kurstadt lebe, wo die meisten Leute nur eingezogen sind, weil die Mieten günstig sind.
Für die Mitmenschen interessiert sich hier niemand.
Pfand sammeln?
Ich sammle mein eigenes Pfand und gebe es ab, jedoch hortet hier jeder sein Pfand bei sich, da jeder weiß, dass das Geld ist.
Ich bin schon mal auf Spaziergänge gegangen, um herrenlose Pfandflaschen einzusammeln, doch die gab es nirgends, da hier niemand etwas verschwendet.
Die einzigsten, die an meiner Haustüre läuten, sind irgendwelche Vertreter, dir mir einen Vertrag aufschwatzen wollen.
Auch habe ich Wohngeld beantragt, damit ich wenigsten etwas in der Tasche habe, doch dies wurde abgelehnt, mit der Begründung, ich verdiene genug.
Auch habe ich das Theme Transsexualität und die Fahrten zu meinen Spezialisten angesprochen, doch die haben es als Versuch abgetan, ich würde sie betrügen.
Ich wurde als Schmarotzerin hingestellt, die versucht, über ihren Verhältnissen zu Leben, was gar nicht stimmt.
Sollte ich nochmal so einen dreisten Versuch wagen, so haben sie mir mit Polizei, Gericht und Gefängnis gedroht!
Ausserdem wollte ich meine spartanisch eingerichtete Wohnung in ein Prinzessinenschloss verwandeln.
Aber da ich kaum Geld habe, muss ich leider alles verkaufen, damit ich wenigstens etwas Geld in der Tasche habe.
Meine gesamte DvD-Sammlungs (20 Stück) sind zur Hälfte verkauft. Als nächstes werde ich Fernsehen, Radio und Handy verkaufen müssen.
Danach die Möbel.
Ich hätte gerne eine GA-OP bei Dr. Suporn in Thailand., doch ich habe kein Geld und die Krankenkassen übernehmen keine GA-OP's im Ausland!
Würde ich sparen und hätte keine weiteren Unkosten, müsste ich 11-12 Jahre sparen bevor ich mir eine GA-OP bei Dr. Suporn in Thailand leisten könnte.
11-12 weitere Jahre mit dem widerlichen, ekelhaften, horromässigen Gebaumel zwischen meinen Beinen?
NO-WAY!
Wenn die Vornamens- und Personenstandsänderunge nächsten Monat rechtskräftig wird, werde ich Anträge auf Kostenübernahme bezüglich GA-OP und Haarentfernung stellen, doch bis dahin muss ich mich leider weiterhin alle 3 Tage Ganzskörperrasieren und jeden Tag den Bart.
Immer Sommer konnte ich nur in Strumpfhosen rumlaufen, da sonst jeder meine Beinbehaarung gesehen hätte.
Ich versuche, zu Dr. Krege in Krefeld meine GA-OP machen zu lassen und hoffe, dass die Krankenkasse mitspielt, denn sie ist ein gute Alternative für Leute, die sich Dr. Suporn nicht leisten können.
Wegen den ganzen Kosten kann ich mir auch keine Freizeitaktivitäten gönnen.
Das einzige was ich in meiner Freizeit machen kann ist mein Haushalt, Spaziergänge und Schlafen, wobei ich letzteres ziemlich oft mache, da dies meine die einzigsten Freizeitaktivitäten sind, die nichts kosten.
Meist schlafe ich und träume von einer Zukunft, wo ich keine Geldsorgen habe, was aber nur ein Traum ist.
Ich habe meine Situation geschildert und daraus ist ersichtlich, dass eben kein Geld immer zur Verfügung steht.
Ich bin eine Geringverdienerin und bin nicht faul und habe auch keine sinnlosen Ausgaben und ich spare wo ich kann, auch beim Essen und Trinken, denn gesunden Essen kostet.
Mittlerweile lasse ich sogar die Heizung ausgeschaltet, damit ich Geld spare.
Heat or Eat. Heize oder Esse, doch bald werde ich mir beides nicht mehr leisten könen und ich frage mich, woher ich die Reparaturkosten für mein Auto im November bzw. im Dezember bezahlen soll, wenn es dann entgültig den Geist aufgibt.
Wo bitteschön ist das Geld, wo ihr sagt, dass es immer vorhanden sein soll?
Wo ist es? WO?
Den wenn das Auto hinüber ist, bin auch ich hinüber, da ich darauf angewiesen bin und ich habe niemanden, der mir hilft.
Was soll ich dann bitteschön machen? WAS? Sagt es mir!
Denn wenn das Auto seinen Geist aufgibt, wird dass dann mitten auf der Autobahn bei Kälte sein.
Nicht alle Leute haben Glück wie ihr.
Es ist schön, dass ihr euch gewisse Dinge leisten könnt, doch bitte zügelt euch und glaubt nicht, dass ihr das Maß aller Dinge seid!
Nicht jeder wohnt in einer Stadt und hat alles vor Ort.
Nicht jeder hat Glück im Leben.
Und nicht jeder hat Leute, die einen unterstützen!
-
Ich persönlich bin gegen gebärdende Männer und spermaschleudernde Frauen, da diese für mich nicht wirklich TS sind.
Denn richtige TS'ler ekeln vor ihrem falschen Körper.
Die FzM-TS'ler ekeln sich vor ihren weiblichen Genitalien, Brüste und der Weiblichkeit., während sich die MzF-TS'ler vor ihrem männlichen Genital, Körperbehaarung, Stimmbruch und Männlichkeit.
Ausserdem erzeugt dies ein falsches Bild bei den Menschen, die nicht Betroffen sind.
Was das für eine Auswirkung erzeugt, ist die eine Sache, ob jemand TS ist, die andere. Wir alle hier wollen damit anerkannt werden, wie wir sind. Wir leiden darunter, wenn andere das als Spinnerei abtun oder als sonst etwas, was nicht stimmt. Mit dieser Erfahrung sollten wir eigentlich wissen: wir dürfen nicht über andere Leute urteilen. Wir kennen nicht den ganzen Fall. Wenn der Transmann hier wäre, und seine Situation erklären würde, würden wir sie vielleicht verstehen. Vielleicht auch nicht. Aber so können wir nicht urteilen.
Die andere Frage ist, was das Ereignis für Auswirkungen darauf hat, wie die Öffentlichkeit uns bzw. Transsexuelle allgemein sieht. Da kann es schon nachteilige Auswirkungen geben.
Vor 10 Jahren habe ich ein Bericht gesehen, wo Dragqueens und Dragkings gezeigt wurden, was mich persönlich abgeschreckt hat.
So sah ich mich nicht, sondern als eine normale Frau.
Ich habe Mitte der neunziger Jahre einen serösen Bericht über Transsexualität im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesehen. Er hat mich trotzdem abgeschreckt, weil die Transfrauen dort irgendwie nicht wie normale Frauen aussahen, vor allem kleidungsmäßig. Vielleicht wäre ich ohne diesen Bericht schneller darauf gekommen, was mit mir ist. Aber deswegen kann ich niemandem vorschreiben, wie er sich zu kleiden hat.
Anmerkung: Die Transmänner in diesem Bericht übrigens waren alle überzeugend.
Auch bin ich gegen Transvestite und Dragqueen und -kings, da diese auch ein falsches Bild suggerieren und viele verwechseln Transsexualität mit Transvestitismus, da für diese Menschen nicht untescheiden können oder nicht wollen.
Und die sollen nicht leben dürfen? Was können die dafür, daß die Öffentlichkeit das mit Transsexualität verwechselt? Ich habe schon Transvestiten persönlich kennengelernt. Das waren nette, sympathische Menschen. Natürlich haben sie einen anderen Hintergrund. Aber das kann man ihnen doch nicht verdenken.
Und nun zum zweiten Thema, was mich sehr aufregt:
Geld!
entschuldigt diese direkt Frage, aber habt ihr beide sie noch alle?
Was bildet ihr beiden euch bitte ein, dass ihr das Maß aller Dinge seit?
Und hier stehst Du nun auf der anderen Seite. Die beiden haben auch nicht gerade das Rieseneinkommen und müssen sicher zusehen zurechtzukommen, und zumindest er weiß auch, was Hartz IV bedeutet. Hier beschwerst Du Dich über die pauschalen Aussagen, ganz am Anfang Deines Beitrags machst Du selbst welche.
Abgesehen davon würde ich mir niemals anmaßen zu behaupten, man könne mit Hartz IV auskommen. Das kann ich einfach nicht beurteilen. Und ich finde es auch nicht in Ordnung, wenn jemand hingeht, und pauschal behauptet, Leute, die mit ihrem Geld nicht auskommen, seien selber schuld.
Mihi
-
Hallo,
2. es gibt durchaus auch cismänner, die gerne kinder austragen würden, wenn sie nur könnten.
Da zeige mir mal erstens nur EINEN von und zweitens ist das dann per Defi schon kein cis-Mann.
Ich habe einen guten Freund, der gerne schwanger sein würde, aber sich ansonsten ganz wohl mit seinem Körper fühlt.
Von welcher feststehenden "Definition" redest du denn? Da bin ich mal gespannt.
Die andere Frage ist, was das Ereignis für Auswirkungen darauf hat, wie die Öffentlichkeit uns bzw. Transsexuelle allgemein sieht. Da kann es schon nachteilige Auswirkungen geben.
Ja, das kann sein. Nur: Will man den einzelnen Leuten, die auffallen oder ein außergewöhnliches Leben führen die Schuld für unsere intolerante Gesellschaft geben? Das Problem ist doch das ein Großteil der Gesellschaft kein Interesse daran hat, sich mit dem Thema Transsexualität auseinander zusetzen. Die verstehen es nicht und damit es sie nicht verunsichert, werten sie es ab!
Und genau dieses Abwerten, was sonst die übrige Gesellschaft gegenüber Transsexuellen an den Tag legt, wird hier von einigen Leuten gegenüber diesem Trans-Mann an den Tag gelegt. Und das finde ich nicht in Ordnung. Wir kennen die Situation dieses Mannes nicht und wir wissen auch nicht, was da genau mit den Medien gelaufen ist. Also lasst doch bitte dieses Fernverurteilen sein oder ihr seid kein bisschen besser, als die Leute, die euch mit Füßen treten.
Ansonsten stimme ich dem Rest, den Mihi geschrieben hat zu.
Liebe Grüße,
Hannah
-
@Mihi:
Was mich daran aufregt ist, dass die beiden so tun, als ob das Geld auf der Straße liegt, was aber nicht stimmt.
Ich persönlich lebe auf alleruntersten Niveau, spare überall, sogar bei den Lebenswichtigen Dingen, versuche an Geld zu kommen, wo es nur geht, ich verkaufe dabei meinen Haushalt meiner eh schon spartanisch wirkenden Wohnung, wo ich eine Wohnung für eine Frau daraus machen wollte und werde von nichts und niemanden unterstützt und ich kann mir gar nichts leisten.
Meist schlafe ich Zuhause, weil ich mir nichts leisten kann!
Und von den den 180.-€ die am Monatsende übrig bleiben und die ich zur Seite lege, wegen GEZ und jährlichen Kosten, geht das meiste wegen Reparaturen für mein Auto drauf, das bald auch seinen Geist aufgibt und wo ich mir ein neues Auto nicht leisten kann.
Ich bin aber auf das Auto angewiesen.
Ich bin eine Geringverdienerin die nichts für sich hat und dann kommen die 2 an und sagen, du musst nur Dies und Jenes tun und schon hast du genug Geld um zu Dr. Suporn nach Thailand zwecks GA-OP zu fliegen.
Ich tue auch alles was möglich ist und habe trotzdem kein Geld auf der Seite, weil die Kosten immer mehr steigen und die Löhne immer mehr sinken und vorallem weil mein Auto streikt und ich mir kein neues, nicht einmal auf Rate, leisten kann.
Ich persönlich darf froh sein, wenn ich das nächste Jahr lebend erreiche, was aber immer unwahrscheinlicher wird.
-
Hallo,
Was mich daran aufregt ist, dass die beiden so tun, als ob das Geld auf der Straße liegt, was aber nicht stimmt.
Das hat Mihi doch auch schon so gesehen. Ihre Aussage war aber, dass du genauso über diesen Trans-Mann urteilst.
Liebe Grüße,
Hannah
-
Ich persönlich bin gegen gebärdende Männer und spermaschleudernde Frauen, da diese für mich nicht wirklich TS sind.
dann sind sie halt nicht ts. es gibt nicht nur ts oder cis, aber es gibt nur die worte "Mann" und "frau" in der allgemeinverträglichen umgangssprache.
und mihi und hannah haben im übrigen aus meiner sicht recht.
-
Habe lange überlegt, was ich dazu schreiben soll, da das meiner Meinung nach ein ziemlich zweischneidiges Schwert ist. Die Ablehnung eines solchen, von der Geschlechtsnorm abweichenden Verhaltens ist in Transforen ja gerne mal gern der Anlass für Diskussionen, bei denen es am Ende Verletzte gibt. Dafür war die Diskussion hier bisher ja sehr zivil ;).
Rein praktisch betrachtet habt Gollum Recht: Im Zweifelsfall ist ein solches Verhalten ungünstig, da es von der Gesellschaft im Schnitt eher negativ aufgenommen wird. Der strikte Wechsel von einem Geschlecht zum anderen (konform mit der klassischen bipolaren Betrachtung von Geschlecht) ist auch heutzutage noch nicht unproblematisch. Mit dem geschlechtlichen Graubereich kann der Otto-Normalbürger aber definitiv noch nicht umgehen (geschweige denn verstehen), so dass Kinder gebärende Männer definitiv Ressentiments schüren können. Und wir leben nun mal in dieser Gesellschaft, das können wir nicht ändern.
Das strikte Festhalten am bipolaren Geschlechterbild ist unter TS ja relativ verbreitet. Meines Erachtens erst einmal weniger aufgrund von konservativen Einstellungen, sondern vielmehr als pragmatische Reaktion auf diese gesellschaftliche Situation. Frau/Mann ist froh, dass sie ins Schema F(64.0) passt und definiert sich als normal, da man ja nur im falschen Körper geboren wurde und nach Transition eine ganz normale Frau / ein ganz normaler Mann mit einem so weit wie möglich korrigiertem Geburtsdefekt ist. Dass F64.X immer noch eine psychische Störung definiert (der per Definition nur durch Ausleben dieser Störung abgeholfen werden kann), wird zur Erhaltung des Status Quo der ärztlichen Versorgung hingenommen. Auch das ist vollkommen nachvollziehbar, denn die Übernahme zumindest eines Teils der Transitionskosten ist für viele TS überlebenswichtig. Tatsächlich konservative TS haben natürlich zusätzlich das Dilemma, dass Transition auch heute noch eine absolut progressive Handlung ist. Sich als normal zu sehen und von Non-F64.0 abzugrenzen, eignet sich da perfekt zur Relativierung der eigenen Handlung und damit der eigenen moralischen Erdung.
Moralisch betrachtet wird’s jetzt problematisch: Was gibt uns das Recht, F64.0 als normal (= der Norm entsprechend) einzustufen, nur weil das Transitions-Komplettprogramm der bipolaren Geschlechtsdefinition am Nächsten kommt? Weil wir nach aktuellem Forschungsstand eine körperliche Störung haben und somit eigentlich ganz normale Frauen/Männer sind? Normen werden durch das Gemeinwesen definiert und da werden wir definitiv nicht als normal gesehen. Und mit natürlich kommen wir erst recht nicht weiter, denn Transsexualität als natürlich zu bezeichnen und einen gebärenden Mann als unnatürlich, ist eine rein willkürliche Entscheidung. Eigentlich ist sogar TS unnatürlich: In die Entwicklung/den Bau des Körpers durch chemische Verbindungen und Chirurgen einzugreifen, kann definitiv als unnatürlich angesehen werden. Im Gegensatz beispielsweise zu TV: Gender ist eine rein nichtmaterielle Konstruktion menschlichen Zusammenlebens. Das soziale Geschlecht zu wechseln, widerspricht damit nicht den Gesetzen der Natur. Mit normal und natürlich zu argumentieren, bringt hier also gar nichts.
Ich persönlich wollte und werde in diesem Leben nie Kinder zeugen. Das war mir ironischer Weise schon klar, als ich meine TS noch gar nicht realisiert habe. Ich kann daher die Gefühle dieses Mannes nicht nachfühlen. Ich kann sie nur erahnen. Es ist vollkommen natürlich, dass sich bei den meisten Menschen mit zunehmendem Alter ein intensiver Kinderwunsch entwickelt. Und warum sollte es nicht möglich sein, dass ein Transmann (dessen Ekel vor dem Geburtsgeschlecht vielleicht eben nicht ganz so groß war/ist) diesen Kinderwunsch für eine Zeit lang als übergeordneten Wunsch empfindet? Ein Transmann hat eben nur die Möglichkeit, sein Kind selbst auszutragen. Ich kann das -als Einzelfall- absolut nachvollziehen. Wer weiß, was dieser Transmann in den letzten Jahren so erlebt hat. Einzelschicksale werden in solchen Grundsatzdiskussionen ja gerne ausgeblendet.
Ich finde es übrigens auch nicht toll, wie manchmal alles in den großen Transgender-Topf (Transgender in seiner Bedeutung als Überbegriff) geschmissen und kräftig umgerührt wird. Nicht, weil ich es schlecht finde, wie beispielsweise Drag Queens oder „Partytransen“ leben, sondern weil dies einen falschen Blick auf das Leben und die Seelenwelt von TS wirft. Verständnis ist die Grundlage für Akzeptanz. Dinge, die von Ottonormalbürger nicht verstanden werden, werden abgelehnt. Die Lösung dieses Problems kann es aber nicht sein, eine ablehnende Haltung gegenüber anderen, von der Geschlechtsnorm abweichenden Lebensweisen einzunehmen.
Liebe Grüße
Isa
-
Hallo,
Rein praktisch betrachtet habt Gollum Recht: Im Zweifelsfall ist ein solches Verhalten ungünstig, da es von der Gesellschaft im Schnitt eher negativ aufgenommen wird.
ich denke, rein praktisch betrachtet, macht es keinen Unterschied. Diejenigen, die sich nicht mit dem Thema Trans* auseinander setzen wollen, verstehen doch schon "normale" (in dem Sinne, wie von Mia und Gollum propagierte) Trans-Menschen nicht. Die nutzen dann ihre "Vorbildung" durch Olivia Jones & Co. dazu, Alle in einen Topf zu werfen und den "die Verrückten"-Stempel drauf zu drücken. Ein Grund, warum ich Veranstaltungen, wie den CSD durchaus zwiespältig betrachte, da nur das schrille und bunte bei den Leuten hängen bleibt. Und da macht ein solcher Artikel nun auch nicht mehr viel aus.
Meiner Meinung nach kann die Lösung nur sein, der Gesellschaft klar zu machen, dass gewisse Menschen zum Glücklich sein eine etwas andere Biographie mit sich bringen. Und dass diese Menschen sich diesen Weg nicht ausgesucht haben. Und da sollte man sich sehr zurück halten, bevor man wild über andere Menschen urteilt. Insbesondere halte ich den Punkt Normalität für sehr gefährlich.
Was will man den Trans-Menschen denn alles verbieten? Eigene Kinder haben? "Ist ja unnormal, wie die zur Welt kommen. Gehört verboten." Lesbische Trans-Frauen? "Frauen stehen doch auf Männer, das ist doch pervers." Trans-Frauen, die Hosen anziehen? "Frauen tragen Röcke, das gehört sich so." Trans-Männer die Kochen? "Das sind doch keine richtigen Männer. Die können sich von ihrer Frauenrolle nicht lösen."
Es wird einfach wahnsinnig gefährlich, sobald man sich auf dieses Klischee-Niveau begibt. Es hat schon Trans-Frauen gegeben, die ein negatives Gutachten bekommen haben, eben weil sie eine Hose statt einen Rock an hatten. Wollen wir das wirklich? Wo soll da die Grenze gezogen werden?
Liebe Grüße,
Hannah
P.S.: Isa, ich fand die Beobachtung die du gemacht hast, sehr gut beschrieben.
-
werde nicht alle Quotes einbauen können bei soviel Text seit meinem letzten Post,
finde ich alles beim schreiben nicht wieder, daher
Haha
bevor ich es vergesse, die "Definition": Wer "cis" ist, ist körperlich und innerlich ein Geschlecht, dasselbe wohlbemerkt, und das passt und stimmt. Demnach ist ein cis-Mann körperlich männlich, psychisch männlich, und identifiziert sich mit der männlichen Rolle, gesellschaftlich wie körperlich. Und demnach wird er nicht schwanger und will es auch nicht. Jeder, der davon (s.o.) abweicht, ist nicht rein cis, sondern zeigt mehr oder weniger Spuren von "trans", die nicht bis zum anderen Extrem Körper falsch, Name falsch, Rolle falsch gehen müssen.
Eine Studie hat mal nahegelegt, dass inklusive Dunkelziffer und fehlender Selbsterkenntnis bis 0,5% der Bevölkerung mehr oder weniger latent bis aktiv trans sind. Das wären für Deutschland >4 Mio Menschen. Nur ein Bruchteil davon tritt jemals psychologisch oder gar medizinisch in Erscheinung. Nur, weil man latent spurenweise "trans" ist, muss man nicht ändern, man muss das noch nicht einmal so sehen oder verstehen.
dazu auch, zu Julian
so, so, im Bio-Unterricht :) Schuldigung, wie naiv bist du denn eigentlich? Als ob ein Bio Lehrer Ahnung von Transsexualität und ihren Erscheinungsformen hätte... Weißt du, was ich damals im Bio Unterricht gelernt habe? Männer haben Penisse und Frauen nicht. Und selbst im Bio Studium bis einschließlich Diplomarbeit kam das Wort Transsexualität oder Geschlechtsidentität nicht einmal vor. Stattdessen wurden mir Sachen, die ich in der Schule gelernt habe, dort als falsch angestrichen, wie z.B. die biologische Artdefinition. Also vergiss mal alles, was du in der Schule so hörst.
zu Aurora
Die Idee von "normale F64.0" und "unnormale TS" ist auch so eine Sache. Einerseits ist es GENAU das, andererseits bringt es nicht viel. Fakt ist, Transsexualität an sich ist *nicht* normal. Weswegen es auch eine verpflichtende Diagnose ist, wird sie festgestellt. Die Diskussion dabei, ob es unter F oder einen anderen Buchstaben gehört, ändert nichts am Diagnose-Charakter einer als solches anerkannten Krankheit. Daher hat die Diskussion für mich nur einen sehr großen Heul-Faktor, aber keinen Inhalt. Ich finde nicht, dass was wie schwangere Männer "unnormal F64.0" sind, sie sind schlicht gar nicht F64.0, sondern TG F64.9, genau so, wie man sehr wohl Krebs haben kann, oder trans sein kann, aber zwischen Darmkrebs und Brustkrebs genauso einfach unterscheiden kann wie zwischen "TransitionsENDziel quasi-gebürtige Frau" oder "poppender Kerl mit Brüsten" (ich sagte ENDziel, bitte beachten !!)
zu Mia, Teil I
genau der Punkt, hätte ich vor 4 Jahren in der Phase der Selbsterkenntnis von spermaschleudernden Frauen, schwangeren Männern, und allem sonst, was sich "so nennt, wie ich jetzt bin" und sonstigen komischen Wesen gehört, hätte ich auch gesagt "igitt das bin ich nicht" und hätte mich wohl umgebracht. Und damit sage ich NICHTS gegen die Leute persönlich, sondern stelle nur fest, wie unterschiedlich konsequent die und ich die Transition betreiben.
Als ich mich meiner Mutter gegenüber geoutet habe, war ihr erster sehr entsetzter Kommentar "du willst mir doch jetzt nicht sagen, dass du sowas wie der Lorenzo bist?!??!". Nicht "Lorielle", sondern Lorenzo! Weil Lorielle auch so ein TG-Waldfrosch ist, der nur rum-show-effektet und noch mit dem alten Namen Werbung betreibt, statt ganz normal Frau zu sein (was aber freilich weder für RTL noch Lorielle quotenintensiv genug wäre). Fragt mal meinen Freund, der kann euch erzählen, wie er mich neulich wegen diesem Verwechselt-werden noch 4 Jahre später weinend trösten musste, so schlimm war das für mein (wohlbemert damals noch vor-Transition)-Inneres schon. Und wäre ich nicht stark genug gewesen, gegen den mütterlichen Irrtum 4 Jahre anzutransitionieren, hätte es mir mein Leben gekostet. Ihr Freund meinte beim Outing ihm gegenüber "och, macht doch nichts, sowas wie dich habe ich vor 20 Jahren schon in der Kneipe an der Stange tanzen sehen". Auch dafür kamen neulich noch Tränen raus. Und auch die Verwandschaft ist nur Medien-TG-verblödet und hat mich verstoßen, ohne mich als Frau nur anzusehen, wegen Lorielle, Olivia und wie all die Knallfrösche heißen und TS verblödeln oder gar parodieren. SO und nicht anders wurde Gollum von dieser Welt empfangen. Ich war damals nicht so, vor 20 Jahren auch schon nicht, und jetzt erst recht nicht. Und will auch nicht mit sowas verwechselt werden. Zumal man das trotz Spuren einer falschen Pubertät auch gar nicht mehr kann, denn seit über 8 Monaten hat mich keiner der 82,5 Mio TS-Verspotter da draußen mehr "erkannt".
zu Mia, Teil II
Was kannst du tun. Lage ist sicher schwer, streitet gar niemand ab. Aber nochmal der Hinweis, er war bis vor kurzem selber in so einer Lage, und hat nun dank gutem Management Umzug und Renovierung gestemmt gekriegt. Wie, soll er lieber sagen. Aber auch er fährt mit einem Mööp rum, wo die Bremse im Eimer ist etc, ist also nicht so, dass der sich nicht reindenken kann, wenn er sagt das geht. Mich lasse da meinetwegen als verwöhnte Kuh außen vor, denn wie ich sagte, was Geld angeht (aber auch nur da) hatte ich Glück.
Was kannst du tun? Die Antwort gibst du eigentlich selbst. Viele Unkosten bei dir sind die Transportfrage und der Wohnort. Zumal du sagst, dir passt das Spießertum da auf dem Land sowieso nicht. Also wäre mein erster Rat, auch wenn auch das natürlich fürs erste Kosten wird, dass du in die nächstbeste Großstadt deiner Wahl umziehst. Da du ja scheinbar eh nicht viel besitzt, müsste das mit einmal Umzugswagen und Sprit zu stemmen gehen. Dann hast du Einkauf, Ärzte und Freizeit viel näher (auch kostenlose Freizeit), du bist anonymer, hier liegt auch zu Geld machbarer Dreck rum und da kriegst du auch Kontakt, denn da gibt es sicher auch andere Betroffene. Und bei entsprechend Passing und totalem Neuanfang ist auch allgemeiner Kontakt zu Normalos drin.
Zweiter Rat, direkt damit verbunden. Baue dir einen Bekanntenkreis auf. Auch wenn der zunächst nur aus Betroffenen bestehen sollte. Wie hat er gestern den Umzug gestemmt? Einen Tag Möbelwagen, er selbst, zwei TM am Anfang, ein vor-OP TM, ein Normalo, eine TF am Anfang und eine fertige TF-Freundin. Das war alles, Kostenfaktor sehr überschaubar.
Dritter Rat, und ich gebe zu, für eine "verwöhnte Göre" wie mich schwer vorstellbares Opfer, aber machbar, würde ich, sobald ich in der Stadt angekommen bin und Busse und Bahnen gefunden habe, das Auto verkaufen. Es geht ohne, auch, wenn ich mir das nicht vorstellen mag, denn individuelle Mobilität ist toll. Aber es geht bei vielen, also geht es wohl. Auto kostet, und deins scheint ein Kostengrab ohne Gleichen zu sein. Ja, so kannst du darauf jetzt nicht verzichten, aber es geht mehr kaputt, als du anschleppen kannst, und sowas wird nicht besser. Also direkt an die Supermarkt,-Arbeit,-undTS Qulle ziehen und weg mit dem Ding.
Sobald das soweit geschafft ist und ich da angekommen bin für 2 3 Monate, neue Bilanz ziehen.
zu Mia, Teil III
meine Krankenkasse hat Suporn bezaht
(aber ja, wenn nicht, hätte ich jeden Cent gerne selbst bezahlt)
[Krege halte ich persönlich für eine der unfähigeren Ärzte hier im Land, aber ist anderes Thema]
-
o, so, im Bio-Unterricht Smiley Schuldigung, wie naiv bist du denn eigentlich? Als ob ein Bio Lehrer Ahnung von Transsexualität und ihren Erscheinungsformen hätte...
es ging nicht um trans*, sondern um bauchhölenschwangerschaften. und dass wenn man das gebären dieser kinder irgendwann mal hinkriegen würde, dass dann auch männer nach embyoeinpflanzung kinder austragen könnten.
und dass es dafür bedarf oder zumindest interesse gäbe.
der 82,5 Mio TS-Verspotter da draußen
die welt besteht nicht nur aus feinden, nur weil du schlechte erfahrungen gemacht hast.
-
bauchhölenschwangerschaften. und dass wenn man das gebären dieser kinder irgendwann mal hinkriegen würde, dass dann auch männer nach embyoeinpflanzung kinder austragen könnten.
ja nee ist klar :kichern: war an dem Unterichtstag 1. April?
Denk doch einmal nach. :( Erstens fehlen dann noch immer Nabelschnur, Plazenta, Vagina für den Ausgang und richtige Beckenknochenstellung, und und und. Zweitens wäre ein angezüchteter Fremdembryo ein Fall für die Immunabwehr, oder alternativ, für derart heftige Immunsupressiva, die dafür nicht zu rechtfertigen sind oder den Embryo eh sofort abtreiben würden. Dann ist dieses Land sowieso zu Ethik-Memme, um sowas zu erlauben. Sind nur einige Punkte, die mir hier so spontan beim Schreiben einfallen, an denen JEDER sofort sehen kann, dass die Story totaler Bullshit ist, da muss man nicht für Bio studiert haben. Angeblich sind ja in Labors schon ausgestorbene Rüsselkäfer rumgelaufen (à la Jurassic Park mit Fremd-DNA repariert) aber eher hat jeder mittelklassige Zoo einen T-Rex, als dass bauchhölenschwangere Männer gemacht würden. Was, nächster Grund, übrigens gegen den hippokratischen Eid ist und und und ;) Es gibt da an der Uni im Bio-Gebäude eine Fakultät für "theoretische Biologie", aber selbst von denen habe ich dieses Märchen noch nicht gehört. ::)
-
Hallo,
bevor du aus
bevor ich es vergesse, die "Definition": Wer "cis" ist, ist körperlich und innerlich ein Geschlecht, dasselbe wohlbemerkt, und das passt und stimmt.
die Schlussfolgerung
Und demnach wird [ein Cis-Mann] nicht schwanger und will es auch nicht.
ziehen kannst, müsstest du erst definieren, was denn das "innerliche Geschlecht" ist. Also?
Die Idee von "normale F64.0" und "unnormale TS" ist auch so eine Sache. [Es ist] GENAU das. [...]
Die Frage ist, wer entscheidet, was normal ist und was nicht. Und sich an zu maßen, diese Frage beantworten zu können, halte ich für moralisch absolut fragwürdig. Erst recht, wenn das Thema an sich schon zu den eher ungewöhnlichen gehört.
Als ich mich meiner Mutter gegenüber geoutet habe, war ihr erster sehr entsetzter Kommentar "du willst mir doch jetzt nicht sagen, dass du sowas wie der Lorenzo bist?!??!". [...] Fragt mal meinen Freund, der kann euch erzählen, wie er mich neulich wegen diesem Verwechselt-werden noch 4 Jahre später weinend trösten musste, so schlimm war das für mein (wohlbemerkt damals noch vor-Transition)-Inneres schon.
Ich kann mir vorstellen, dass du dich in dieser Situation von deiner Mutter nicht als der Mensch wahrgenommen gefühlt hast, der du bist. Ich kann mir vorstellen, dass das ganze dann auch noch von deiner Mutter abwertend gemeint gewesen ist. Das tut weh. Ich schaue so gut, wie kein Fernsehen, darum kann ich dazu jetzt nicht viel sagen. Laut Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Lorielle_London) hat Lorielle schon einige OPs machen lassen und nimmt Hormone. Jetzt wären das für dich genau die Punkte erfüllt, die sie zu einer echten TS machen würden. Aber darum geht es nicht, nicht wahr?
meine Krankenkasse hat Suporn bezaht
AFAIK bist du aber auch privat versichert, oder habe ich das falsch in Erinnerung?
Liebe Grüße,
Hannah
-
müsstest du erst definieren, was denn das "innerliche Geschlecht" ist. Also?
Sorry, aber auf einer Seite, wo alle mit "mein Körper ist so und so und ich empfinde anders" ankommen, ist mir das nun wirklich zu doof. Weißt auch sehr genau, was ich meine und wie. ;)
Die Frage ist, wer entscheidet, was normal ist und was nicht. Und sich an zu maßen, diese Frage beantworten zu können, halte ich für moralisch absolut fragwürdig.
Momentan maßt sich das das ICD10 an, und "moralisch" wird da nicht argumentiert.
Laut Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Lorielle_London) hat Lorielle schon einige OPs machen lassen und nimmt Hormone. Jetzt wären das für dich genau die Punkte erfüllt, die sie zu einer echten TS machen würden. Aber darum geht es nicht, nicht wahr?
Hä? ::) Lorielle ist aber mal sowas von TG, macht die Transition halbherzig, geht mit dem alten Namen hausieren, hat außer "ich bin trans" keinen Inhalt und von normal Frau kann da keine Rede sein, egal, wie weit man das dehnt.
meine Krankenkasse hat Suporn bezaht
AFAIK bist du aber auch privat versichert, oder habe ich das falsch in Erinnerung?
Ja, bin ich. Aber erstens habe ich die Drohung "ich habe aber freie Arztwahl, remember yourself oder Anwalt?" nicht einmal gebraucht. Und zweitens war ich bei weitem nicht die erste Patientin aus Deutschland dort, nicht einmal während meinen 28 Tagen Aufenthalt.
-
Hallo,
Sorry, aber auf einer Seite, wo alle mit "mein Körper ist so und so und ich empfinde anders" ankommen, ist mir das nun wirklich zu doof. Weißt auch sehr genau, was ich meine und wie. ;)
genau es geht um "Ich empfinde mich als...", aber woher willst du wissen, wie sich dieser Mann, um den es ursprünglich geht, fühlt? Wenn du meinst, dass du das von außen beurteilen kannst, dann gib doch bitte eine von außen bewertbare Definition. Ich bin weiterhin gespannt.
Momentan maßt sich das das ICD10 an, und "moralisch" wird da nicht argumentiert.
Und du meinst, dass man diese Verhalten pathologisierenden Katalog als Grundlage für Gesellschaftliche Diskussion nutzen sollte? Es geht hier darum, wie wir miteinander umgehen wollen.
Hä? ::) Lorielle ist aber mal sowas von TG, macht die Transition halbherzig, geht mit dem alten Namen hausieren, hat außer "ich bin trans" keinen Inhalt und von normal Frau kann da keine Rede sein, egal, wie weit man das dehnt.
Wie gesagt. Ich habe das nicht verfolgt. Außerdem, darum geht es dir doch gar nicht. Das was du willst, ist als die Person behandelt zu werden, die du bist. Du willst als Gollum gesehen werden. Und du willst, dass das die Normalität ist. Es geht um den Respekt vor deiner Person, den man dir verwehrt hat. Diese respektvolle Behandlung deiner Person hast du dir damit erarbeitet, dass du wohl nicht mehr auffällst. Aber ich halte es für extrem fragwürdig, allen Personen, die nicht deinen Standards genügen, diesen Respekt zu verweigern. Du sprichst diesem Trans-Mann ab, Mann zu sein und verhältst dich damit ihm gegenüber, genauso, wie deine Mutter dir gegenüber.
Ja, bin ich. Aber erstens habe ich die Drohung "ich habe aber freie Arztwahl, remember yourself oder Anwalt?" nicht einmal gebraucht. Und zweitens war ich bei weitem nicht die erste Patientin aus Deutschland dort, nicht einmal während meinen 28 Tagen Aufenthalt.
So wie ich das gehört habe, ist das mit der gesetzlichen KV schwieriger. Die freie Arztwahl bezieht sich nur auf Ärzte in Deutschland, die eine Kassenzulassung haben. Kennst du einen Fall, der gesetzlich versichert war, wo die KV die OP im Ausland bezahlt hat? Weißt du, was der/die dafür machen musste?
Liebe Grüße,
Hannah
-
Sorry, aber auf einer Seite, wo alle mit "mein Körper ist so und so und ich empfinde anders" ankommen, ist mir das nun wirklich zu doof. Weißt auch sehr genau, was ich meine und wie. ;)
genau es geht um "Ich empfinde mich als...", aber woher willst du wissen, wie sich dieser Mann, um den es ursprünglich geht, fühlt? Wenn du meinst, dass du das von außen beurteilen kannst, dann gib doch bitte eine von außen bewertbare Definition. Ich bin weiterhin gespannt.
Boah Herrje, wenn du es so nicht kapieren willst, dann anders herum:
*Ich* empfinde als ganz normale Frau, als wäre ich so geboren, egal, wie verkorkst meine körperliche Vergangenheit war. Damit sehe ich so aus, heiße so, verhalte mich so, denke so (paar mikrobische Artefakte mögen die Vergangenheit und Pubertät hinterlassen haben). Damit verteile ich als Frau kein Sperma. Wer in die andere Richtung genauso denkt (und mit denen darf man mich gerne verwechseln), der wird nicht schwanger. [alles wie gesagt gerechnet ab der Selbsterkenntnis] Wer anders denkt, egal welche Richtung, tickt anders (und damit will ich demnach nicht verwechselt werden).
Oder noch einfacher erklärt: Ich habe nicht einmal was einfrieren lassen, denn wenn, könnte ich damit eh nur eine gebürtige Frau besamen lassen, was mich *für mich* zum Vater machen würde und was *ich* megapervers finden würde. Zumal ich nicht mit DNA im Reagenzglas rumsauen lassen möchte. Zumal ich nicht mit meinem TS-Gendefekt den Genpool verseuchen muss. Das darf jeder anders sehen und handhaben, aber damit will ich nicht verwechselt werden.
Oder noch einfacher: Könnte die Medizin mir Eierstöcke, Gebärmutter und Blutungen geben, würde ich das annehmen, obwohl ich nicht zwingend schwanger werden will (weiß ich nicht, ob, kommt aber eh auf andere Faktoren an). Mit der ersten Blutung würde ich genauso wie alle gebürtigen Frauen wahrscheinlich genauso über doofe Unterleibsschmerzen klagen, aber ich würde sie nehmen, weil mich das als Frau normal macht. Gegenüber den TGs geht es mir nämlich darum, normal Frau zu sein und nicht, nur die Rosinen rauszupicken à la "Brüste will ich, aber Blutungen macht ihr doofen Biofrauen mal alleine".
Oder noch deutlicher: Angenommen, der perverse Humbugunfug, mit dem Julian da noch ankommt, ginge und man könnte Männer bauchhöhlenschwanger machen. Dann sollte man ja meinen, dass das nun DIE Lösung für mich wäre, denn mit einer ex-männlichen Bauchhöhle könnte ich nun als normale Frau auch normal Kinder austragen. Nur mal ehrlich, sieht doch ein Blinder, dass daran gar nichts normal ist. Normal ist, wenn ich nicht gebärmutterschwanger sein kann, sondern nur bauchhöhlenschwanger, dann bleibe ich lieber gar nicht schwanger. Jetzt klar?
Momentan maßt sich das das ICD10 an, und "moralisch" wird da nicht argumentiert.
Und du meinst, dass man diese Verhalten pathologisierenden Katalog als Grundlage für Gesellschaftliche Diskussion nutzen sollte? Es geht hier darum, wie wir miteinander umgehen wollen.
Genau darum geht es im Strafgesetzbuch und in der Straßenverkehrsordnung auch: Wie wir miteinander umgehen. Warum regst du dich dann über diese Regelwerke nicht auf? Zumal da auch über die Hälfte depperter Unfug drin steht und historischer Ballast ist, genau wie die angebliche F-Pathologisierung... Wenn es danach geht, dann lass uns doch mal bei der Vorfahrtsregelung ganz schleunigst von "rechts vor links" auf "links vor rechts" wechseln, denn Deutschland ist ja nicht mehr "rechts". ::)
Wie gesagt. Ich habe das nicht verfolgt. Außerdem, darum geht es dir doch gar nicht. Das was du willst, ist als die Person behandelt zu werden, die du bist. Du willst als Gollum gesehen werden. Und du willst, dass das die Normalität ist. Es geht um den Respekt vor deiner Person, den man dir verwehrt hat. Diese respektvolle Behandlung deiner Person hast du dir damit erarbeitet, dass du wohl nicht mehr auffällst. Aber ich halte es für extrem fragwürdig, allen Personen, die nicht deinen Standards genügen, diesen Respekt zu verweigern. Du sprichst diesem Trans-Mann ab, Mann zu sein und verhältst dich damit ihm gegenüber, genauso, wie deine Mutter dir gegenüber.
Ich spreche dem Mann weder den Respekt ab, noch den Mann. Lest mal alle, was ich schreibe, statt mir (mal wieder) irgendeinen "oh Gott Gollum ist gefährlich"-Unfug in den Mund legen zu wollen. Ich sage nur, dass ich soweit eben machbar (medizinisch UND von mir aus) einer gebürtigen Frau nahe komme, und dieser Mann nicht gleichermaßen einem gebürtigen Mann. Und, dass ich deshalb damit nicht verwechselt werden will (weder per Medien noch diagnostisch). Gleiches gilt für besagte Lorielle. Sie hat mir mit ihrem Verhalten ganz massiv geschadet, tut sie bei jeder fertigen TF, die soweit machbar "normal" lebt. Hasse ich sie deshalb? Nein. Ich will nur nicht mit verwechselt werden, ganz entschieden nicht, denn ich hampel nicht "Implantate rein Implantate wieder raus" mit der Transition rum und laufe nicht rum und posaune "ich war aber mal der..." raus, weil ich sonst nichts zu bieten habe. Weshalb ich mit ihr nicht verwechselt werden will. Davon ab, ist sie ein trauriger Fall für mich, denn sie ist genauso betroffen wie ich (nur anderer Betroffenheitsgrad) und kriegt es nicht gepeilt, was ganz massiv an falschem Umfeld und medialer Ausnutzung liegt... NUR: Wer TS wäre und in so viel Jahren nicht weiter, ist selber Schuld (erst recht bei Brüste wieder raus, ist ja nicht so, dass demnach kein Geld für OPs da wäre). Und wäre sie TG-Endziel wie sie ist, auch fein, aber wenn sie so nicht in Ruhe gelassen wird, weil sie weiter rumtönt und mit "Lorenzo" Werbekampagne betreibt, auch selber Schuld.
So wie ich das gehört habe, ist das mit der gesetzlichen KV schwieriger. Die freie Arztwahl bezieht sich nur auf Ärzte in Deutschland, die eine Kassenzulassung haben.
Privat ist definitiv einfacher. Nur wie gesagt, der "privat"-Faktor war nicht der Punkt, sondern, dass ich meiner Kasse eine definitive Kostenhöchstgrenze von 535000 Thai Baht "vertraglich" (also unterschrieben) zugesichert habe, und, dass sich das für die höchst massiv rechnet. Bei 2 Narkosen, 2 Krankenausaufenthalten von ca 7 Tagen und Lohngefälle hier bei Peniler Inversion kriegst man hier kein weibliches Genital für 12500€. Das wird hier locker doppelt so teuer gegenüber Suporn in einer OP bei cosmetic touch-up und eventuellen Korrekturen umsonst, nur einer Narkose, 7 Tagen Krankenhaus, alle andere Kosten inklusive. Und vergleiche das mal mit Ivy's Pottek-Desaster: 5 Wochen Krankenhaus (hierzulande alleine Zimmer 800€+ pro Tag!), 10 Vollnarkosen, 2 Nahtod-NotOPs, jedes Mal jeder Tupfer aufgelistet... Meine Krankenkasse hat auch so gerechnet (scheißegal, es ist die Debeka) und mit Kusshand eingewilligt. Zumal ich sie zudem vom Qualitätsunterschied der Ergebnisse hier zu Suporn überzeugen konnte.
Es gibt KEINEN Grund, warum sich dieselbe Rechnung bei anderem Kassennamen anders darstellen sollte. AUSSER natürlich, dass sie erst einmal darauf hoffen, dass sie sich mit doof stellen bis wer selber zahlt ganz drücken können. Womit sie sich bei jeder verzocken, die sich hier umpudeln lässt und wo es glaube ich nur Eine bräuchte, die in Karlsruhe einen Präzedenzfall macht, dass man nicht wegen Landesgrenzen zur Genitalverstümmelung gezwungen werden kann (Grundgesetz: körperliche Unversehrtheit, Recht auf Selbstbestimmung, gesunder Einklang zwischen Körper und Geist, etc, siehe TSG-Fall)
Kennst du einen Fall, der gesetzlich versichert war, wo die KV die OP im Ausland bezahlt hat? Weißt du, was der/die dafür machen musste?
Ich weiß nicht sicher, wo die Anderen waren (geht mich ja auch nichts). Aber von den knapp 3000 waren so viele aus Deutschland (nach den USA eines der häufigsten Herkunftsländer seiner Patientinnen), dass ich nicht glaube, dass die alle bei der Debeka waren oder alle selber bezahlt haben.
Von der Dame, die beim Koffer packen war, als ich da ankam, weiß ich nicht, wie sie es geregelt hat. Ansonsten bin ich nur eine von mindestens VIER Suporn Patientinnen hier im Forum. Wenn nicht so viele seiner Patientinnen mit Neidattacken à la "scheiß Jüngerinnen" und Unsinn wie "ich weiß aber besser als du, wo du OP-Narben zu haben hast" etc hier vergrault würden... wüsstet ihr alle mehr ["ihr alle", betrifft jetzt nicht dich, Hannah!]. Von Nyara weiß ich Hintergründe nichts. Von Tanjuscha weiß ich, wie sie es gemacht hat. Geht aber niemanden hier was an, also formuliere ich das Zwischending zwischen "selbst bezahlen Arsch lecken" und "Kasse übernimmt die Kosten" mal als fiktiven allgemeinen Denkanreiz :whistle: man kann auch selber zahlen und es sich über die Steuern als außergewöhnliche Belastungen wieder reinholen ;)
Apropo...
Es wurde in der Suporn-Kategorie mal ein Thema gestartet mit Überlegungen, wie man Krankenkassen dazu bringen kann, Suporn zu übernehmen. WARUM nimmt an dem Brainstorming niemand teil außer mir sonst kaum wem, obwohl ich meine Kleine Dame schon habe?!? ::)
-
Oder noch deutlicher: Angenommen, der perverse Humbugunfug, mit dem Julian da noch ankommt, ginge und man könnte Männer bauchhöhlenschwanger machen. Dann sollte man ja meinen, dass das nun DIE Lösung für mich wäre, denn mit einer ex-männlichen Bauchhöhle könnte ich nun als normale Frau auch normal Kinder austragen. Nur mal ehrlich, sieht doch ein Blinder, dass daran gar nichts normal ist. Normal ist, wenn ich nicht gebärmutterschwanger sein kann, sondern nur bauchhöhlenschwanger, dann bleibe ich lieber gar nicht schwanger. Jetzt klar?
mag sein, dass männliche bauchhölenschwangerschaften unmöglich sind, du bist die biologin. aber warum sollten sie pervers sein?
klar ist mir nur geworden, dass du aufs "normal" sein fixiert bist und mit "unnormalen" nicht verwechselt werden willst.
but: definition von "normal" ändert sich mit der zeit und es ist dein recht, das richtige verständnis für dich zu fordern. aber daraus ist nicht abzuleiten, dass sich alle anderen "normal" verhalten müssen, damit du mit einer engstirnigen gesellschaft weniger probleme hast.
zur allgemeinen information eine presseerklärung zum ausgangsthema:
http://www.transinterqueer.org/aktuell/presseerklaerung-13-9-2013/
Stop mit „Väterin“, „Mama-Mann“, „Gebärvater“ in den Medien – Keine Berichterstattung ohne Einwilligung des trans* Vaters
Seit Erscheinen des Artikels „Der Gebärvater“ im Spiegel vom 9.9. (37/2013, S. 60/61) beobachten wir besorgt die mediale Berichterstattung zum Fall eines transgeschlechtlichen Vaters aus Berlin, der in diesem Jahr einen Sohn zur Welt gebracht hat. Zahlreiche deutsche wie internationale Medien (u. a. The Sun, Daily Mail, Le Monde, Huffington Post) haben über den Fall berichtet.
Der Mann ist nie an die Medien herangetreten und war dennoch über Tage einer Verfolgung v. a. durch Bild und B.Z. ausgesetzt. In Abstimmung mit der Berliner Anwältin Inken Stern, die ihn vertritt, möchten wir Ihnen folgende Informationen geben:
Aus Gründen des Kindeswohls und des Schutzes der Persönlichkeitsrechte hatte (und hat) der betreffende Vater zu keinem Zeitpunkt das Interesse oder den Wunsch, von den Medien verfolgt zu werden bzw. seine Geschichte veröffentlicht zu wissen.
Durch eine undichte Stelle in einer Berliner Behörde wurde Der Spiegel auf den Fall aufmerksam, auch Auszüge aus der Korrespondenz zwischen Berliner Behörden wurden in Medien abgedruckt. Ohne Anlass veröffentlichten Bild und B.Z. am 10.9. „Details” zur Person aus zweiter Hand – einzig motiviert durch den scheinbaren Coup, den Vater zu enttarnen. Auch Schlagzeilen wie „Wollte der Trans-Vater erst mit Lesben üben?“ (Bild, Berlin, 11.9., S.9) und „Wer hilft mir bei der Geburt?“ (B.Z., 11.9., S.6) und die Vergabe eines „Alibi”-Vornamens waren überflüssige Bestandteile einer medialen Hetzjagd. Außerdem wurden ihm Aussagen in den Mund gelegt (z.B. „Ich will keine Mutter sein“, B.Z., 10.9., S.1), die niemals geäußert worden waren.
Durch den Beschluss des BVerfG vom 11.1.2011¹ , der trans* Menschen von einer Sterilisation als Voraussetzung für die rechtliche Änderung ihres Personenstandes befreite, hat sich eine Gesetzeslücke aufgetan, die trans* Eltern nicht angelastet werden kann. Gebärende Männer verlangen zu Recht, als Vater in der Geburtsurkunde eingetragen zu werden – was noch nicht geregelt ist. Die Schwangerschaft eines Mannes ist weder Skandal noch Sensation. Skandal ist, dass z. Zt. jeder Mann als Vater des Kindes in die Geburtsurkunde eingetragen werden könnte, auch jeder trans* Mann mit Personenstandsänderung – außer der Mann, der das Kind geboren hat.
Der unhaltbaren Spekulation, „[m]öglicherweise sei der Junge in Wahrheit ein Mädchen”, stehen jährlich mehr als 10.000 außerklinische Geburten in Deutschland gegenüber (Quelle: Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e. V.). Ausgerechnet in diesem Fall die Angaben zum Geschlecht des Kindes anzuzweifeln, ist transphobe Pathologisierung und ignoriert, dass bei Hausgeburten dieselben Pflichten zur Dokumentation des Geschlechts gelten wie bei Klinikgeburten.
Die Berichterstattung legt außerdem Verstöße gegen den Pressekodex nahe: z. B. Verstoß gegen die Sorgfalt (Ziffer 2, u. a. „Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.“), Verstoß gegen den Schutz der Persönlichkeit (Ziffer 8, u. a. „bloße Sensationsinteressen rechtfertigen keine identifizierende Berichterstattung“).
Auch Transgender Europe (TGEU), europäisches Menschenrechtsnetzwerk, kritisiert das Versagen der Behörden und Politik. Richard Köhler, Politischer Referent bei TGEU: „Die Indiskretion aus dem Behördenumfeld heraus kann zu einer erheblichen Gefährdung für Vater und Kind werden. Noch viel mehr ist aber die Politik in der Pflicht, eine im Koalitionsvertrag versprochene Reform des Transsexuellengesetzes endlich auf den Weg zu bringen. Identität und Privatsphäre von trans* Menschen müssen endlich besser geschützt werden.“
Wir fordern Journalist_innen und Informationsträger_innen auf:
dem Schutz und Wohl des Kindes Vorrang vor Schlagzeilen zu geben;
die Privatsphäre der Familie zu respektieren;
die Identität des Mannes nicht gegen seinen Willen zu veröffentlichen und gemäß der journalistischen Sorgfaltspflicht auf Details und Mutmaßungen über sein Privatleben zu verzichten;
Transgeschlechtlichkeit und trans* Menschen nicht für Sensationsberichterstattung zu missbrauchen;
transphobe Praktiken in z. B. Behörden zu erkennen und zu benennen und über trans* relevante Themen mittels der Expertise von trans* Expert_innen in den betreffenden Fachgebieten zu berichten;
die Broschüre „Trans* in den Medien – Informationen für Journalist_innen” zur Vorbereitung der Berichterstattung zu trans* Themen zu nutzen, hier zum Herunterladen:
„Trans* in den Medien – Informationen für Journalist_innen”
Für Fragen stehen wir Ihnen unter presse@transinterqueer.org zur Verfügung.
L.Y. Wild und J.C. Robinet
-
und noch zur bauchhälenschwangerschaft:
http://ooev1.orf.at/stories/113602
-
Hallo,
*Ich* empfinde als ganz normale Frau
darauf könnten wir uns einigen.
als wäre ich so geboren, egal, wie verkorkst meine körperliche Vergangenheit war.
Nur bist du nicht so geboren. Woher willst du also wissen, wie es sich angefühlt hätte, wenn du so geboren wärst?
Damit sehe ich so aus
Ja.
heiße so
Wird wohl stimmen.
verhalte mich so
Hier wird es interessant. Wie verhält sich denn "Frau"? Definiere doch mal, was weibliches Verhalten sein soll.
denke so.
Gleicher Punkt, wie oben. Definiere mal, wie Frau denkt und zwar allgemeingültig.
Damit verteile ich als Frau kein Sperma.
Zum einen müsstest du, damit du diese Schlussfolgerung ziehen kannst, erstmal die oberen beiden Definitionslücken füllen. Zum anderen verwechselst du Weg und Ziel. Wenn das Ziel ein leibliches Kind ist, bleibt TS nun einmal ein sehr unerfreulicher Weg. Aber weil jemand diesen Weg auf sich nimmt, um dieses Ziel zu erreichen, heißt noch lange nicht, dass ihm der Weg gefallen hat. Oder er/sie sich weniger als Mann/Frau fühlt.
Genau darum geht es im Strafgesetzbuch und in der Straßenverkehrsordnung auch: Wie wir miteinander umgehen.
Vereinfacht gesehen ja. Nur würdest du ja auch nicht auf die Idee kommen, in die Straßenverkehrsordnung zu gucken, wenn du Streit mit deinem Vermieter hast. Was ich sagen will: Jedes dieser Werke hat die Aufgabe ein ganz bestimmtes Gebiet zu regeln. Der ICD dient dazu, Krankheiten eindeutig zu klassifizieren. Und du findest, dass wir diese Klassifizierung dazu her nehmen sollten, um zu entscheiden, wen wir als Frau und wen wir als Mann behandeln? Wo doch doch viele TS sagen, dass diese Klassifizierung (Kategorie F) falsch sei?
Ich spreche dem Mann weder den Respekt ab, noch den Mann. Lest mal alle, was ich schreibe
Du redest von "pervers" und von "ekelig" und dass du mit solchen Menschen nichts zu tun haben möchtest. Du redest von "spermaschleudernen Männern mit Brüsten", aber du hast ja nichts gegen TGs. Du redest davon, dass sich dieser Mann ja nun nicht als Mann empfinden kann, wenn er sich seinen Kinderwunsch erfüllt. Wunderst du dich wirklich, dass das so ankommt, als würdest du diese Menschen abwerten wollen?
statt mir (mal wieder) irgendeinen "oh Gott Gollum ist gefährlich"-Unfug in den Mund legen zu wollen.
Glaubst du wirklich, dass dich jemand für "gefährlich" hält? Welchen Grund sollte es dafür geben?
Ich sage nur, dass ich soweit eben machbar (medizinisch UND von mir aus) einer gebürtigen Frau nahe komme, und dieser Mann nicht gleichermaßen einem gebürtigen Mann.
Wo wir wieder beim abwerten wären. Du sagst, du bist mehr Frau, als er Mann ist. Dabei weißt du so gut, wie nichts über diesen Mann und seine Umstände.
@Julian: Danke, dass du das Schreiben hier hingestellt hast. Mal wieder ganz schön krass, was sich die "Presse" da heraus nimmt. Ich hoffe echt, dass der Schuldige in der Verwaltung zur Rechenschaft gezogen wird.
Liebe Grüße,
Hannah
-
Ich möchte generell mal zum Nachdenken anregen. Warum um alles in der Welt denn immer alles in enge, kleine Schubladen gepackt werden muss? Genau diese Denkweise fördert Intoleranz im Allgemeinen.
a) Warum kann nicht jeder sein Leben so gestalten wie es ihm gefällt? Wir leben doch nicht für die Gesellschaft, sondern um unseres eigenen Lebens Willen. Warum muss alles immer so schwarz und weiß sein? Für mich sind das Überbleibsel diverser Ausrottungsversuche in der Menscheitsgeschichte. Schaut mal in die Natur, wie vielfältig und bunt es da zugeht. Und die Tiere haben kein Problem damit, wenn da welche z.B. homosexuell sind. Nur der Mensch regt sich auf, weil das Christentum irgendwann mal gesagt hat: "Pfui, das geht aber nicht!" Der Mensch maßt sich an, die Natur neu zu ordnen... Das sagt doch schon alles! ;)
Ich definiere mich anders als mein Nachbar, ihr definiert euch jeder für sich ein Stück weit anders als andere Transmenschen (und ich verwende jetzt mal bewusst solch einen schwammigen Begriff) und jeder von uns versucht doch nur glücklich zu werden. Und genau darauf hat jeder ein Recht!
b) Warum haltet ihr euch an irgendwelchen Begrifflichkeiten fest? Der "Normalbürger" (was immer das ist) da draußen kann TS begrifflich eh nicht auseinander halten! Selbst dann wenn man versucht, es zu erklären. Den meisten ist das einfach zu hoch. Für den Normalo ist es sch***egal, ob jemand transsexuell nach ICD10 F64.0 ist oder Transgender oder Transvestit. Da wird so oder so erstmal alles in einen Topf geworfen, egal, wer sich wie verhält. Nebenbei bemerkt ist es einfach schlichtweg irrelevant, welches nun der richtige Begriff ist. Denn da ist ein Mensch mit einem Bedürfnis, welches er sich erfüllt. Und nur weil es euer Befinden stört, wird diesem Menschen dann sein Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen? Denkt mal drüber nach! ;)
c) Wenn ihr euch abgrenzen wollt, dann TUT es einfach! Dadurch, dass ihr klar macht, was IHR seid, sehen die Leute, dass ihr nichts mit dem/denen zu tun habt, die sie im Fernsehen gesehen haben. Wenn z.B. im TV schrille Transfrauen rumlaufen, dann kleidet und schminkt euch halt dezent. Cis-Menschen grenzen sich doch auch untereinander dadurch ab, wie sie sich kleiden, verhalten, etc. Aber dafür müsst ihr eben zum einen Aufklärungsarbeit leisten und eure Standpunkte vor Nicht-Betroffenen vertreten, bzw. eben ein Verhalten und entsprechendes Auftreten an den Tag legen, wo jeder sieht: "och, ist doch eigentlich nur ne ganz normale Frau/ ein ganz normaler Mann". Und schon hebt ihr euch selber von dem ab, was euch solche Kopfzerbrechen bereitet.
Kleines Beispiel:
Ich bin stark tätowiert. Tätowierungen waren früher in Deutschland nur unter Knastis weit verbreitet. Heute denken manche Leute immer noch so hinterwäldlerisch. Ich bin aber kein Knasti und jeder, der mich mit nem Knasti vergleicht, ist für mich ein hohler, dummer Bauer, der keine Ahnung hat. Für andere sind Tattoos nur moderne Modeerscheinungen (siehe Arschgeweih). Tätowierungen hatten aber ursprünglich einen spirituellen Hintergrund und den hat das Tätowieren für mich persönlich nach wie vor. Die Leute verstehen nicht, dass sie da einen tiefspirituellen Menschen vor sich haben, und denken ich sei primitiv und dumm. Bitte, sollen sie. Das gleiche denke ich nämlich von ihnen, weil sie sich mit ihrer gnadenlosen Unwissenheit offenbaren und sich damit selbst lächerlich machen. Zudem grenze ich mich eben ab vom Knasti, indem ich nicht das tue, was einen Knasti ausmacht. Ich bin ein redlicher Bürger, der noch nie im Knast war und dort auch nicht hingehen wird, solange das, was ich als Gerechtigkeit empfinde auch Gerechtigkeit ist. Ich ziehe mir einfach nicht den Schuh an. Punkt! (Gut, das verlangt mentale Stärke, aber die hab ich mit der Zeit halt bekommen.)
Und wenn mich morgen einer fragen würd, ob ich als Transmann jetzt auch schwanger werden will, würde ich ganz sachlich und freundlich antworten: "Ich sehe mich eigentlich als ganz normalen Mann und kann mir das für mich selber nicht vorstellen." Mit diesem kleinen Satz drücke ich aus, dass ich mich 1. als "normal" (also als das, was die Gesellschaft als normal einstuft) empfinde und 2. grenze ich mich deutlich ab, ohne dem anderen TM sein Recht auf Fortpflanzung abzustreiten.
Ihr könnt niemals verhindern, dass es Leute in der Gesellschaft gibt, die auffallen, und das ist nicht nur bei trans so, sondern generell. Wenn man nicht mit diesen Leuten in einen Topf geworfen werden will, dann muss man sich einfach abgrenzen, indem man sich anders verhält. Es nützt nichts, zu versuchen, die "unnormalen" normieren zu wollen, denn die haben eben nun mal einfach ein Recht darauf "unnormal" zu sein. Und wenn wir anfangen zu normieren, wo hören wir dann auf? Das geht ganz schnell nach hinten los! Ich möchte dezent an die jüngere deutsche Geschichte erinnern. Dahin will ich nicht zurück! Auf gar keinen Fall!
d) Nicht alles normieren und alles Unnormale verstecken ist die Lösung, sondern es zu schaffen, dass die Gesellschaft Lebensformen/Lebenskonzepte ab von der Norm als lebenswert erachtet, auch wenn die Leute selber nicht so leben wollen würden. Und da hilft nur Aufklärung, sachliche Diskussion und ein respektvoller Umganz miteinander. Leben und leben lassen! Sobald die Gesellschaft merkt, dass da keine Gefahr lauert, wird es auch irgendwann akzeptiert. Der Mensch hat immer erstmal Angst vor Dingen, die er nicht kennt. Aber die Gesellschaft öffnet sich zum Glück immer weiter. Ein wertvoller Beitrag zu dem Ganzen ist es, sich selbst zu öffnen. Ich diskutiere immer ganz offen im Freundeskreis. Wenn die Leute sehen, dass da Menschen sind, die ungewöhnliche Dinge tolerieren oder sogar richtig gut finden, dann sind sie eher bereit, es ebenfalls zuzulassen. (Der Mensch ist ein Herdentier!)
Je engstirniger die Menschen sind (und je mehr Menschen so sind) und alles Unnormale "weghaben" wollen, desto schlimmer wird es eigentlich. Das kann auch nicht im Sinne von uns Transleuten sein, denn wir sind halt nun mal ein Stück weit unnormal, ob wir das wollen oder nicht. Und gerade WEIL wir unnormal sind, sollten wir uns öffnen können für andere Leute, die ab der Norm leben, egal ob sie nun einen Transhintergrund haben oder nicht, und egal, ob wir genauso leben und handeln würde wie sie oder nicht.
e) Was die Pöbeleien betrifft, die mal angesprochen wurden: Paroli bieten lernen! Denn gepöbelt wird nicht nur vor dem Transhintergrund, sondern wegen aller möglicher Sachen. Und ich bin weiß Gott jemand, der schon so viele dumme Sprüche im Leben ertragen musste, VÖLLIG ab vom Thema trans, denn ich bin da in mehrfacher Hinsicht "gestraft", da kann man die paar Transsprüche auch noch irgendwie verdauen. Ja, es tut weh, aber Gott, was hat man mir schon mit Sprüchen wehgetan, die nichts mit trans zu tun hatten.
Ich bin weiß wie ein Käse, werd nicht braun und hab hässliche rote Flecken im Gesicht, die nie weggehen. Außerdem wird mein Gesicht so dermaßen schnell rot, wenn ich bissl schwitze, dass ich jedes Mal das Kotzen kriegen könnte. Das waren jetzt mal nur drei von noch vielen weiteren Faktoren, warum ich gehänselt wurde, warum ich angepöbelt wurde und was weiß ich. Daran kann ich nichtmal etwas ändern, damit muss ich leben! Meinen "falschen Körper" kann ich zum Glück angleichen lassen, dann fällt eine Last schonmal von mir ab. Aber mit dem Rest muss ich klar kommen.
Man wird nie verhindern können, dass gepöbelt wird. Aber man kann lernen damit umzugehen oder sich zu wehren.
f) Eine Sache, die seltsam ist: Gerade Gollum fällt als TF doch nicht mal mehr groß auf (Ich nenne sie hier, weil ich sie in natura kenne, andere kenne ich grad nicht, die "fertig" sind).
Kein Schwein Warum zieht ihr euch also den Schuh an? Gut, es gibt Leute, die euch kennen und wissen dass ihr trans seid? Aber die wissen doch auch, dass ihr euch von denen abgrenzt, mit denen ihr nicht verglichen werden wollt. Also was ist das Problem?
So, das waren mal meine Denkanregungen, was mir so eingefallen ist. Ich will hier keinen angreifen, aber ich möchte gerne für ein bisschen mehr Toleranz appelieren, denn die kann jeder hier selbst weiß Gott mehr als genug gebrauchen.
Euch allen eine schöne (und vielleicht nachdenkliche) Woche! ;)
Liebe Grüße,
Berengar
"Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen." (René Descartes)
-
heiße so
Wird wohl stimmen.
Kannst ja meinen Freund fragen, der geht bei mir ein und aus, sieht meine Post hier rumliegen, hat meinen Pass gesehen im Gegenzug, dass er mir sein altes Passbild gezeigt hat etc. Ich kann dir auch per PN eine Kopie davon schicken, nur genau darauf kommt es ja eh nicht an. Was soll der Unfug also?
verhalte mich so
Hier wird es interessant. Wie verhält sich denn "Frau"? Definiere doch mal, was weibliches Verhalten sein soll.
Da du mir ja sowieso nichts glaubst und mich nur anzweifeln willst, Gegenvorschlag: Ich gebe dir die Email meiner besten Freundin und dann fragst du die einfach. Die ist gebürtiges Mädel, cis und hetero und damit sicher "normal" genug, dass du deren Urteil glaubst. Und die hat mir 4 Jahre lang vor meiner Selbsterkenntnis (ich kenne sie also online gut 8 Jahre) nach nur 2 oder 3 Emails gesagt "du bist eher weiblich". Frag sie, woran sie das gemerkt hat.
denke so.
Gleicher Punkt, wie oben. Definiere mal, wie Frau denkt und zwar allgemeingültig.
Kannst du in selber Email auch fragen. Sie meinte damals wörtlich zu mir nach besagten 2 bis 3 Emails "ich habe das Gefühl, ich schreibe mit einem Mädel". Woran kann eine gebürtige Frau sowas wohl merken? Einfach, und bei der Gelegenheit telefoniere einfach mal mit meinem Psycho, weil Männergehirne und Frauengehirne anders verdrahtet sind und demnach anders denken und auch nur so denken können. Was ich hier immer mit pränataler weiblicher Identitätsprägung schreibe. Ich habe meinen Psycho genau das auch gefragt: Woher sind Sie so sicher, dass hier eine Frau redet? Und er sagte, dass ich dauernd Sprechinhalt habe, der das indeutig beweist, denn sowas sagen nur Frauen und keine Männer, weil sie es gar nicht sagen können, weil ihr Gehirn so nicht denkt.
Damit verteile ich als Frau kein Sperma.
Aber weil jemand diesen Weg auf sich nimmt, um dieses Ziel zu erreichen, heißt noch lange nicht, dass ihm der Weg gefallen hat. Oder er/sie sich weniger als Mann/Frau fühlt.
Da lies mal meine Posts durch wie oft das bei mir schon deutlichst raus kam, dass ich dafür was tun musste, was ich nicht wollte. "ich wollte nur einen weiblichen Namen, nicht mein altes Ich aus der Existenz klagen" oder "Mädchen wollte nur ihrs da unten, aber nicht einen Penis zerstückeln lassen" oder "auf dem Weg in den OP kam ich mir vor wie ein Mörder" oder "als ich Mutter sagen musste, dass ihr "Junge" nun gehen muss und nicht mehr wieder kommen wird, hat mir das das Herz gebrochen" etc etc. Weshalb übrigens viele unserer Hobby-Psychologen hier, die sich anders herum anmaßen, frei über mich urteilen zu dürfen, schon dachten, der Weg wäre falsch für mich, ich wäre Borderline, etc.
Der ICD dient dazu, Krankheiten eindeutig zu klassifizieren. Und du findest, dass wir diese Klassifizierung dazu her nehmen sollten, um zu entscheiden, wen wir als Frau und wen wir als Mann behandeln?
Ja, ganz genau das. Weil es nicht um "der Name meiner Krankheit ist Lila Kuh geht", sondern darum, eine Krankheit möglichst genau zu definieren und klassifizieren, damit man möglichst sicher sagen kann, wer diesem und keinem anderen Krankheitsbild entspricht. Denn nur, wer das tut, wird dann unter den Behandlungsrichtlinien dazu die Behandlung finden, die hilft. Es hilft nicht, einen Durchfall mich Chemotherapie zu behandeln und bei Krebs helfen auch keine Antibiotika. Und bei wem, der mit dem alten Genital noch Kinder zeugen will, ist F64.0 nicht die richtige Schublade, da die tendenziell auf Angleichung soweit machbar zielt. Es geht dabei nicht mehr um Identität, sondern um Behandlung. Und das ICD10 ist das, was in der Biologie und Chemie "Systematik" heißt, die klassifikatorische Benennung von Arten, Familien, Klassen etc bzw von Chemikalien. Oder mindestens der Versuch davon, perfekt sind alle solche Systematiken nicht. Alle schleppen leider historischen Ballast aus alten Falschbenennungen etc. Das ICD10 ist also der Versuch eines "Stammbaums aller Krankheiten", vorne und hinten nicht perfekt, weil unser steigendes Wissen dauernd Aktualisierung verlangen würde.
Du redest von "pervers" und von "ekelig" und dass du mit solchen Menschen nichts zu tun haben möchtest.
Wieso soll ich das nicht dürfen, wenn Andere frei sind ebenso wertend von "och wie schöööön" zu reden? Es ist halt meine Meinung und da habe ich genauso ein freies Recht drauf, was man auch einfach akzeptieren kann, statt mich missionieren zu wollen.
Du redest von "spermaschleudernen Männern mit Brüsten", aber du hast ja nichts gegen TGs.
Ich habe auch nichts gegen TGs, sie sollen sich nur als das bezeichnen, was sie sind. Und wenn du alle meine Posts genauso kritisch gelesen hast, wie die hier, müsstest du dutzende Male darüber gestolpert sein, dass ich sogar wenn sonst weiblich genug mit einer Shemale ins Bett gehen würde. Und DENNOCh gibt es da massive Unterschiede, denn die ist halb/halb wie eine Meerjungfrau und ich habe auf Eindeutigkeit als Ziel geändert. Und selbst wenn noch so verknallt, würde ich der das auch so sagen, denn nur deswegen könnte sie mit ihrem Dingdong meine Kleine Dame durchv*geln. Warum also soll ich auf den Unterschied nicht hinweisen dürfen?
Du redest davon, dass sich dieser Mann ja nun nicht als Mann empfinden kann, wenn er sich seinen Kinderwunsch erfüllt.
NEIN, tue ich nicht. Ich rede nicht davon, dass sich dieser Mann nicht als Mann empfinden kann. Sondern, dass er für mich nicht soweit ist, dass er soweit machbar quasi-cis ist, wie ich es bin, und dass er deshalb ganz andere Transitionsziele hat, was uns unterscheidet und was diagnostisch greifbar ist.
Wunderst du dich wirklich, dass das so ankommt, als würdest du diese Menschen abwerten wollen?
Erstens tue ich das nicht, siehe oben, sondern es geht darum, wie Diagnostik und Medizin sicherer diagnostizieren und behandeln können, damit es weniger statt mehr Rückkehrer gibt. Mit mir hat das alles gar nichts zu tun. Davon ab, wie ich rüber komme, ist mir sowas von piepenschnurz. Ich muss nicht beliebt sein und mich einschleimen, interessiert mich nicht, und die, die wichtig sind, kennen mich persönlich und wissen, wie ich wirklich bin. Egal, wie sehr irgendwo im Internet wer zweifelt oder Lügen über mich verbreitet.
statt mir (mal wieder) irgendeinen "oh Gott Gollum ist gefährlich"-Unfug in den Mund legen zu wollen.
Glaubst du wirklich, dass dich jemand für "gefährlich" hält? Welchen Grund sollte es dafür geben?
Ja, siehe oben "Lügen verbreiten", das mit dem "Gollum ist gefährlich" ist ein O-Ton Originalzitat von einer ganz bestimmten ex-Serveradmin namens Bea, die sich auch erfrecht hat, hier Benutzern den Zugang zu verhindern [damit meine ich NICHT den Fall, wo sie mich sperren wollte und zu doof dazu war!], Patientinnen von Ärzten beleidigt und denen einreden wollte, wo sie Narben zu haben haben. Hier wird von bestimmten Subjekten hinter den Kulissen [PN, Email] eine ganze Menge Dreck verbreitet, von dem du noch nichts gemerkt hast. Und das kommt leider nicht nur von Bea, ich kenne mindestens eine weitere Person, bei einer weiteren bin ich sicher aber habe keine Beweise bisher.
Wo wir wieder beim abwerten wären. Du sagst, du bist mehr Frau, als er Mann ist. Dabei weißt du so gut, wie nichts über diesen Mann und seine Umstände.
Auch da ist nichts abwertend, sondern nur auf Unterschiede hinweisen. Und es geht nicht darum, ob ich mehr Frau als der Mann bin, oder ob TS "besser" als TG ist, habe ich schon tausend Mal erklärt. Malaria ist auch nicht besser oder sympatischer als Dengue Fieber. Es geht darum, wer welches TransitionsENDziel hat und für wen damit welche Behandlung die passende ist, damit wir alle machbar glücklich mit unserem Problem leben können. Davon ab, habe ich dem Mann und Lorielle und all den Anderen noch nie mit meinem Tun und Sein geschadet, was anders herum eben leider nicht so ist. Und ich werte niemand davon als Mensch ab, obwohl ich von der Allgemeinheit wegen denen als Mensch abgewertet werde. Noch hätte ich nach obligatorischer Zwangsabtreibung für schwangere Männer gefordert oder auch nur irgendwas in der Richtung, sondern ich betone immer "soll ja jeder wie er/sie meint", nur *ich will nicht damit verwechselt werden*. Genau so nicht, wie du völlig ohne Geringschätzung für den Namen oder mich nicht als Gollum angeredet werden willst, ganz einfach, weil du Hannah heißt. Mehr nicht. ;)
-
Ich möchte generell mal zum Nachdenken anregen. ...
Mir gefällt Dein Beitrag.
Mihi
-
Hi,
Da du mir ja sowieso nichts glaubst und mich nur anzweifeln willst [...]
Das was ich anzweifle ist, dass du klar definieren kannst, was es heißt, sich als Mann oder Frau zu fühlen oder zu verhalten. Was nicht heißt, dass du dich nicht so fühlen kannst. Was aber bedeutet, dass man von außen nicht beurteilen kann, wie derjenige sich fühlt. Und damit kannst du nicht beurteilen, ob derjenige jetzt (innerlich) Mann ist, oder nicht.
Da lies mal meine Posts durch wie oft das bei mir schon deutlichst raus kam, dass ich dafür was tun musste, was ich nicht wollte.
Dann bist du ja vielleicht in der Lage, dir vorzustellen, wie sich dieser Mann gefühlt haben muss.
Du redest von "pervers" und von "ekelig" und dass du mit solchen Menschen nichts zu tun haben möchtest.
Wieso soll ich das nicht dürfen, wenn Andere frei sind ebenso wertend von "och wie schöööön" zu reden? Es ist halt meine Meinung und da habe ich genauso ein freies Recht drauf, was man auch einfach akzeptieren kann, statt mich missionieren zu wollen.
Das ist doch genau das, was dich an deiner Mutter aufregt. Das ist doch auch bloß ihre Meinung (bzw. die von ihrem Lebensgefährten), dass du "pervers" seist. Aber darüber regst du dich auf. Wenn du andere Menschen abwertend bezeichnest, dann ist das okay?
Ich habe auch nichts gegen TGs, sie sollen sich nur als das bezeichnen, was sie sind.
Und du bist diejenige, die entscheiden kann, was sie sind? Bis jetzt hast du mir nur bestätigt, dass der Mensch das nur selber fühlen kann und das von außen aber nicht entscheidbar ist.
Sondern, dass er für mich nicht soweit ist, dass er soweit machbar quasi-cis ist, wie ich es bin, und dass er deshalb ganz andere Transitionsziele hat, was uns unterscheidet und was diagnostisch greifbar ist.
Nur welche Aussage soll damit verknüpft sein? Das an sich, sagt ja nichts darüber aus, als was der Mensch sich empfindet.
Erstens tue ich das nicht, siehe oben, sondern es geht darum, wie Diagnostik und Medizin sicherer diagnostizieren und behandeln können, damit es weniger statt mehr Rückkehrer gibt.
Erst redest du von "ekelig" und "pervers" und dann sagst du, es geht um medizinische Diagnose? Du wirst mir vielleicht nachsehen, dass ich da jetzt nicht so ganz den Zusammenhang sehe.
Ich sehe hier zwei Punkt, die konsequent durcheinander geworfen werden, aber eigentlich relativ unabhängig sind (m.M.n). Die eine Frage ist: "Wer bekommt und möchte welche medizinische Behandlung?" Die andere Frage ist: "Wen behandle ich als Mann und wen als Frau?". Wenn ich diese beiden Fragen gleichzeitig beantworten will, dann behandle ich einen Menschen nur in dem von ihm empfundenen Geschlecht, wenn er eine GA-OP möchte. Das Bundesverfassungs Gericht hat entschieden, dass für die PA kein OP mehr gefordert werden darf.
Das Urteil verweist darauf, dass das Bundesverfassungsgericht schon in seiner Entscheidung vom 6. Dezember 2005 festgestellt habe, dass das Transsexuellengesetz nicht dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand entspricht. Es könne "nicht mehr davon ausgegangen werden, dass das Vorliegen ernsthaft und unumstößlich empfundener Transsexualität allein daran festgestellt werden kann, dass der Betroffene mit allen Mitteln bestrebt ist, seine Geschlechtsorgane und -merkmale als Irrtum der Natur durch operative Geschlechtsumwandlung zu korrigieren".
(Quelle (http://www.sueddeutsche.de/politik/verfassungsgericht-kippt-transsexuellengesetz-das-gefuehlte-geschlecht-1.1052344))
Rechtlich gesehen ist also die Frage ob du Mann oder Frau bist, unabhängig davon, ob du eine OP willst oder nicht. Und dass das Gericht gesagt hat, dass diese Forderung gegen die Verfassung verstoßen hat, zeigt, wie menschenunwürdig diese Forderung ist.
Die ICD-10 ist dafür da, zu entscheiden, wer medizinische Maßnahmen bekommt und wer nicht. Dafür ist sie auch geeignet. Die Frage aber, wen wir als Mann und wen als Frau behandeln, möchte ich nicht daran fest machen. Die Frage nach Geschlecht ist halt größer, als die Frage, ob mit Zipfelchen oder ohne. Und wie ich mich fühle, kann nur ich entscheiden.
Wenn mal also die Frage nach ICD-10 stellt, kann man nur die Medizinische Seite abhandeln. Aber die Frage nach "normal" oder nicht, eben nicht. Oder anders gesagt: Wie es bei mir in der Hose aussieht, sehen 99% der Leute mit denen ich täglich zu tun habe nicht. Warum sollte es einen Einfluss darauf haben, wie die Leute mich behandeln? (Z.b. wenn das übrige Passing in Ordnung ist.)
Liebe Grüße,
Hannah
-
Das was ich anzweifle ist, dass du klar definieren kannst, was es heißt, sich als Mann oder Frau zu fühlen oder zu verhalten. Was nicht heißt, dass du dich nicht so fühlen kannst. Was aber bedeutet, dass man von außen nicht beurteilen kann, wie derjenige sich fühlt. Und damit kannst du nicht beurteilen, ob derjenige jetzt (innerlich) Mann ist, oder nicht.
Ich rede nicht davon, dass ich schwangeren Männern ihren Geschlechtertitel aberkennen will, das tut wenn das Gericht (und ich persönlich wäre dafür, solange wir überhaupt zwischen Mann und Frau gesellschaftlich und juristisch unterscheiden, so wie beide traditionell vokabulär definiert sind). Ich rede davon, wen *ich* für mich als Mann und Frau ansehe, wohl bemerkt unter dem Wissensstand, wie viel man angleichen kann, wenn man nur will, und ich wollte und habe. Und wen ich als solches akzeptiere ist nun wirklich meine Sache und ändert sich nicht.
Das ist doch genau das, was dich an deiner Mutter aufregt. Das ist doch auch bloß ihre Meinung (bzw. die von ihrem Lebensgefährten), dass du "pervers" seist. Aber darüber regst du dich auf. Wenn du andere Menschen abwertend bezeichnest, dann ist das okay?
Nein, Mutter damals und ich heute sind da eine ganz andere Baustelle!!! Wenn ich heute sage, dass ich wen mit schwangeren Eingeweiden nicht voll als Mann ansehe, ich für mich, dann tue ich das basierend auf 4 Jahren Wissen um medizinische Angleichungsmöglichkeiten, TSG und Co und noch mehr aus 4 Jahren Insiderwissen über die Machbarkeit von Transition bis zum bitteren Ende. Da ist niemand unterwegs, der öffentlich schwanger sein muss, weil die Medizin weiblich falsche Eingeweide nicht reguliert kriegen würde, sondern, weil bewusst auf "gender bender" gemacht und damit Öffentlichkeitsarbeit betrieben wurde, erstes davon kotzt mich an (denn für mich haben die Begriffe Mann und Frau noch Aussage) und letzteres ist selbst so gewollt (denn auch wenn Medien da unangefragt erschienen sein sollten, muss man nicht bereitwillig ein Interview geben. Das ist eine Notlüge, weil das Echo in der "Szene" es scheinbar gar nicht so hip findet, wie gehofft. Wenn da wer unangefragt Auskunft will, macht man die Tür nicht auf, basta).
Mutter hatte damals nichts als gesellschaftlich mediale Vorurteile und gender bender Quotenmache à la schwangere Männer und Dschugelcamp-Transen als "Wissensgrundlage" um auf ihre Meinung zu kommen. Jetzt nach 4 Jahren, wo da eine funktionierende und recht ansehnliche Tochter vor ihr steht, hat sie da auch eine viel differenziertere Meinung. Dass unterwegs viel schief gegangen ist, liegt an ihrer Depri und einem verhinderten Heiratsschwindler, der das ausgenutzt hat. Bezeichne mich *heute* in ihrer Gegenwart als "noch ein Lorenzo" und sie wird dir was erzählen.
Erst redest du von "ekelig" und "pervers" und dann sagst du, es geht um medizinische Diagnose? Du wirst mir vielleicht nachsehen, dass ich da jetzt nicht so ganz den Zusammenhang sehe.
Wo ist da der Widerspruch? Nur, weil ich wissenschaftlich zu denken versuche, schützt mich das ja nicht davor, auch mit eigenen Meinungen und Gefühlen subjektiv behaftet zu sein. Genauso, wie ein Psychologe selber 100 Patienten als depressiv diagnostizieren und heilen kann, und dabei selber depressiv werden kann. Wüsste nicht, dass ich mich irgendwo als unfehlbar hingestellt hätte, und Löcher in den Händen habe ich auch nicht.
Die ICD-10 ist dafür da, zu entscheiden, wer medizinische Maßnahmen bekommt und wer nicht. Dafür ist sie auch geeignet. Die Frage aber, wen wir als Mann und wen als Frau behandeln, möchte ich nicht daran fest machen. Die Frage nach Geschlecht ist halt größer, als die Frage, ob mit Zipfelchen oder ohne. Und wie ich mich fühle, kann nur ich entscheiden.
Wie du sagtest, bei der ganzen Diskussion gehen geflissentlich mehrere Problemkreise durcheinander. Das ICD10 regelt medizinische Fragen, für juristische Fragen ist das TSG zuständig, Gesellschaft ist ein Sammelsurium als 82,5 Millionen Vorurteilen. Was alles noch nichts mit Identität zu tun hat, das ist jeder für sich. Und genau darum, dass jeder die finden kann, soll es gehen. Dadurch, immer mehr Grenzen aufzuweichen, schafft man das aber eben nicht. Transition ist NICHT "ändern durch abschaffen von Grenzen" sondern "Grenzen erkennen und dann bewusst das Lager wechseln".
Wenn mal also die Frage nach ICD-10 stellt, kann man nur die Medizinische Seite abhandeln. Aber die Frage nach "normal" oder nicht, eben nicht.
Es gibt grundsätzlich wissenschaftlich kein "normal" !! sondern nur "statistisches Mittel". Was 95% der Fälle stimmt, gilt erst einmal als richtig. Denmach haben Frauen eine Vagina und Männer einen Penis, denn Transsexualität hat selbst inklusive dem ganzen gender bender Unfug eine Penetranzrate von <0,5% der Bevölkerung. Daher ist Transsexualität "nicht normal". "Normal" ist aber medizinisch noch aus einem anderen Grund problematisch: Würdest du es als diagnosewürdig ansehen, rein medizinisch betrachtet, wenn ein Proband einen Gehirnparasit hat? Meine spontane Denkweise als Otto Normalo wäre da "ja klar". Fakt ist aber, dass geschätzte 55-80% der Deutschen mit Toxoplasma gondii infiziert sind oder schon einmal waren, und kaum wer im Land weiß, dass es das Tierchen überhaupt gibt. Also ist es scheinbar mehrheitlich normal, einen Gehirnparasit spazieren zu tragen und niemand stört es.
Wie es bei mir in der Hose aussieht, sehen 99% der Leute mit denen ich täglich zu tun habe nicht. Warum sollte es einen Einfluss darauf haben, wie die Leute mich behandeln? (Z.b. wenn das übrige Passing in Ordnung ist.)
Geht soweit niemand was an, stört deine Fremdwahrnehmung als Frau angezogen (und so läuft man ja draußen rum) nicht die Bohne, hat mit Passing deshalb nichts zu tun. Wenn es deine Eigenwahrnehmung nicht stört (dennoch hast auch du bei der Frage nach Suporn und Kosten gezuckt ;)), dann ist das gut und dann lass die OP weg, wenn es nicht genug stört, lohnt es den Aufwand, Schmerzen und das Risiko nicht.
Trotzdem die Frage: Erstens, tickst du dann anders als ich? Ja, denn für mich war der Drang da unten zu ändern ja scheinbar viel größer. Zweitens, warum musst du (will es aber nicht auf dich Münzen, allgemein) auf den Geschlechtertitel bestehen? Weil der ja nun mal NUR an Zipfel oder nicht festgemacht wird. So ist die gesellschaftliche Konvention nach der Geburt auch, und NIEMAND kommt auf die Idee, daran zu rütteln oder zu sagen wir sind besser nur noch "Mensch Ulrike" und "Mensch Peter" statt "Herr/Frau...." Ich wäre sofort dafür, habe ich mehrfach gesagt. Auch dafür, dass beide Geschlechter juristisch endlich nach dem Motto "alle sind gleich" behandelt werden. Aber solange es beide Geschlechter gibt, erst recht mit juristischen Konsequenzen verknüpft, bin ich gegen sowas. Titelabschaffung von mir aus sofort, aber Titelaufweichung mit mir nicht. Und daher habe ich zwar wechseln müssen, aber ich habe das auf Eindeutigkeit hin getan, juristisch, damit gesellschaftlich, körperlich und damit für meine Identität.
-
Ich finde es auch nicht gut ich denke da aber an das Kind genau so finde ich es nicht gut wenn 2 Schwule oder 2 Lesben Kinder adoptieren.
Das Kind ist am ende das was damit klar kommen muss und sich jeden Tag dumme Sprüche in der Schule usw anhören muss.
Es muss sich ständig erklären wenn gefragt wird wie die Eltern heissen oder so.
Jeder soll sein Leben leben keine Frage aber bitte auch dabei an die unschuldigen denken und nicht so egoistisch sein um seinen Willen durchzusetzen.
Man kann eben nicht alles haben und für manch einen Traum muss man auch Opfer geben.
Hoffe ihr versteht mich nicht falsch
Liebe Grüsse
Nicole
-
Ich finde es auch nicht gut ich denke da aber an das Kind genau so finde ich es nicht gut wenn 2 Schwule oder 2 Lesben Kinder adoptieren.
Das Kind ist am ende das was damit klar kommen muss und sich jeden Tag dumme Sprüche in der Schule usw anhören muss.
Es muss sich ständig erklären wenn gefragt wird wie die Eltern heissen oder so.
Jeder soll sein Leben leben keine Frage aber bitte auch dabei an die unschuldigen denken und nicht so egoistisch sein um seinen Willen durchzusetzen.
Man kann eben nicht alles haben und für manch einen Traum muss man auch Opfer geben.
Hoffe ihr versteht mich nicht falsch
ich weiß nicht, was ich daran "Nicht falsch verstehen" soll, aber keiner kann sich seine eltern aussuchen und regenbogenfamilienkinder wachsen (studien zufolge) nicht schlechter auf als heterofamilienkinder.
bloß weil teile der gesellschaft es nicht akzeptieren wolllen, heißt es nicht, dass das falsch ist!
-
...
Das Kind ist am ende das was damit klar kommen muss und sich jeden Tag dumme Sprüche in der Schule usw anhören muss.
...
Genau das ist doch eigentlich der Punkt, den ich u.a. versucht habe klar zu machen. Zu viele Leute sind zu sehr darauf bedacht, was die anderen sagen könnten. Hier fehlt es einfach an Toleranz und Akzeptanz in der Gesellschaft. Und je mehr Leute so verbohrt sind, desto intoleranter wird die Gesellschaft.
Es ist übrigens seltsam, dass sich alle Welt immer einen Kopf darum macht, wie die Kinder damit klar kommen sollen. Das Überraschende ist nämlich, dass die Kinder selbst das normalerweise alles ganz locker sehen, weil sie von der Gesellschaft noch nicht so "vergiftet" sind. Sie nehmen einen Umstand einfach als gegeben, ja sogar als normal, wo Erwachsene anfangen, alles zu problematisieren. Würden Erwachsene nicht alles problematisieren und die Kinder einfach tolerant aufziehen, hätten die Kinder weniger Probleme, egal um welche Thematik es geht.
Das Dilemma fängt da an, wo wir uns einen Kopf darüber machen, was andere denken könnten. Warum leben wir nicht einfach unser Leben und lassen andere ihres führen?
Schwule und Lesben sind sicher keine schlechteren Eltern. Gibt ja bereits jetzt genug positive Beispiele. Und wenn Eltern ihre Kinder tolerant erziehen, dann werden andere Kinder auch nicht darunter zu leiden haben.
Das Leid entsteht nicht durch die Kinder, und auch nicht durch die ungewöhnlichen Eltern, sondern durch die intolerante Gesellschaft, die alles immer in irgendwelche Schablonen pressen will. Wir vergiften unsere Kinder! Wann beginnen wir das zu verstehen?
Kevin und Justin z.B. (um mal als Beispiel Namen zu nennen) haben in der Schule sicherlich nicht deswegen Ärger, weil sie so heißen, sondern weil manche Eltern diese Namen als "unmöglich" eingestuft haben und das nun fröhlich in der Öffentlichkeit propagieren. Kinder schnappen es auf, ahmen nach und schon sind Kevin und Justin "unten durch", nur weil sie nicht Markus oder Stefan heißen, so wie sich das für einen "echten" Deutschen gehört! ;)
Intoleranz... das ist der Grund, warum es immer solch ein Kampf ist, Außenseiter wie z.B. Transsexuelle zu etablieren!
Liebe Grüße,
Berengar
-
Das Leid entsteht nicht durch die Kinder, und auch nicht durch die ungewöhnlichen Eltern, sondern durch die intolerante Gesellschaft, die alles immer in irgendwelche Schablonen pressen will. Wir vergiften unsere Kinder! Wann beginnen wir das zu verstehen?
Intoleranz... das ist der Grund, warum es immer solch ein Kampf ist, Außenseiter wie z.B. Transsexuelle zu etablieren!
So ist es.
Erstens, tickst du dann anders als ich? Ja, denn für mich war der Drang da unten zu ändern ja scheinbar viel größer. Zweitens, warum musst du (will es aber nicht auf dich Münzen, allgemein) auf den Geschlechtertitel bestehen? Weil der ja nun mal NUR an Zipfel oder nicht festgemacht wird. So ist die gesellschaftliche Konvention nach der Geburt auch, und NIEMAND kommt auf die Idee, daran zu rütteln
Doch, ich komme auf die Idee. Das Geschlecht ist NUR (um dieselbe Hervorhebung zu nutzen) von der Gehirnstruktur abhängig. Nicht der "Zipfel" macht die geschlechtliche Aktivität, sondern die Nervenzellen im Gehirn tun es, die ihn ansteuern. Also ist der "Zipfel" entgegen aller gesellschaftlicher Konvention irrelevant. Besonders, wenn Du das als Biologin betrachtest.
Es gibt genug Mißbildungen, wo Du nicht einmal weißt, ob da nun ein "Zipfel" ist oder nicht. Aber wenn Du den Menschen fragst, wirst Du eine Antwort bekommen.
Ich ticke auch anders, nicht nur Hannah. Für mich stand der Adamsapfel an oberster Priorität, weil man den sieht. Deswegen habe ich diese Operation als erstes machen lassen. Trotzdem zweifele ich niemandes Transsexualität an, der es anders macht oder dort gar keine Operation vornehmen lassen will.
Mihi
P.S.: Gerade Transfrauen sollten den Mund halten, wenn es um schwangere Transmänner geht. Ein wirklich nicht zu vernachlässigender Anteil von ihnen macht Kinder nach der Art ihres Ausgangsgeschlechts, bevor sie den Weg der Transsexualität gehen. Daß Transmänner im Durchschnitt schneller begreifen als Transfrauen, kann man ihnen nicht vorwerfen.
-
Ihr könnt hier 1000x von Toleranz faseln, genau durch tolerant sein aufs blinde Geratewohl erzeugt man eben KEINE Gegentoleranz, sondern man signalisiert Schwäche und "gemocht werden wollen". Und egal, wie sehr mich hier einige gerne umerziehen würden, es wird nicht klappen, denn das hat nicht einmal mein eigener falscher Körper geschafft.
Darüber hinaus bin ich 99% bei dem, was Nicole sagt. Wer auch nur die Bohne verstanden hat, was Fürsorge für sein Kind ist, der denkt eben nicht nur an seinen Trieb, sondern auch an das Kind, denn ja, das ist das, was den Unsinn erklären soll, wenn es später angepöbelt wird.
Und auch ja dazu, dass man nicht alles haben kann. Ich hatte doch die ultimativ FREIE Wahl zwischen "mit männlichem Sperma rumsauen" und "Frau werden so gut geht", und ich hatte mich doch dazwischen FREI entschieden. Also stehe ich dazu, zumal ich nicht zu denen gehöre, die erstmal rumtransitionieren ausprobieren tun, bevor sie aufhören, sich selber zu belügen und andere zuzuheulen. Warum habe ich denn kein Sperma einfrieren lassen? Obwohl ich gerne auch eventuell Kinder haben würde...? Einfach, weil wenn, dann will ich die als Frau kriegen. Geht nicht, also Klöten Mülltonne. Könnte ich ja eh nur was mit anfangen, wenn ich eine Biofrau als Partnerin hätte. Die dann mit männlichen Sperma im Reagenzglas zuzubesudeln, ist für mich höchstgradig abartig. Und das ist, bevor wieder Missionare ihr Glück versuchen, MEINE Meinung und die kann ich sehen, wie ich will. Mich für mich würde das zum Vater machen, der keiner ist, das Kind müsste erklären, dass es eine Mutter als Vater hat, die mal kein Mann war, das ist dem Kind gegenüber das ALLERletzte. Mir selbst kommt bei dem Gedanken schon die Kotze rauf, was soll ich das also einem Kind antun? Zumal ich davon ausgehe, dass Transsexualität latent vererbbar ist, und ich mit dem Wissen um mein Transleid müsste mich SCHÄMEN, dann noch den Genpool zu verseuchen.
Wie gesagt, ich rede davon, dass die Leute sich in der Betroffenheit unterscheiden auf Grund des Leidensdrucks, den sie haben. MEINER war so groß, dass ich meiner Krankheit nur dann so weh tue wie sie mir, indem ich sie unrepliziert mit ins Grab nehme. Wer da anders denkt, der tickt nicht wie ich. Sage ich die ganze Zeit, das und nicht mehr als das.
Oh, und Julian...
bevor du weiter Unsinn verbreitest wie Bauchhöhlenschwangerschaften, und dann auch noch Leute auf Grund deiner eigenen Engstirnigkeit als "fixiert" bezeichnest, informiere ich mal gefälligst, was ein Psychologe unter einer Fixation versteht. Meiner was Anderes als du.
-
Ihr könnt hier 1000x von Toleranz faseln, genau durch tolerant sein aufs blinde Geratewohl erzeugt man eben KEINE Gegentoleranz, sondern man signalisiert Schwäche und "gemocht werden wollen".
Nix für ungut, Gollum, aber das sehe ich definitiv anders. ;)
Es geht nicht um Toleranz aufs blinde Geratewohl, sondern um Toleranz dort, wo sie angebracht ist. Und diese Toleranz von der Gesellschaft einzufordern ist m.E. überhaupt kein Zeichen von Schwäche, sondern erfordert im Gegenteil jede Menge Stärke, denn MIT dem Strom schwimmen kann JEDER, aber stell dich mal mit voller Überzeugung gegen etwas, was der Norm entspricht. Das ist nichts für schwache Nerven! So sehe ich's. =)
Bevor man nämlich toleriert/akzeptiert wird, wird man erstmal ordentlich (gesellschaftlich) geprügelt, und dafür muss man stark sein. Jemand, der nur gern gemocht werden will, geht da sicherlich den Weg des geringeren Widerstandes und fügt sich.
Allerdings geht es hier aber nicht um gemocht werden oder nicht gemocht werden, es geht darum, dass andere Lebenseinstellungen per se genauso eine Akzeptanz finden sollen, wie solche, die der Norm entsprechen. Das ist ein großer Unterschied! ;)
-
diese Toleranz von der Gesellschaft einzufordern
Genau da liegt der Denkfehler bei so vielen Betroffenen. Erstens kannst du nichts von wem fordern, der (wie die "Gesellschaft" allgemein) einfach nichts in der Birne hat. Zweitens löst man das Problem nicht durch fordern, denn man hat nichts zu fordern. Mit Toleranz in Vorleistung zu gehen, um dann Gegentoleranz zu kriegen, ist also reine Zeit- und Energieverschwendung. Den Ansatz "ich bin trans, ich bin normal, ich bin ja so niedlich" hat Lorielle auch schon versucht. Das Einzige, was man damit erreicht da draußen ist, dass man in die Kakerlaken-Prüfung gevotet wird.
Man löst das Problem "trans" nicht dadurch, dass man Toleranz fordert à la "man sieht es, aber ihr habt gefälligst wegzusehen, denn sonst bin ich beleidigt und schreie ganz laut", sondern einzig und alleine durch Passing. Nur dann, wenn niemand mehr was merkt, sind alle tolerant, weil sie ja gar keine Erlaubnis zur Intoleranz merken.
Ich habe mein Problem auch über Passing gelöst, nicht etwa dadurch, dass ich Mutters Exfreund mit Toleranz à la "ich finde es mal gut, dass du mich sexuell belästigst und damit ein Straftäter bist, damit du meine Stoffbrüste bis zur OP nicht mehr beleidigst". Also habe ich lieber am Passing gearbeitet und den Umgang rigoros beendet. Vor ein paar Wochen dann stand "Sus scrofa" (zoologischer Artname für "Schwein") dann an der Nachbarkasse vom Lidl neben mir in der Schlange. Mir ist das Herz in die Hose runter, der Mageninhalt dafür hoch, aber erkannt hat der Frauenschänder mich nicht. So löst man das Problem, nicht dadurch, dass ich ihn und die anderen wartenden Gäste zu einer spontanen Gesprächsrunde über Transfrauen hinter dem Kassenbereich einlade.
Du siehst doch, dass du nichts einfordern kannst. Da draußen nicht. Und nicht einmal hier drinnen bei mir, denn auch bei mir gibt es Toleranz als Gegenleistung für Passing. Mit den einzigen beiden Unterschieden zu da draußen, dass wir gegenseitig vom Schicksal wissen, ohne uns gegenseitig auf der Straße entgegenkommend dafür erkannt haben zu müssen, und, dass ich bei Leuten am Anfang oder auf dem Weg drauf aus meinem Transitionswissen heraus begründet massive Abstriche zugestehe. Wer am Anfang ist, hat bei mir erst einmal inhaltliche wie optische Narrenfreiheit. Je weiter wer ist, desto höher lege ich meine Messlatte, was ich an Passing und Insiderwissen erwarte. Wenn wer meint "ich bin so gut, niemand sieht und hört mehr was", lege ich den Maßstab an, den die Intoleranz da draußen an mich anlegt, und dann würde ich (allerdings ohne Pöbelei) sehr deutlich sagen "du sorry, du klingst noch immer nach Kerl, egal, wie sehr du die Stimme verstellst, also tue was dagegen, und dann lass dir mal den Bart wegmachen, ich bin nicht blind, etc...."
Du sagst ja selber, da du mich in echt kennst, dass du bei mir keinen Verdacht hättest. Ich selber allerdings könnte dir spontan 5, mit kurz denken auch sicher 10 Sachen sagen, woran man meine Altlastgeschichte noch erahnen kann, wenn Leute nur genau genug hinsehen. Dennoch habe ich seit über 9 Monaten keinen dummen Spruch mehr über mich wahrgenommen (und so hoch, wie der Spaß am Erwischt-Faktor ist, liegt das nicht an Toleranz, sondern an nichts mehr merken). Trotzdem könnte es wieder passieren, und wenn, liegt das NUR an mir und nicht am Gegenüber. Ich weiß also, dass man in 3-4 Jahren soweit kommen kann, dass man "da draußen" von der Toleranzpflicht erlösen kann, indem das Passing stimmt. Und dann hat man auch keine Probleme mehr und die Sache macht Spaß.
Außerdem wollte doch jede/r von uns hier normal Mann/Frau sein. Weshalb also nicht einfach seinem eigenen Wunsch gegenüber Wort halten und dafür sorgen, dass es so ist, als da rumzulamentieren, wer wo wegzusehen hat? Stattdessen müssen sich die, die es vernünftig genug gemacht haben, um als normal durchzugehen, selbst hier als "normal fixiert", "OP fixiert" oder "Jüngerin" beschimpfen lassen. Noch Fragen, warum ich bestimmten Lachnummern gegenüber selbst hier nicht tolerant bin?
-
Das würde heißen, deine Strategie ist verstecken. So lese ich es zumindest aus deinen Zeilen heraus.
Haben sich die Schwarzen versteckt, um aus der Sklaverei zu kommen? Haben sich die Homosexuellen versteckt, um anerkannt zu werden? Bringt es etwas, das Thema "Trans*" einfach totzuschweigen, weil die da draußen eh nicht kapieren?
Ganz ehrlich, m.E. machst du es dir da zu einfach. Aber gut, es ist deine Meinung, wir kommen da nicht auf einen Nenner. Ist für mich OK. Ich will niemanden verbiegen, sondern lediglich anregen, es auch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. ;)
Zudem muss ich aber mal anmerken, Gollum, dass du Sachen durcheinander wirfst, die miteinander nichts zu tun haben, wodurch du an einigen Stellen zu Unsachlichkeit neigst. Warum führst du in diesem Zuge deinen Missbrauch auf? Wer bitte würde denn Toleranz für Missbrauch fordern? Ich sagte ja bereits, Toleranz dort, wo sie angebracht ist! Nicht blinde Toleranz, davon halte ich selber auch nichts! :so_nicht:
Und nebenbei bemerkt: wenn man nie etwas fordert, dann wird man es auch nie bekommen! Ist eines der wichtigsten gesellschaftlichen "Naturgesetze", sonst gäbe es keine Lobby-Arbeit. Aber es geht eben nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess, der seine Zeit braucht. Immer!
Und dieser Prozess verlangt in aller erster Linie Aufklärung. Durch Aufklärung schafft man Akzeptanz. Ach, der Schwarze ist ja auch nur ein Mensch. Ach, die Homosexuellen spinnen ja gar nicht. Dieser Aha-Effekt muss eintreten, dann klappt es auch mit der Toleranz. Und da sich die Situation der Schwarzen und der Homosexuellen "in letzter Zeit" verbessert hat, ist davon auszugehen, dass da irgend jemand hart dran gearbeitet hat. Das kommt nicht von alleine, nicht vom totschweigen und nicht durch verstecken.
Und wenn da eine Lorielle, oder wie immer sie heißen mag, einen auf Paradiesvogel macht, dann merken das auch irgendwann die Normalos, dass Lorielle eben nicht das Maß aller Dinge ist. Das ist alles, was ich mit meinen Worten sagen will.
..."man sieht es, aber ihr habt gefälligst wegzusehen, denn sonst bin ich beleidigt und schreie ganz laut"
Also ganz ehrlich... das ist kein fordern nach Toleranz, sondern kindisch. Ich finde, du überziehst es manchmal einfach auch etwas. Versuch doch mal, es sachlicher zu betrachten und auch sachlicher zu bleiben.
Zudem wird keiner ernst genommen, wenn er herum schreit, also würde ich das sicherlich nicht tun. Ich würde mich mit meinem Gegenüber einfach sachlich auseinander setzen. Irgendwann merkt der: "och, der is ja eigentlich ganz normal". DAS schafft Akzeptanz! Und genau davon rede ich. Aber das ist eben ein harter, langer und vor allem unbequemer Weg!
Wenn man Toleranz und Akzeptanz will, muss man etwas dafür tun. Sicherlich gehört dazu auch, dass man sich über seine Erscheinung Gedanken macht, aber das kann es alleine nun wirklich nicht sein, bei aller Liebe, das reicht nicht.
DU hast dein Problem über Passing gelöst, also über Verstecken. ;) Ist auch absolut und vollkommen OK. Ich will dich persönlich da gar nicht angreifen, denn das würden die meisten genauso tun, einschließlich mir. ;)
Aber mehr Toleranz bringt das alleine niemandem ein, weil die Problematik, wenn jeder es ausschließlich so machte wie du, einfach totgeschwiegen würde. Da kann es langfristig keine Verbesserung geben. Der Dialog muss also irgendwo her. Es geht hier aber auch nicht um Individuallösungen, sondern um eine breite Lösung, wie man die Situation Transsexueller verbessern kann. Und die besteht für mich eben nicht darin, dass wir uns nur verstecken, sondern eben auch aufklären und Toleranz fordern, solange wir nicht anderer Leute Gesundheit oder Leben damit bedrohen. Und wer Toleranz fordert, der müsste eben auch selbst ein Stück weit tolerant sein. ;)
So, jeder hat halt seine Meinung, das ist wie gesagt vollkommen OK. Ich will hier niemanden bekehren, bin kein Christ. :P
Und jetzt schmeiß ich ne Runde... Prost! :prost:
Liebe Grüße,
Berengar
-
Hallo,
@Berengar: Ich fand deine letzten beiden Beiträge sehr gut. Stimme dir voll und ganz zu. Ich persönlich würde zwar nicht nicht meinen Kopf in der Öffentlichkeit her halten wollen, um für mehr Toleranz zu werben, aber jeder der das tut, hat meinen vollsten Respekt. Was mich an das folgende Zitat erinnert.
The reasonable man adapts himself to the world; the unreasonable one persists in trying to adapt the world to himself. Therefore all progress depends on the unreasonable man. -- George Bernard Shaw
zu Deutsch:
Der vernünftige Mensch passt sich der Welt an; der unvernünftige besteht auf dem Versuch , die Welt sich anzupassen. Deshalb hängt aller Fortschritt vom unvernünfigen Menschen ab. -- George Bernard Shaw
@Alle: Das passt übrigens auch zu dem Thema "Kinder von LGBT-Familien". Gegen solche Familien werden ja gerne zwei Pseudo-Argumente ins Feld geführt. Das eine ist, dass ein Kind nur in der "Dualität von Mann und Frau" (was auch immer das sein soll) gut aufwachsen könne. Und das andere ist, dass das Kind ja in der Schule gehänselt werden würde. Dass das keine wirklichen Argumente sind, sieht man recht leicht daran, dass man dann auch alleinerziehenden Eltern sofort die Kinder wegnehmen müsste. Und zum anderen, dass man dann armen Eltern auch verbieten müsste, Kinder zu kriegen, denn die werden ohne Markenklamotten oder wenn das Geld für die Klassenfahrt fehlt, auch in der Schule gehänselt. Wenn es aber mehr LGBT-Familien gibt, so kommt auch die Toleranz und vielleicht sogar die Akzeptanz mit der Zeit. Und das würde die Situation für Alle verbessern.
@Gollum: Du hast meine Frage danach welche Definition von TS du verwendest immer noch nicht beantworten können. Für eine, die sich selbst gerne als Naturwissenschaftlerin bezeichnet und groß von "TS per Definition" redet, ist das ganz schön erbärmlich. Aber du hast es ja geschafft, mittlerweile Farbe zu bekennen:
Und nicht einmal hier drinnen bei mir, denn auch bei mir gibt es Toleranz als Gegenleistung für Passing.
Für dich sind richtige TS nur die, die Passing um jeden Preis wollen. Und damit disqualifizierst du dich in jeder Hinsicht für die Beschreibung "tolerant". Toleranz (https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz) ist das Geltenlassen von anderen Überzeugungen. Du hingegen akzeptierst nur deine eigene Meinung und die, die genauso sind wie du. Und das ist Intoleranz à la "Elite" in Perfektion. Aber du hast mir die Reaktion hierauf ja schon auf die Zunge gelegt.
[Du kannst] nichts von wem fordern, [...] der einfach nichts in der Birne hat.
Darum werde ich auch nicht weiter auf der Definition von TS herum reiten, denn ich weiß ja jetzt, wo man dich einordnen kann. Um den Kategorischen Imperativ von Kant zu verstehen, benötigt es halt eine gewisse soziale Intelligenz. Und um an mein obiges Zitat anzuschließen: Den Status quo als Begründung für sein Handeln heran zu ziehen bringt die Gesellschaft an sich nun einmal nicht nach Vorne.
@Alle: Warum kümmert mich der ganze Kram hier überhaupt? Dafür hat die bisherige Diskussion mir auch ein nettes Beispiel geliefert. Gerade die recht bewegenden Fälle der Eltern, die sich hier in letzter Zeit angemeldet haben, haben gezeigt, wie sehr TS auch ein Problem mit der Selbstfindung ist. Wie sehr man innerlich von A nach B und wieder zurück gerissen sein kann. Und wie sehr es einen auch innerlich zerreißen kann, bevor man dann irgendwann zu einer Entscheidung kommt.
Ich hatte die folgende rhetorische Frage gestellt und auch eine Antwort bekommen.
Wie es bei mir in der Hose aussieht, sehen 99% der Leute mit denen ich täglich zu tun habe nicht. Warum sollte es einen Einfluss darauf haben, wie die Leute mich behandeln? [...]
Geht soweit niemand was an, stört deine Fremdwahrnehmung als Frau angezogen [...] nicht die Bohne, hat mit Passing deshalb nichts zu tun. Wenn es deine Eigenwahrnehmung nicht stört [...], dann ist das gut und dann lass die OP weg, wenn es nicht genug stört, lohnt es den Aufwand, Schmerzen und das Risiko nicht. Trotzdem die Frage: Erstens, tickst du dann anders als ich? Ja, denn für mich war der Drang da unten zu ändern ja scheinbar viel größer. Zweitens, warum musst du (will es aber nicht auf dich Münzen, allgemein) auf den Geschlechtertitel bestehen?
Also was ist hier passiert? Ich habe die Gewichtigkeit der GA-OP angesprochen und zwar im Bezug darauf, wie die Allgemeinheit mit Transsexuellen umgeht. Als erste Reaktion darauf wird dort hinein interpretiert, wie wichtig mir persönlich die OP ist. (Was zu keinem Zeitpunkt Teil der Aussage war.) Und als nächste Reaktion darauf kommt direkt ein: "Dann hast du es aber auch nicht verdient, mit Frau angesprochen zu werden." (Eine Aussage, die so von Intoleranz strotzt, dass ich da nun nicht weiter drauf eingehen werde.)
Ich bin unter anderem in diesem Forum angemeldet, weil ich durchaus gerne ein paar persönliche Dinge ansprechen würde. Allerdings ist mir das nicht möglich, in einer Atmosphäre, in der man jederzeit von der Gollum/Elite-Fraktion in die "ekelige" und "perverse" TG-Ecke geschoben wird. Wobei dann auch noch gerne zusätzlich behauptet wird, dass die TG ja daran Schuld sind, dass es den "richtigen" TS schlecht geht. In diesem Klima sehe ich keine Möglichkeit, dass ein Austausch statt findet, der den angemeldeten Personen bei der Selbstfindung hilft. Und das finde ich sehr schade.
Liebe Grüße,
Hannah
P.S.: Die Diskussion hat mir auch gezeigt, dass hier auch viele offene und tolerante Personen anwesend sind, deren Beiträge mir persönlich auch den einen oder anderen Denkanstoß gegeben haben. Das möchte ich nicht unter den Tisch fallen lassen.
-
Und nein, der Fortschritt ist nicht, Geschlechtergrenzen zu pervertieren, sondern der wahre Fortschritt ist doch wohl der, dass jede/r mit unserem Geburtsdefekt das volle juristische und medizinische Rüstzeug an der Hand hat, um seinen Traum wahr zu machen.
weißt du, das ziel ist beides. es gibt menschen wie dich und es gibt genderqueere und transgender, die einfach irgendwo dazwischen leben wollen. damit meine ich nicht lorielle oder sonstwen, sondern mehrere freunde von mir, die garantiert nicht auffallen und das auch gar nicht wollen. sie wollen auch keine perversion (was ja eigentlich auch nur verneinung bedeutet), sondern als unklares geschlecht anerkannt sein.
und die erfüllung eines anderen lebensbedürfnisses nimmt dir erstmal nichts weg.
und du kannst einzelne menschen nicht für eine generell intolerante gesellschaft verantwortlich machen.
Deine Theorie von "richtigen TS und falschen TS" wirst du in keinem meiner Posts finden.
ich lese das auch jedesmal heraus, wenn du von ts mit gaop gegen tg ( =falsche ts) ohne gaop sprichst.
halte einfach den Mund.
es ist nicht dein recht, hannah ein schweigen zu verordenen.
Zitat von: Hannah am 23.Sep 2013, 23:33
Ich habe die Gewichtigkeit der GA-OP angesprochen und zwar im Bezug darauf, wie die Allgemeinheit mit Transsexuellen umgeht. Als erste Reaktion darauf wird dort hinein interpretiert, wie wichtig mir persönlich die OP ist.
Ist auch offensichtlicher Unfug. Wie wichtig dir die OP ist, sieht ja jeder Blinde: Bislang nicht wichtig genug, als dass du sie bisher gemacht hättest. Da braucht man nichts hinein interprätieren, das hast du selber so gesagt.
du hast hannahs punkt nicht verstanden. es ging ihr nämlich genau nicht um persönliche motivationen.
Wer es "verdient" hat, als Frau angesprochen zu werden, hängt nicht von der OP da unten ab, sondern vom Passing.
ach. :schock:
Was soll ich denn mit meinen Passingstand Identifikation betreiben mit Leuten, die mit dem alten Vornamen Quote machen? Oder mit welchen, die mir nicht vorhandene OP Narben unterstellen, weil sie mit ihrem Ergebnis unzufrieden sind? Oder mit Leuten, die mich als Jüngerin beschimpfen, nur weil ich berichte, dass in Thailand alle gut zu mir waren? Oder mit Leuten, die mir vorsorglich eine Bauchhöhlenschwangerschaft verordnen wollen, nur für den Fall, dass auch sie mit alten Eingeweiden noch schwanger werden sollten? Warum soll sich Balian Buschbaum von angeblich gleich Betroffenen als schwanzfixiert beschimpfen lassen, nur, weil andere zu viel Schiss vor der OP haben?!?
1. die hälfte davon sind alte kamellen.
2. mir ist es absolut egal, ob und wie du kinder haben willst.
-
Und ich mag es nicht, wenn ich ausgegrenzt werde. Am Ende will ich das, was andere TS auch wollen: Hormone, Bart weg, Passing, weiblich klingende Stimme, gaOP. Trotzdem paßt die ICD-Definition nicht voll auf mich. Da ist einfach zu viel "Junge" in meinem Kopf beigemischt worden.
Ich glaube, wenn man von TS wirklich eine saubere Identität im Zielgeschlecht verlangen würde, müßte man 90% aussortieren. Jedenfalls bei den Erwachsenen, bei den Kindern vielleicht nicht.
Mihi
-
Hallo,
wie ich schon gesagt habe. Jeder der Aufklärungsarbeit leistet, hat meinen Respekt im Bezug auf dieses Handeln. Das heißt allerdings nicht, dass mir nicht andere Dinge an einer Person missfallen können. Also: Ja, du hast meinen Respekt dafür, dass du dich auf den CSD stellst. Das ändert allerdings nichts daran, dass du in meinen Augen eine intolerante Person bist.
Für dich sind richtige TS nur die, die Passing um jeden Preis wollen.
Ich stehe zu dem Satz, voll und ganz, wüsste auch gar nicht, warum ich das nicht tun sollte.
Es spricht natürlich sehr für dich, dass du in der Lage bist, deinen eigenen Standpunkt kritisch zu hinterfragen. Ich habe dir ja schon ein paar mögliche Gründe genannt. Aber gut. Wiederholen werde ich sie nicht.
Deine primitive Argumentation geht ja nun wie folgt. Transsexualität sei dadurch charakterisiert, dass der Betroffene unter seinem (dem "falschen" Geschlecht zugehörigen) Aussehen leidet. Ein perfektes Passing sei für jeden zu erreichen. Darum wäre jeder ohne perfektes Passing nicht transsexuell, weil er ja offensichtlich nicht genug leidet, um sich um ein perfektes Passing zu kümmern.
[...] ich habe es [Transsexualität] mehrfach sehr deutlich definiert. Deutlich genug, als dass jede/r hier mich sehr genau verstanden hat [...].
Als ich dich gefragt habe, was du denn meinen würdest, kam von dir nur eine halbherzige Antwort von wegen, "ja halt so, wie sich die Person so im inneren fühlt." Was in Anbetracht dessen, was du eigentlich meinst und welche Ansprüche du an Leute stellst, die du als transsexuell ansiehst, eine geradezu heuchlerische Antwort ist.
Ja, ich bekenne Farbe, habe ich immer getan. Du noch nie.
Das ist jetzt eine sehr interessante Interpretation von dem bisherigen Gesprächsablauf. Aber ich kann dir diesen einen Satz im Bezug auf Definition von TS gerne noch einmal wiederholen: "Eigendefinition vor Fremddefinition." Was die einzige Konsequenz aus der Definition, die du zwar gesagt, aber nicht gemeint hast, dass es Transsexualität ist, wenn man sich im anderen Geschlecht zugehörig fühlt, als die Chromosomen entschieden haben.
Es ist ja nun durchaus bemerkenswert. Eigentlich sind es doch Transsexuelle, die eigentlich wissen sollten, dass das äußere rein garnichts darüber aussagt, was da für ein Mensch im Inneren steckt. Aber diese Erkenntnis vergessen ein paar wenige dann ganz schnell, um sich möglichst effektiv von denen zu distanzieren, die mit dem Passing nicht so viel Glück hatten, z.B. weil die Gesundheit nicht mitspielt.
Meiner Meinung nach ist die einzige Möglichkeit wirklich allen Transsexuellen zu helfen, dafür zu sorgen, dass die Gesellschaft weiß, dass eben das Äußere nicht über das Innere entscheidet. Und genau in diesem Zusammenhang habe ich das Zitat von Shaw gebracht, damit auch du, Gollum, verstehst, was ich damit sagen wollte.
Wie wichtig dir die OP ist, sieht ja jeder Blinde: Bislang nicht wichtig genug, als dass du sie bisher gemacht hättest. Da braucht man nichts hinein interprätieren, das hast du selber so gesagt.
Schon eine sehr interessante Aussage, mit genau welchem Inhalt? Keinem! Welche Aussage soll damit verknüpft sein, dass du dir einbildest, zu wissen, wie wichtig mir die OP sei? Es ändert doch nichts an der allgemeinen Argumentation, die ich geführt habe. Das einzige, was du glaubst zu kennen, ist meine Motivation. Damit lenkst du allerdings nur von der eigentlichen Aussage ab.
Es liegt ganz bestimmt nicht an der Atmo. Wenn du schweigst und mauerst, statt zu sagen, wo der Schuh drückt, ist das ganz alleine deine Entscheidung und dein Unvermögen. [...] Für welche deiner eigenen Unzulänglichkeiten soll ich eigentlich noch den Sündenbock geben? [...]
Wie kommst du denn darauf, ich wollte dir für irgendetwas die Schuld geben? Es ist ganz alleine meine Entscheidung, dass ich hier über bestimmte Dinge nicht rede. Aber der Grund dafür ist und bleibt die hier von einigen erzeugte Atmosphäre. Ich drehe das ganze also mal um: Wenn also das Interesse daran bestünde, dass das Forum auch für mich einen persönlichen Nutzen hätte, müsste sich die Atmosphäre ändern.
Davon ab muss ich Elite aber insoweit Respekt zollen, als das da weniger rumgeheult wird als hier, denn da geht es um Ändern und nicht um Aufforderung zur Gruppenbemitleidung.
Ich muss sagen, dass es mich nun nicht gerade überrascht, dass du Sympathien für Elite entwickelst. Das spricht zwar mal wieder für deine Intoleranz aber kommt nicht überraschend.
Weißt du, wenn es Menschen schlecht geht, ist es oft einfach erst einmal nötig, die Person in den Arm zu nehmen, und ihr wieder Mut zumachen. Manchmal ist es nötig, jemandem auch mal in den Hintern zu treten. Und solche Tritte kannst du ja gut verteilen. Aber wenn es Jemandem schlecht geht und er weiß, dass wenn er das äußert, die einzige Reaktion ist, ihm zu sagen, dass er selbst Schuld ist an seiner Situation und einfach nur mal etwas machen soll, dann wird Derjenige in Zukunft nicht mehr den Mund auf machen. Und damit kannst du ihm dann garnicht mehr helfen.
Suche dir eine andere Müllkippe als mich.
Sagen wir so. Ich habe genug liebe Menschen um mich herum, die mir gerne zuhören. Aber wenn du dich gerne als Müllkippe bezeichnen möchtest, darfst du das gerne tun.
Wenn du nicht in der Lage bist, Leid mit anzusehen (dass du Mitleid als negativ auffasst, sagt ja schon einiges aus), dann treibe dich doch nicht in einem Trans-Forum herum. Transsexualität hat nunmal viel mit Leid zu tun. Und ich möchte das Forum auch dafür nutzen, dass man jemanden, der hier verzweifelt aufschlägt, erst einmal wieder aufbaut und Mut macht.
Ich habe als letztes mal eine interessante Frage für dich, Gollum.
Und "verdient" definiert sich darüber, als dass niemand was merkt, nicht darüber, wegsehen zu fordern.
Bezeichnest du dich dann auch selbst als Mann? Du hast selber gesagt, dass du im Spiegel noch ein zwei Ecken aus deinem früheren Leben siehst. Deiner Logik nach, hättest du es selbst nicht verdient, von dir selbst als Frau bezeichnet zu werden, da du ja über eben diese Stellen hin weg sehen müsstest.
Liebe Grüße,
Hannah
-
... Ich sagte ja bereits, Toleranz dort, wo sie angebracht ist! Nicht blinde Toleranz, davon halte ich selber auch nichts! :so_nicht:
Das ist für mich Toleranz. Was kann der arme Mann denn dazu, dass er ein perverser Paarhufer ist? Was können Pedophile denn schon für ihre Neigung? Und für die meisten da draußen ist "trans" nunmal sowas ähnliches wie eine Mischung aus pedophilem Kinderficker und frauenimmitierenden Axtmörder...
In meinem Post steht es doch schon, Gollum. Toleranz dort, wo sie angebracht ist. Wo ist sie denn angebracht? Bei Kinderfickern oder Axtmördern? Wohl kaum! Dein Beispiel erörtert zum wiederholten Male nur die blinde Toleranz für alles und jeden, von der ich mich bereits ganz klar distanziert habe, und weicht zum wiederholten Male damit unsachlich vom Thema ab. Anderen wirfst du häufig vor, sie wollten dich nicht verstehen. Gerade frage ich mich, ob du mich hier verstehen willst. Du weißt, ich will dir nix Böses, aber das musst du dich nun doch einmal fragen lassen. ;)
Schau mal, es ist doch nun wirklich einfach! Wenn ein Mensch beschließt, sein Leben zu gestalten, auf die eine oder andere Weise, dann ist doch per Gesetz alles konform, was keinem anderen an Gesundheit und Leben schadet.
Dein Vater/Stiefvater/Freund der Mutter-Schwein hat dir aber offensichtlich und auch unrechtmäßig (also gegen das Gesetz) an der Gesundheit geschadet. Wir sind uns hier sicherlich alle darüber einig, dass es für solche Leute keine (blinde) Toleranz geben darf! Das steht also außer Frage! Aber sowas von völlig! (Eigentlich will ich dir ja nur irgendwie vermitteln, dass deine Vergleiche hinken, bzw. unangebracht sind.)
Aber ein schwangerer Transmann, der sich möglicherweise einen innigen Kinderwunsch erfüllt hat, wo schadet der dir denn z.B. an deiner Gesundheit oder wo bedroht er dein Leben? Wo bedroht eine daher gelaufene Lorielle dein Leben? Ernsthaft jetzt!
Toleranz heißt nicht mögen oder toll finden. Toleranz heißt lediglich, dass auch, wenn man selbst nicht unbedingt ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen oder bestimmte Entscheidungen genauso treffen würde, es trotzdem in Ordnung findet, dass da eben jemand ist, der diesen Weg geht, weil er es als Erfüllung seiner (gesetzlich zugesicherten) Selbstbestimmung ansieht.
Weißt du, wenn man solche Personen wie z.B. Lorielle nicht mag, ist ja ok, aber da steht man doch einfach drüber. Ist mir doch egal, wie Lorielle rumläuft. Denn ICH bin nicht wie sie und du bist es auch nicht. Was juckt es uns also? Lass sie doch da rumspringen und der schrille Paradiesvogel sein, wenn's ihr Spaß macht.
Sie stellt doch nun wirklich keine Gefahr für deine Gesundheit oder dein Leben dar. Also darf man hier ruhig ein kleines bisschen tolerant sein und die anderen ihr Leben leben lassen, SOLANGE sie niemandes Gesundheit oder Leben bedrohen. Du musst diese Leute deswegen nicht mögen, du musst dich nicht mit ihnen abgeben. Aber warum fällt es dir sooo schwer zu sagen: "Ja, gut, die Lorielle, die macht ihr Ding. Meins ist es nicht. Aber ist ok, soll sie mal machen und ihr Leben genießen." ? Du nimmst dir doch für dich auch das (absolut legitime) Recht heraus, dein Leben zu führen, wie du es magst. Gut, Lorielle ist eben eine extrovertierte Persönlichkeit und du eben nicht. Aber was soll's? Letzten Endes ist sie ein Mensch genauso wie du mit Wünschen, Träumen, Zielen, Ängsten und Bedürfnissen.
Wo soll denn deine hardcore Forderung nach Normalität bei TS aufhören? Dort wo DU es willst? Da wo DU dich nicht mehr peinlich berührt fühlst? Ich könnte mich den ganzen Tag für einen Haufen Leute fremdschämen und die müssen dafür nicht mal TS sein. ;) Aber was juckt es mich? Ich grenze mich ab. Ich bin ich und niemand würde auf die Idee kommen, ich sei wie einer von denen, einfach weil ich es gar nicht (durch mein Verhalten) zulasse! Aber deswegen muss ich nicht unbedingt intolerant sein.
Ich hoffe, du verstehst endlich, was ich meine, wovon ich spreche. Es gibt ein gutes altes, deutsches Sprichwort: "Was stört es die alte Eiche, wenn die Sau sich an ihr kratzt."
Solange also niemandem ernstlich etwas passiert, kann es uns doch kackegal sein, was andere aus ihrem Leben machen. Warum machst du dein Glück oder Unglück von dem Verhalten anderer Menschen abhängig? Das verstehe ich nun wiederum nicht. Ich verstehe es wirklich nicht. :kratz:
Aber OK, ich muss nicht alles verstehen, und das meine ich ernst, und nicht irgendwie abwertend, ok?
...Wer es "verdient" hat, als Frau angesprochen zu werden, hängt nicht von der OP da unten ab, sondern vom Passing. Und "verdient" definiert sich darüber, als dass niemand was merkt, nicht darüber, wegsehen zu fordern...
Also diesen Anspruch finde ich auch arg überzogen und du offenbarst hier in der Tat eine Art Intoleranz, die ich als äußerst bedenklich empfinde, gerade aus dem Mund einer TF. Und ich sage dir warum. Ich kämpfe seit Monaten für uns Transsexuelle, betreibe Aufklärung im kleinen Stil, (ohne dass das hier irgend jemand mitbekommt, mich jemand dafür rühmen muss oder dass ich dafür bezahlt würde), und versuche den Leuten klar zu machen, dass Identität (und damit das Recht als Mann, bzw, Frau) angesprochen zu werden NICHT vom Äußeren abhängt. Und jetzt kommst du und schlägst mir mit deiner intoleranten Aussage mitten in das schwer Erarbeitete rein.
Du wirst es kaum glauben, aber ich konnte es einigen Leuten bereits verständlich machen, dass Identität nichts mit dem Äußeren zu tun hat. Es hat Nerven und Geduld gekostet, aber sie haben es kapiert! Ich konnte ihnen ein positives Bild über uns TS vermitteln. Und jetzt sagt da eine Transfrau aus eigenem Mund, nur wer auch so aussieht, darf sich Mann, bzw, Frau nennen. Gollum, ganz ehrlich, da muss ich doch schon schlucken und habe etwas Bauchweh, ob du mit dieser Haltung den TS nicht viel mehr schadest, als es Lorielle und schwangere Transmänner jemals könnten. Ich sage das echt nicht gerne, aber ich finde, das muss jetzt einfach mal so auf den Punkt gebracht werden, jetzt ohne Scheiß und in aller Freundschaft! Aber diese Aussage geht sowas von gar nicht!
Dann noch eine letzte Anmerkung, um auch mal wieder zum eigentlichen Thema zurück zu kehren. (Ja, ich weiß, ist schon wieder so lang, sorry... ::) )
Ihr sagt immer, ein Transmann solle VOR seiner Transition ein Kind in die Welt setzen. Es gibt auch einige, die das so gemacht haben, wenn auch nicht unbedingt absichtlich!
Aber ist euch eigentlich mal in den Sinn gekommen, dass die Situation VOR der Angleichung für einen Transmann, der BEWUSST Kinder in die Welt setzen will und es nicht nur auf einen Unfall ankommen lässt/gelassen hat, einfach nicht gegeben war, um genau dieses zu tun?
Wer Kinder in die Welt setzt, trägt große Verantwortung. VOR der Transition sind wir teilweise in solch desolatem Zustand, dass wir überhaupt nicht in der Lage wären, diesen Anforderungen gerecht zu werden. (Depressionen, Auto-Aggressionen, suizidales Verhalten, etc.) Ein Kind in die Welt zu setzen ist nicht einfach mal eben wie zum "Züchter" fahren und sich ein kleines, knuddeliges Hündchen anzuschaffen, das nach 6-10 Jahren eh wieder stirbt und welches man auch bequem im Tierheim abgeben kann, wenn es einem den Teppich vollkackt.
Könnte es nicht sein, dass einige Transmänner, die (eigenen!) Kinderwunsch haben, überhaupt erst in der Lage sind, diesen umzusetzen, wenn sie nun endlich mit ihrem Körper soweit im Reinen sind, wenn sie nun endlich, nach all den Jahren der Seelenqualen, Freude in ihrem Leben empfinden und vielleicht jetzt erst den/die richtige Partner/in für solch ein Vorhaben gefunden haben? Das erste Mal spielt sich ihr Leben "normal" ab und da kann ein weiterer Wunsch nach "Normalität" sich auch ausdrücken in einem Kinderwunsch.
Wisst ihr, ich habe einfach manchmal das Gefühl, wenn ich einige Posts hier lese, dass manche nicht soweit bis zum Horizont sehen können, und nur in ihrer kleinen Welt leben, bei der alles strikt auf eine gewisse, und vor allem genaue Weise geregelt sein muss. Da gibt es kein Links und Rechts, da gibt es kein über den Tellerrand schauen. Stattdessen hängt man sich an Begrifflichkeiten auf, und vergisst dabei scheinbar (ich hoffe, nicht anscheinend ;) ) völlig, dass es hier einfach mal um Menschen geht, die ihre Bedürfnisse UND ein Recht auf die Dinge haben, die der restlichen Gesellschaft ebenfalls zustehen. Und diese Menschen haben, wie alle anderen auch, nur EIN Leben, in dem sie sich entfalten können. Die meisten TS haben doch sowieso ihr halbes Leben schon im "falschen Körper verplempert", dann lasst ihnen doch um himmels Willen die paar Freuden, die ihnen noch bleiben!
Zwar heißt es, "ja wir lassen sie ja machen, sollen sie doch". Aber dann wird wieder darüber abgelästert und gefordert, sie sollen es doch bitte VOR der Transition tun. Es werden wieder Bedingungen gestellt, die einfach vor dem Gesetz nicht wirklich gerechtfertig werden können.
So, das soll jetzt mal der letzte Versuch gewesen sein, hier eine Lanze für andere Lebenskonzepte zu brechen, auch wenn ich selber nicht den Weg gehen würde, wie der Transmann, um den es hier geht. Aber ich halte es mit Descartes und würde Gott verdammt mein Leben dafür geben, dass er sein Leben leben darf, wie es ihm gefällt. ;)
Liebe Grüße,
Berengar
P.S.: So, wenn ihr's jetzt nicht versteht, watt ich will, macht doch watt ihr wollt... machta ja eh! ;) ;D
P.P.S.: Wennze weißt, watte wills, musse gucken, dasse hinkommst... Jo, ich bin schon da, kommt wer nach? ;) :prost:
-
Ein sehr guter Text, Bärchen. :daumenhoch: Spricht mir aus der Seele.
Und wenn Gollum manchmal dolle austeilt, kann ich das auch nachvollziehen, bei all dem, was ihr schon passiert ist.
Was ich davon halte, ist zweitrangig, weil mir darüber gar kein Urteil zusteht.
Ist wie in der Politik, eine funktionierende Demokratie kann andere Meinungen aushalten.
-
...
Ich zitier mal nicht den ganzen Text, um meine Meinung dazuschreiben, sondern belasse es bei den drei Punkten.
Ich finde den Beitrag wirklich gut. :daumenhoch:
Was nicht bedeutet, daß ich etwas gegen Dich habe, Gollum, damit auch das nochmal klargestellt ist.
Mihi
-
Hier wurde in der letzten Woche soviel geschrieben, daher werde ich jetzt mal darauf verzichten, irgendwas zu zitieren. Es ist auch mehr allgemein gemeint.
Was ich gerade nicht ganz verstehe, ist diese Herumreiterei auf die Differenzierung zwischen TS und TG im Kontext dieses Threads, da es hier ja eigentlich um die gesellschaftliche Außenwirkung ging. Und da gilt zumindest für mich: Was da unten rumhängt oder eben nicht, geht die Gesellschaft herzlich wenig an. Und was unterscheidet in der gesellschaftlichen Außenwirkung bitte TS und klassische TG (mit klassische TG meine ich diejenigen, welche eine HRT durchführen, also lediglich keine GaOP wollen)? Exakt gar nichts. Daher verstehe ich nicht, wie man "nicht damit verwechselt werden will", wenn es um die TS-TG-Frage geht (also nicht die Ursprungsfrage nach der Außenwirkung eine schwangeren Mannes). Bei TG mit PÄ (oder Wunsch danach) und ohne jedwede Angleichung ist die Sache natürlich etwas komplizierter, aber diese Gruppe dürfte immer noch sehr klein sein.
Auch denke ich, dass man bei TG und TS nicht mit einem abgestuften Leidensdruck argumentieren sollte. Anders, ja, aber das gilt ohnehin für alle, denn jedes Trans-Schicksal ist individuell. Ich bin der festen Überzeugung, dass eine (Endziel-)TG vor der Transition mindestens genauso kaputt sein kann, wie eine TS. Der Leidensdruck ist halt nur früher weg, wenn die HRT nach Monaten, Jahren denn mal zu einer ansprechenden Angleichung geführt hat. Klassische TG haben genauso einen körperlichen Leidensdruck, denn der Körper besteht nun mal aus mehr als dem sekundären Geschlechtsorgan da unten. Mal ganz persönlich gesprochen: Ich leide mehr darunter, keinen weiblichen Körperbau, kein weibliches Gesicht und keine weibliche Stimme zu besitzen. Das da unten nimmt in meinen Gedanken relativ wenig Platz ein. Ob ich TS oder doch eher TG bin, keine Ahnung. Klar gibt es die mit Penis/Vagina-Ekel aber ich vermute mal, das es relativ vielen am Anfang so geht. Bei mir reicht ein Blick in den Spiegel...
Und was die Sache mit dem "Gerede" und "Gejammere" angeht und dass es Foren gäbe, in denen einem direkt oder durch die Blume zu verstehen gegeben wird, man solle wiederkommen, wenn man schon Hormone nehme, mal ein paar Worte von einer, die absolut am Anfang steht: Ich bin froh, dass ich hier nicht so empfangen wurde (und andere auch nicht). Wäre es so, wäre ich vermutlich auch direkt wieder gegangen. Es ist doch so: Die Entscheidung zum Schritt in die Transition und der Anfang der Transition sind die schwersten Schritte. Und manche haben eben nicht das Glück, eine beste Freundin/einen besten Freund zu haben, die/der einen da emotional auffangen und unterstützen kann, oder die bereits Anschluss an andere Betroffene haben. Und es gibt Dinge, die einfach gesagt werden müssen und gerade dann, wenn sie im "Real Life" nicht gesagt werden können, werden sie halt in einem Forum gesagt. Da ist dann hin und wieder "Gejammer" dabei, denn das bringt die Lebenssituation nun mal mit sich. Es ist schön, wenn Transfrauen und Transmänner aus der Transition psychisch erstarkt hervorgehen und mit sich im Reinen sind; das ist ja ein Ziel von uns allen. Aber auch diejenigen, die mit allem durch und mehr oder minder glücklich sind, dürfen nicht vergessen, wie ein Translebensweg beginnt: In einem Haufen Elend. Und Schwäche zu zeigen, ist keine Schande. Grundsätzlich nicht und gerade in einer solchen Lebenssituation nicht.
Liebe Grüße
Isa
-
Huhu,
@Berengar: Toller Beitrag. :)
@Isa: Ich stimme dir zu.
NUN SAGE MIR EINER HIER BITTE NOCH, WARUM MAN MIR GENAU DIESELBE AUSSAGE KONSTANT VERBIETEN WILL.
Ganz einfach: Weil es einen Unterschied macht, ob Jemand über sich selbst eine Aussage trifft oder ob du diese Aussage über eine Person triffst. Ein Aussage, die aber nur die Person selber treffen kann.
Du hast gesagt, ich solle nochmal fragen, also: Definiere mir doch bitte mal in ein paar wenigen Sätzen, was es für dich heißt, wenn eine Person transsexuell ist.
Liebe Grüße,
Hannah
-
Liebe Gollum,
ganz kurz möchte ich nochmal auf die Pöbeleien eingehen. Werd jetzt nicht zitieren, aber wir wissen ja, was in etwa die Aussagen waren. (Ansonsten nochmal nachlesen)
Ich streite keineswegs ab, DASS Pöbeleien an sich der (vor allem psychischen, aber auch im folgenden durchaus der physischen) Gesundheit abträglich sind. Das möchte ich auf gar keinen Fall verharmlosen und bin da voll und ganz auf deiner Seite! Nicht, dass das falsch rüber kommt.
In Amerika wurden auch schon TF ermordet, einfach weil sie TF waren. Sehr schlimm und sehr traurig! Keine Frage!
ABER:
Ich wage es einfach, in Frage zu stellen, dass solche Personen wie Lorielle oder eben dieser schwangere Transmann generell auch nur irgendwie etwas dafür können, dass du und ich auf der Straße angepöbelt werden.
Denn diese Engstirnigkeit, die gab es schon lange vor der heutigen Medienlandschaft, und das heute immer noch vorhandene "Spießertum" ist Überbleibsel von Jahrhunderte andauernder christlicher "Gleichmacherei". (Ich möchte hier keine Gläubigen angreifen, aber das Christentum hat nun einmal faktisch zu belegen viel Leid über die Menscheit gebracht.)
Transsexualität ist ja kein neues Phänomen, sondern war in vielen animistisch religiös geprägten Kulturen gang und gäbe. Dort hatten wir nicht selten wichtige Aufgaben, und waren deshalb hoch geachtet. Ohne den Erfolg des Christentums hätten wir TS heute wahrscheinlich kein Problem!
Das Christentum hat die Homosexualität verteufelt bis zum geht nicht mehr. Nicht die Medien waren das! Die Medien haben im Gegenteil dafür gesorgt, dass Homosexuelle mehr Akzeptanz in der Bevölkerung erreicht haben. Ja, man hat sich eine Zeit lang vielleicht auch medial lustig gemacht, aber das ist ja im großen und ganzen heute nicht mehr so, denn dieses "sich lustig machen" war nicht vorrangig den Medien an sich zuzuschreiben, sondern der allgemeinen Haltung gegenüber Homosexuellen in der Bevölkerung! Auch im TV gab es schrille Vögel unter den Homosexuellen, über die sich so mancher sicherlich (gerade am Anfang) aufgeregt hat! Aber diese schrillen Vögel haben letzten Endes der Gesamtentwicklung der Homosexuellen eben NICHT geschadet!
Und genau so sehe ich das jetzt mit der Transsexualität.
Der "Sündenbock" ist u.a. das Christentum, welches es gesellschaftlich leider an vielen Stellen "vermasselt" hat. Alles was nicht konform war, wurde ausgerottet, verfolgt und vernichtet.
(Nicht viel anders als damals das Nationalsozialistische Regime! vielleicht haben wir auch hier noch einige "Restbestände" zu verzeichnen! Neo-Nazis gibt es schließlich immer noch. Die Dummen sterben nicht aus... ;) Aber im Vergleich zum NS-Regime dauerte das Leid, welches die Christen über die Kulturen dieser Welt brachten, wesentlich länger an. Soll kein Christen-Bashing sein, ist leider nun mal Fakt! Ich wünschte selbst, es wäre anders, weil das Christentum in seinen Grundzügen auch damals eigentlich eine sehr brauchbare Religion gewesen wäre, hätte man sich strikt an die Lehren Jesu gehalten. Doch das ist ein anderes Thema! ;) )
Zwar geht vielen Menschen heute der Glaube an sich abhanden, aber die Engstirnigkeit, die diese Religionen noch bis in das letzte Jahrhundert mit sich gebracht haben (und die sogar noch heute von fundamentalistischen Richtungen weitergeführt wird), die bleibt den Leuten noch eine Weile erhalten. Es wird (leider) noch etwas dauern, bis die Gesellschaft sich, von dieser Intoleranzhaltung gegenüber Andersartigen gänzlich erholt hat.
Bis dahin werde ich weiterhin unermüdlicher Verfechter für mehr Toleranz sein. Denn nur dadurch, dass man ausspricht, wie dämlich diese Intoleranzhaltung gegenüber Andersartigen ist, werden auch mehr Menschen aufwachen, und sich von dieser Unsinnigkeit erholen.
Bei dieser Gelegenheit kommt mir wieder dieses Zitat in den Kopf, indem von vernünftigen Menschen, die die Welt besser so lassen wie sie ist, und von unvernünftigen Menschen, die versuchen wollen, sie zu verbessern die Rede ist. In der Folge stellte man fest, dass jeglicher Fortschritt von den Unvernünftigen ausgehe.
Du selbst, Gollum, rühmtest dich, ein Vernünftiger Mensch zu sein. Soweit so gut, wer wäre das nicht gerne? Aber auf der anderen Seite verweigerst du damit eben auch jeglichen Fortschritt, wenn du das Zitat inhaltlich verstanden hast. ;)
Ich für meinen Teil werde weiter unvernünftig sein, weil ich die Welt, so wie sie jetzt ist, nicht akzeptieren werde, bis zu dem Tag, wo ich ins Grab falle. Natürlich werde ich in Zukunft an meinem Passing arbeiten wie ich nur kann, das hält mich aber nicht davon ab, trotzdem mehr Toleranz zu fordern. Und daher tue ich das jetzt noch einmal: ich fordere weiterhin Toleranz, auch aus den eigenen Trans-Kreisen. Und zwar dort wo sie angebracht ist! OBJEKTIV betrachtet, und nicht nachdem, was irgendein daher gelaufener Schweini meint, was Toleranz wäre.
So, und jetzt PEACE! :D
Liebe, friedliche Grüße,
Berengar
-
Ich leide mehr darunter, keinen weiblichen Körperbau, kein weibliches Gesicht und keine weibliche Stimme zu besitzen. Das da unten nimmt in meinen Gedanken relativ wenig Platz ein. Ob ich TS oder doch eher TG bin, keine Ahnung. Klar gibt es die mit Penis/Vagina-Ekel aber ich vermute mal, das es relativ vielen am Anfang so geht. Bei mir reicht ein Blick in den Spiegel...
Sag' ich doch immer.
Der "Sündenbock" ist u.a. das Christentum, welches es gesellschaftlich leider an vielen Stellen "vermasselt" hat. Alles was nicht konform war, wurde ausgerottet, verfolgt und vernichtet.
Jesus hat sich mit Zöllnern an einen Tisch gesetzt. Diese Leute waren nach damaliger Vorstellung der Abschaum schlechthin. Niemand wollte mit ihnen zu tun haben. Dorthin zu gehen war eine unheimliche Provokation. Man kann das heute noch in der Bibel nachlesen, es ist nicht herausredigiert worden. Leider haben spätere Religionsvertreter dieses Vorbild nicht als Handlungsvorlage genommen und sich um die Ausgegrenzten gekümmert, sondern oft selbst ausgegrenzt. Genau so, wie es damals Jesus mit den damaligen Religionsoberen ging, geht es heute manchem mit dem Papst/Pfarrern/diversen Kirchenorganisationen.
Es ist zum Glück nicht überall so.
Mihi
-
Hallo,
@Gollum:
Ziel transexuell motivierter Transition ist, dem gebürtigen Vorbild so nahe zu kommen, wie es geht, so zu leben und möglichst unerkannt (Passing, stealth) ein "ganz normales" Leben einer ganz normalen Frau / eines ganz normalen Mannes (gemessen am gebürtigen Durchschnitt) zu führen.
Wenn du deine Definition hier her nimmst, dann war deine Aussage von Anfang, dass es sich bei dem schwangeren Mann um einen Transgender (nach deiner Definition) handeln muss, nicht gerechtfertigt. Du weißt nicht, welches Leben dieser Mann anstrebt. Du weißt nicht einmal, welches Passing dieser Mann jetzt besitzt. Du vermutest lediglich. Vielleicht wollte er ja unbedingt noch ein eigenes Kind, um danach die OP zu machen. Du weißt es nicht. Des weiteren wissen wir ja, dass er auch niemals in die Medien wollte. Deshalb finde ich es nicht für gerechtfertigt, dass du diesen Menschen fernveruteilst.
Ich hoffe jeder sieht, dass ich nur mehr diagnostische Klarheit möchte, die der Diversität der unterschiedlichen Leidensstufen besser gerecht wird.
Das würde mir erheblich leichter fallen, wenn du Transgender (nach deiner Definition) generell nicht als "ekelig" und "pervers" bezeichnet hättest. Und wenn du nicht gesagt hättest, Transgender wären Schuld daran, dass du auf der Straße blöd angemacht wurdest.
Liebe Grüße,
Hannah
-
...denn mal ehrlich, wer schert sich denn noch groß einen Dreck um den Papst, erst recht in der jüngeren so gerne pöbelnden Bevölkerungsschicht?
Und ja, gibt mehr Verursacher. ...
Ja, und ich will gar nicht in Abrede stellen, dass es mehr Verursacher gibt. ;)
Es war lediglich das herausragendste Beispiel, einfach weil die Religion schon über so viele Jahrhunderte, bzw. schon Jahrtausende(!) einen Einfluss hat. Das sitzt seeeehr tief in unserer christlich geprägten Gesellschaft! (Und nicht nur in unserer natürlich.) :)
Hab ja deswegen auch noch den Nationalsozialismus genannt. Zudem ist es auch ein Stück weit natürlich, dass alles Fremde erstmal als gesellschaftlich untauglich deklariert wird, weshalb Aufklärung um so wichtiger ist. ;)
(Was der Bauer nicht kennt, frisst er bekanntlich ja nicht. ;) )
Und Gollum, genau das war, was ich meinte, die Leute wenden sich zwar vom Glauben ab, die interessiert es unter Umständen nicht mehr sonderlich was der Pabst da faselt, da haste ja auch absolut Recht. Aber trotzdem sind halt diese ganzen engstirnigen Sichtweisen von Generation zu Generation weiter gegeben worden und haben sich tief in den Köpfen der Menschen verankert. Verstehste, wie ich mein? Joa, und das dauert halt seine Zeit, bis das wieder "weg geht".
So, schon fertig... (Bärchens Turbo-Post ;D Oh, Gott, werd ich krank? :shock: :redface: :lol2: )
Liebe Grüße,
Berengar
-
... Leider haben spätere Religionsvertreter dieses Vorbild nicht als Handlungsvorlage genommen und sich um die Ausgegrenzten gekümmert, sondern oft selbst ausgegrenzt. Genau so, wie es damals Jesus mit den damaligen Religionsoberen ging, geht es heute manchem mit dem Papst/Pfarrern/diversen Kirchenorganisationen...
Ja, da wurde die Religion verpfuscht und zum Machtinstrument degradiert (oder erhoben... wie man es sehen mag. ;) ). Ich sag ja, hätten sie sich strikt an die Lehren Jesu gehalten, wäre alles super gewesen! Aber nee, gibt ja immer paar Idioten, die alles falsch verstehen, oder falsch verstehen wollen. Ich glaub, davon lebt Geschichte... leider. ::) Da machste nix. ;)
Liebe Grüße,
Berengar
-
...Wie gesagt, bei mir müssten sich hier auch einige massiv entschuldigen, tut aber niemand, ich dagegen tue es, wenn ich die Möglichkeit sehe, dass was nicht okay war...
Das zeugt von charakterlicher Stärke deinerseits. Ist doch gut so! Sieh's mal so: Kann ja nich jeder so stark sein. ;) ;D
Manche Diskussionen geraten leider zu schnell aus dem Ruder, weil sich die Emotionen aufschaukeln. Da muss man höllisch aufpassen.
Deshalb versuche ich meinerseits immer meinen Respekt ganz deutlich dann auszudrücken, wenn ich mal anderer Meinung bin. Nur weil ich ne andere Meinung hab, find ich ja nicht gleich den ganzen Menschen doof oder daneben. Und so geht es sicher vielen, aber das geht dann in so ner Diskussion oft unter, weil man allzu gerne verallgemeinert und glaubt, man hat gleich die ganze Welt gegen sich, dabei sind es halt nur verschiedene Sichtweisen aus verschiedenen Lebenswinkeln mit kontrahären Lebenserfahrungen. (Watt'n Satz! :schwitzen: )
So, ... Bärchens Taktik ist heute kurze Posts, dafür mehrere. :kichern: Nee, Quatsch, wollte es nur übersichtlich halten und gesondert antworten. Sollte kein Gespamme sein.
Prost :prost:
Und liebe Grüße,
Berengar
Edit: Harghls... Rechtschreibfehler... geht wech! :fight:
-
Ach ja, die katholische Kirche... Das größte Problem insbesondere der katholischen Kirche ist ihr Selbstverständnis, die moralische Instanz zu sein. Da wird doch teilweise in aller Ernsthaftigkeit gedacht, dem Menschen moralisch richtiges Verhalten gebracht zu haben. Und ein (glücklicherweise im kleiner werdender) Teil der gläubigen Bevölkerung empfindet das auch heute noch so. Das wurde und wird dann für allerlei Schindluder missbraucht. Und den ganzen Spaß dürfen wir teilweise auch noch bezahlen (Bischöfe werden direkt vom Staat bezahlt, nicht über die Kirchensteuer). Ich bin vor ein paar Monaten aus der Kirche ausgetreten, für eine Strafgebühr von 30 €. Hierfür noch mal herzlichen Dank an die CDU... Ich hör mal besser auf, über die katholische Kirche zu schreiben...
Eine weitere Sache, die ich auf den Tod nicht leiden kann, ist Kabarett. Nicht, dass ich nicht auch mal gerne lachen würde, nur ernsthaft... all die Kerkelings und Co, die sich schon am "Frau spielen" und damit "Frau werden verarschen" schuldig gemacht haben, sind für mich einfach nur Arschgeigen, ja so deutlich. Transsexualität ist eine anerkannte Krankheit, darüber macht man sich nicht lustig, in keiner Weise, egal wie.
Auch wenn ich nicht so der riesen Fan von Kabarett bin, muss ich das jetzt mal in Schutz nehmen. Kabarett ist ja erst mal weit mehr als das, was der Kerkeling da so aufführt. Gutes Kabarett ist gleichzeitig witzig und gesellschaftskritisch und definitiv mehr wert als ein Großteil des Schmalspur-Comedys im Fernsehen. Sowas hier (http://www.youtube.com/watch?v=lqCsosE_xLM) ist auch Kabarett.
Was Kerkeling da macht, ist ja letztlich eine Kombination von Kabarett und Travestie. Mit TV oder gar TS/TG verulken hat das nichts zu tun. Und ich glaube auch nicht, dass das durch den Zuschauer mit Transsexualität in Verbindung gebracht wird. Es ist eine Bühnenperformance (die einem nicht gefallen muss, ich find ihn auch nicht so toll) und wird auch so aufgenommen, denke ich. Travestie hat eine lange Geschichte und dürfte allgemein als Performance verstanden werden. Bei Drag Queens sieht das schon etwas anders aus.
Transgenderismus
Ist *für mich*, wenn der Leidensdruck nicht primär auf den Körper gerichtet ist, sondern auf Name und Rolle, und damit, wie das Wort sagt, auf das soziale Geschlecht [Englisch: gender], aber nicht primär auf den Körper [Englisch: sex] und damit nicht primär auf körperliche Transition aus ist.
Das seh ich genauso, denn es entspricht der eigentlichen Wortbedeutung von Transgender. Die Begrenzung zwischen TG und TS müsste dann ja eigentlich sein, ob der Schwerpunkt auf der körperlichen oder der sozialen Seite liegt. Und der Schwerpunkt kann auch ohne GaOP (auch ohne angestrebte) auf der körperlichen Seite liegen. Das ist der Grund, warum ich zum Beispiel die Bezeichnung NonGaOP-TS durchaus für legitim halte.
Gegen die Definition von TS im ICD ist nichts auszusetzen. Es bringt aber nicht viel, die TS-TG-Geschichte am ICD aufzuhängen, weil von Transgender im ICD nun mal nichts steht. Da steht: F64.9 Störung der Geschlechtsidentität, nicht näher bezeichnet. Also die Resteschublade. Für Transgender müsste also überhaupt erst mal eine Definition integriert werden und meiner Meinung müsste das die sein, die du gepostet hast.
Mal so aus Neugier: Für was wird überhaupt F64.8 benutzt? Weiß das jemand?
In Bezug auf das ganze Trans-Spektrum ist der Unterschied zwischen TS und TG (mit HRT) marginal und tritt erst am Ende der Transition überhaupt erst richtig zutage (daher die schwierige Konstruktion mit Endziel-TS und Endziel-TG). Daher mein Unverständnis darüber, warum es dir so wichtig ist, damit nicht verwechselt zu werden. Wenn es dir von Anfang an nur um "Medien-Transen" ging, versteh ich dich natürlich vollkommen.
Für die Außenwirkung ist die Definitionitis müßig, denn sowohl die TS-, als auch die TG-Gruppe (egal, wo man die Grenze nun ansetzt) sind in der Gesellschaft nun mal schlicht und einfach Frauen/Männer. Bei TG im engen Wortsinn (nur Wechsel des sozialen Geschlechts) wird es dann in Bezug auf die Außenwirkung schwierig, denn da sind die Passing-Möglichkeiten begrenzter und diese Menschen werden mit erhöhter Wahrscheinlichkeit in ihrem Zielgeschlecht erkannt. Aber auch damit muss eine Gesellschaft des 21. Jahrhunderts umgehen können.
Es ist wichtig, dass irgendwann mal jede(r) Betroffene auch durch die Gesellschaft als das verstanden wird, was sie oder er genau ist. So gesehen versteh ich deinen Wunsch nach Differenzierung vollkommen und diese sollte auch nach außen vermittelt werden. Aber wir müssen aufpassen, dass aus Unterscheidung nicht Distanzierung wird. Es ist leider mal gar nicht die Ausnahme, dass in Transforen TG von TS das Frausein abgesprochen und kriegsnahe Zustände ausbrechen (geht auch andersrum und auch TV gegen TG/TS, war nur das schlimmste Beispiel). Und dann wundern wir uns über mangelnde Empathie seitens der Gesellschaft, während wir uns gegenseitig beharken.
Gegenstücke von "Medien-Transen" gibt es doch durch verschiedenste gesellschaftliche Gruppen. Es sind mediengeile Attention Whores und Paradiesvögel, die durch ihre Medienpräsenz nunmal wirklich Eindruck erzeugen. Dem gegenüber stehen Tausende TS/TG, die einfach nur in Ruhe ihr Leben leben wollen und dementsprechend in der Öffentlichkeit nicht auftauchen und von der Gesellschaft praktisch nicht wahrgenommen werden, von ein paar ganz ordentlichen Reportagen vielleicht abgesehen.
Ich will diesen Paradiesvögeln gar nichts absprechen, denn es ist schlicht ihre Freiheit, das zu tun. Es fehlt halt das Gegengewicht und eine Lobby. Aber wie soll es eine Lobby geben, wenn die Hälfte der Transwelt zerstritten ist oder zumindest eine sehr distanzierte Haltung zueinander einnimmt?
Liebe Grüße
Isa
-
Danke, Isa! Auch ein sehr schöner Beitrag! :daumenhoch:
-
Bei TG im engen Wortsinn (nur Wechsel des sozialen Geschlechts) wird es dann in Bezug auf die Außenwirkung schwierig, denn da sind die Passing-Möglichkeiten begrenzter und diese Menschen werden mit erhöhter Wahrscheinlichkeit in ihrem Zielgeschlecht erkannt. Aber auch damit muss eine Gesellschaft des 21. Jahrhunderts umgehen können.
Ich meinte natürlich mit verringerter Wahrscheinlichkeit im Zielgeschlecht bzw. mit erhöhter im Ursprungsgeschlecht. War was spät gestern. :angel:
-
Hallo ihr Lieben,
Kommt allerdings von meiner Ehrlichkeit her, bei solchen "Extrembeispielen" gruselt es mich wirklich, und daher, dass (wie vor Monaten schon einmal) bei "durch die Blume gesagt" keiner versteht, was ich sage.
Mit der Türe ins Haus fallen, hat jetzt auch nicht so viel gebracht ;) Ich kann verstehen, dass dich das gruselt. Das ist vollkommen okay. Es ist nur so, dass sich viele Menschen (allgemein) auch vor TSen gruseln. In beiden Fällen kann es nur die adäquate Reaktion sein, dass die Leute sich sagen: "Ich kann es nicht nachvollziehen, ich würde es nicht so machen, aber das muss jeder selber wissen." (Was in etwa die Reaktion meines Chefs war, auf mein (unfreiwilliges) Outing bei ihm.)
Ich glaube, wenn du sowas gesagt hättest, wie: "Wenn ich Transmann wäre, dann hätte ich keine Schwangerschaft durchgestanden. Da hätte ich mich vor mir selber geekelt.", dann hätte ich, glaube ich, besser verstanden, was du sagen wolltest. Und in dem Punkt sind wir ja auch garnicht so weit auseinander. Wir sind nur unterschiedlich mit diesem Gefühl umgegangen.
Aber wenige machen viel kaputt.
Das kann so sein. Aber ich würde eher vom Beobachter (Therapeuten, Gutachter, etc.) erwarten, dass diese in der Lage sind zwischen Einzelfällen und der großen Masse (wenn man bei TSen da überhaupt von reden kann) zu unterscheiden.
Wir hatten ja über das "Blöd angemacht werden" gesprochen. Und ich muss sagen, dass sich die Anzahl der Personen, die mich schonmal blöd angemacht haben, sich besonders stark in einer bestimmten ethnischen Gruppe häufen. Aber man kann von mir als aufgeklärtem Menschen erwarten, dass ich weiß, dass sich ein Großteil der Menschen dieser ethnischen Gruppe vollkommen sozial verhalten. Da muss ich dann den Verstand einschalten und kann nicht durch die Gegend laufen und "Ausländer raus" brüllen.
Und gerade diese Art von Differenzierung erwarte ich von Gutachtern und besonders von Therapeuten.
Kannst du sonst meine Definitionen verstehen und grundsätzlich aktzeptieren?
Ich denke, ich verstehe dich jetzt und ich kann auch akzeptieren, dass du diese Definition benutzt. Ich bin an der Stelle nur anderer Meinung. Wir müssen das nicht weiter ausdiskutieren. Wir können auch diese beiden Meinungen friedlich nebeneinander existieren lassen. Ich möchte trotzdem einmal meine (wenn du so willst) Definition aufschreiben. Vielleicht kann der eine oder andere dieser Definition etwas abgewinnen.
Vielleicht zu Beginn, warum ich die ICD-10 Definition für eine Kapitulation an dem Thema an sich halte. Die ICD-10 soll ja (nur) dafür da sein, zu entscheiden, wer eine medizinische Behandlung bekommt. Und dann steht da:
Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.
Mit anderen Worten steht da, das derjenige eine Behandlung bekommt, der die Wünscht. Das wäre in etwa so -- ja okay... das mit den Analogien ist immer so eine Sache -- als würde man einen Bakteriellen-Infekt darüber definieren, dass der Patient Antibiotika bekommt. Diese Definition sagt halt nichts über die Symptome oder Ursachen an sich aus.
Ich verwende die folgende Definition:
Jemand ist transsexuell, wenn er sich mit dem anderen als dem Biologischen Geschlecht identifiziert und sich wünscht, in diesem geboren worden zu sein.
Ich würde jetzt mal behaupten, dass jeder von den hier anwesenden Jungs sich wünscht, er wäre mit Pillemann, und von den Mädels, sie wäre mit Mumu auf die Welt gekommen. Ich denke, wenn bei irgendjemandem von uns eine gute Fee klopfen würde, wir wüssten Alle wofür wir den Wunsch ausgeben würden. Und ich denke, dass gerade das Transsexualität charakterisiert. Und die Tatsache, dass wir eben nicht so auf die Welt gekommen sind, bereitet Schmerzen.
Ich finde, dass der Wunsch nach einer OP eben keine gute Charakterisierung ist, da die OP ja eigentlich niemand will. Ich will eine richtige (funktionierende) Mumu haben und eben nichts, was irgendein Chirurg, heute in der Lage ist, herzustellen. Ich will auch nicht mein Leben lang Tabletten nehmen. Ich will Eierstöcke, die diese Hormone selber produzieren. Jetzt ist natürlich der Punkt, dass ich das niemals bekommen werde, was ich möchte. Deswegen sind für mich Hormone und eine OP der bestmögliche Kompromiss.
Jetzt könnte man sagen, dass aber doch der Wunsch nach einer OP ein guter Indikator sei. Aber an dieser Stelle würde man wieder die Behandlung als Charakterisierung für die "Krankheit" heranziehen. Die Art und Weise, wie jemand mit etwas umgeht, sagt aber nichts darüber aus, wie Derjenige darunter leidet. Und es gibt einige pragmatische Gründe (ich hatte ja schon mehrfach gesagt, dass ich die gesellschaftliche Seite im Blick habe), die Definition so zu wählen, wie ich das getan habe.
Zum einen ist da die gesellschaftliche Akzeptanz. Für mich bedeutet Transsexualität, dass da ein Mann im Frauenkörper oder anders herum steckt. Und wenn sich jemand outet und sagt, dass er trans ist, dann erwarte ich von der Gesellschaft, dass dieser Person sofort als Mann oder Frau anerkannt wird. Und da finde ich die Frage danach, wie es bei jemandem in der Hose aussieht (oder aussehen wird) vollkommen deplatziert. Bei fast jedem Menschen würde man das als sexuelle Belästigung auffassen, aber bei Transsexuellen ist das okay (http://www.heise.de/tp/artikel/35/35641/1.html)?
Zum anderen wäre die medizinische Frage: Warum soll jemand, der die OP aus irgendwelchen Gründen (z.B. gesundheitliche) nicht machen möchte, keine Hormone und keine Epi bekommen können? Was aber der Fall wäre, wenn man die ICD-10 Definition präzise anwenden würde. Ich möchte, dass die Leute selber entscheiden können, welche Behandlung sie wollen und ich finde, dass aber die Behandlungsart das das Problem an sich nicht ändert.
Und darum halt der Satz: "Eigendefinition vor Fremddefinition."¹ (http://silverfuture.net/cms/2009/09/smash-transphobia-on-gayromeo/)
(Man kann vielleicht meine Definition noch besser formulieren, aber ich hoffe, ich habe in etwa erklärt, was mir wichtig ist.)
Was sind dann Transgender?
Eine Person ist transgender, wenn sie sich keinem der beiden Geschlechter zugehörig fühlt.
Ich finde es durchaus legitim, wenn sich jemand als Transgender (nach dieser Definition) sieht. Und es gibt auch sicher gute Gründe, dass auch diese Menschen bestimmte Behandlung brauchen und bekommen sollten. Aber an der gesellschaftlichen Frage finde ich alleine entscheidend, wie sich die Person selbst definiert und danach sollte sie dann auch behandelt werden.
Und da gilt es der Gesellschaft klar zu machen, dass eben das Äußere nicht über das Innere entscheidet.
Liebe Grüße,
Hannah
P.S.: "Treten" ist nicht meine primäre Absicht, obwohl wie gesagt, ich weiß, wie einen Lethargie, Schweinehund und Angst blockieren können, und viele Tritte Anderer in meine Blockaden haben mir geholfen.
Da stimme ich dir zu. Ich habe auch mal hin und wieder einen Tritt gebraucht und auch bekommen. Aber wir :friends: müssen dabei vorsichtig sein, dass wir die Leute nicht verschrecken. Und es gehört auch dazu, dass sich hier jemand mal auskotzen/-heulen muss. Und da gehört einfach ein wenig Vorsicht dazu, zu entscheiden, wann man ein wenig schieben muss und wann man Jemanden einfach (virtuell) in den Arm nimmt. :knuddel2: Und ich wünsche mir einfach, dass auch hier Alle das Gefühl haben, sich einfach mal ausheulen zu können, wenn sie es denn brauchen.
Wie gesagt, bei mir müssten sich hier auch einige massiv entschuldigen, tut aber niemand, ich dagegen tue es, wenn ich die Möglichkeit sehe, dass was nicht okay war. Ich hoffe, du akzeptierst das.
Ist akzeptiert. Ich war mit meinen Aussagen nun auch nicht gerade zimperlich. Aber ich denke, so ist das halt, wenn es mal etwas leidenschaftlicher wird. Ich möchte jetzt kein allgemeines "Entschuldigung" hinterher schieben, da ich dann ja überhaupt nicht wissen würde, wofür ich mich entschuldige. Darum würde ich dir anbieten, dass du mir eine PN schreiben kannst, wenn du mir sagen möchtest, an welcher Stelle du dich unangemessen behandelt gefühlt hast. Und wir reden da in Ruhe drüber. Ansonsten: Du und der Rest der Leute hier sind schon ganz okay. :)
-
Zum einen ist da die gesellschaftliche Akzeptanz. Für mich bedeutet Transsexualität, dass da ein Mann im Frauenkörper oder anders herum steckt. Und wenn sich jemand outet und sagt, dass er trans ist, dann erwarte ich von der Gesellschaft, dass dieser Person sofort als Mann oder Frau anerkannt wird. Und da finde ich die Frage danach, wie es bei jemandem in der Hose aussieht (oder aussehen wird) vollkommen deplatziert. Bei fast jedem Menschen würde man das als sexuelle Belästigung auffassen, aber bei Transsexuellen ist das okay (http://www.heise.de/tp/artikel/35/35641/1.html)?
Danke für deinen tollen Beitrag, Hannah! Besonders das, was ich jetzt mal zitiert habe, ist genau der Punkt! Wir werden auf unsere Genitalien reduziert. Das will niemand! Es ist sexistisch! Aber bei uns Transsexuellen wird es plötzlich legitim? Der Gesellschaft hier die Augen zu öffnen, finde ich extrem wichtig! (Werde übrigens morgen eine Art Massen CO per E-Mail haben, in dem ich genau diese Problematik anspreche. Mal sehen, was für Feedback kommt.)
Liebe Grüße,
Berengar
-
Danke für deinen tollen Beitrag, Hannah! Besonders das, was ich jetzt mal zitiert habe, ist genau der Punkt! Wir werden auf unsere Genitalien reduziert. Das will niemand! Es ist sexistisch! Aber bei uns Transsexuellen wird es plötzlich legitim? Der Gesellschaft hier die Augen zu öffnen, finde ich extrem wichtig! (Werde übrigens morgen eine Art Massen CO per E-Mail haben, in dem ich genau diese Problematik anspreche. Mal sehen, was für Feedback kommt.)
Mit deinem Beitrag hast du recht, Hannah.
Aber in der Realität sieht das leider völlig anders aus. Gerade am Arbeitsplatz weigern sich die meisten hartnäckig, mich mit richtigem Vornamen anzusprechen.
Und was Berengar schreibt, mit dem Reduzieren auf die Genitalien eines TS-Menschen... ich glaube, manche Gutachter sind auch so. Obwohl sie es eigentlich besser wissen müssten.
Und wenn mir so einer unterkommt, mit dem hätte ich wohl eine "nette" Diskussion.
Ich bin gespannt auf die Reaktionen auf deine Coming Out-Email, wenn du berichten magst.
-
ein Transvestit steht auch im ICD10 und kriegt keine Behandlung (welche auch?).
Epi?
Doch, ich kenne einen, der macht das.
...
Wir sind da an dieser Stelle denke ich jetzt ganz okay miteinander. :knuddel2:
Schön, daß sich die Wogen nun doch wieder etwas glätten.
Mihi
-
Hallo,
Auch wenn unfruchtbar und keine Blutungen, ich fühle da keinen "Kompromiss" mehr.
Das ist schön zu hören und freut mich für dich.
es fehlte die Tage eine Gartenbank und ein Tisch in seinem Garten. Da hätte man auch verlangen können sollen, dass jeder Privatbesitz auf Privatgrundstück akzeptiert, aber ist auch nicht. Du kannst nur sicher sein, wenn du so aussiehst bzw. alles ankettest, ist eben so.
Aber in der Realität sieht das leider völlig anders aus. Gerade am Arbeitsplatz weigern sich die meisten hartnäckig, mich mit richtigem Vornamen anzusprechen.
Da habt ihr beide recht. Das sagt aber nichts darüber aus, was ich als richtig erachte. (Das Gesetz sagt ja auch sehr deutlich, was es mit Privatbesitz auf sich hat.) Ich finde es richtig, wenn jemand sagt, er wäre Mann/Frau im falschen Körper, dass diese Person als Mann/Frau behandelt wird. Und ich denke, dass das der wichtige Punkt ist, den es der Gesellschaft zu vermitteln gilt. Dass Transsexualität bedeutet, dass da eben ein(e) Mann/Frau stehen, obwohl es nicht so aussieht.
Wie das ganze dann medizinisch bezeichnet wird, ist mir relativ egal, solange die eine Behandlung bekommen, die sie benötigen.
Wir sind da an dieser Stelle denke ich jetzt ganz okay miteinander. :knuddel2:
Dann belassen wir es doch dabei. :knuddel2:
Liebe Grüße,
Hannah
-
Ich bin gespannt auf die Reaktionen auf deine Coming Out-Email, wenn du berichten magst.
Eine Reaktion habe ich heute schon erhalten. Sie hat mich echt zu Tränen gerührt. *schnüff*
Schaut euch das mal an:
"Hey Beri ;)
... Alles was ich dir sagen möchte ist, dass ich mich UNGLAUBLICH für dich freue. Du hast anscheinend sehr viel durchgemacht und musstest zu lange zu traurig sein, da kann man doch wirklich nur froh sein, dass du endlich die Ursache deines Problems gefunden hast. Du bist ein toller Mensch und du hast es verdient glücklich zu sein. Das mit dir und [Ex-Mann] ist natürlich sehr schade, aber wie du schon sagtest, du verlierst nur eine Beziehung, nicht den Menschen. Ich finde deinen Schritt sehr mutig und zugleich komplett richtig :) (denn richtig ist, was dir gut tut)
Alles was du über Transsexualität geschrieben hast, kann ich komplett nachvollziehen und ich gebe dir Recht, wenn du sagst, unsere Gesellschaft muss aus ihren konservativen Schuhen wachsen.
Jeder Mensch sollte einfach nur das Recht haben glücklich zu sein und es spielt keine Rolle auf welche Art und Weise und ich hoffe du kannst es bald so richtig sein. Warum wäre das Leben denn sonst lebenswert. Du hast sicher noch viele, nicht einfache Entscheidungen vor dir und ich hoffe du weisst, wenn du mal jemandem zum reden brauchst, sind wir da. Ich wünsche dir, dass du viele Menschen triffst die dich unterstützen. Wir/Ich sind es auf jeden Fall!
Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder :)
Du bist immer noch Familie und Freund :)
Nur alles Liebe,
XXXX (Name entfernt) ;)"
Oh Gott, Leute, ist das sweet? Oder ist das sweet! Mann, ich liebe meine Leute, echt! :happy:
Ich möchte anmerken, dass diese Person gerade mal Anfang 20 ist.
Ich hoffe, die anderen sehen das ähnlich. Mal sehen, wer sich noch so meldet.
Liebe Grüße,
Berengar
-
Hey Beri,
toll, dass du so ein positives Feedback bekommen hast! Ja, wirklich sehr cute ;). Wenn die Anderen auch nur halb so gut damit umgehen, hast du auf jeden Fall einen tollen Freundeskreis/eine tolle Verwandschaft. Es gibt nichts Wichtigeres. Wünsch dir viel Glück für die weiteren Antworten!
Ich möchte anmerken, dass diese Person gerade mal Anfang 20 ist.
Ein gutes Herz kennt kein Alter ;). Ich glaub sogar, dass Jugendlichkeit hilft, denn Anfang 20 ist man noch nicht so durch die Gesellschaft und den Alltag desillusioniert worden.
Liebe Grüße
Isa
-
...davon ab, Beri: Yep, klingt gut. Aber eine Frage habe ich da noch:
Wie, du bist kein gebürtiger Kerl?!? :kratz:
:-\ ;) :P
Hö? Wie? Wo? Hab ich was nicht mitgekriegt?
*zu sich selber red*: Mann, Bärchen, jetzt schwing deinen Arsch ins Bett, du peilst ja echt nix mehr!
*ich zu mir selbst*: Jo, is besser so... -.- Und morgen bekomme ich erklärt, warum ich kein gebürtiger Kerl sein soll... oder ich peils selbst, auf was du in deinem jugendlichen Scherz anspielst. xD ;)
Es war auch ein wilder Tag bei mir, und hab mich noch mit der Deutschen Bahn rumgeärgert. Die sind ja doof... Sollen se mal ihr Inkasso-Ding da schicken, die kriegen nix! :motz:
Bin heut schon bissl durch... Gerade ist bei mir echt die Kacke am dampfen, so viel ist los. Kostprobe gefällig?
Heute Morgen Termin für Wohnungsübergabe gemacht. Jo, morgen um 17 Uhr etwa. Dann Schreibkram... 3000 verschiedene Sachen, alles fertig gemacht. Dann irgendwann mal kleines Schläfchen gehalten, weil ich echt platt war. Auf einmal werd ich wach, guck auf die Uhr. Springe auf! Oh Gott, 17 Uhr, der Hausmeister kommt gleich! In Panik Klamotten angezogen, ins Bad gerusht, ich guck in den Spiegel... Mooooment maaaal.... :kratz: ach fuck, das ist doch erst morgen... ::) :kichern:
Aber dafür hab ich noch ein zweites Feedback bekommen, welches genau so süß ist, wie das erste! Das rundet den Tag doch mal ab!
So, ich hau mich hin... und morgen geht's genau so weiter wie heute. (Echt, ich habe bestimmt in den letzten paar Tagen so viel geschrieben wie noch nie in meinem Leben zuvor auf einmal, und DAS will wirklich etwas heißen!!!)
Gut's Nächtle!
Schnarchige Grüße,
Berengar
-
...davon ab, Beri: Yep, klingt gut. Aber eine Frage habe ich da noch:
Wie, du bist kein gebürtiger Kerl?!? :kratz:
:-\ ;) :P
Hö? Wie? Wo? Hab ich was nicht mitgekriegt?
Das war ein Kompliment, du Nase ;). Hohl dir mal ne Mütze Schlaf *gg* Womit wir im Umkehrschluss aber auch wieder bestätigt haben, dass du ein Mann bist :P.
Es war auch ein wilder Tag bei mir, und hab mich noch mit der Deutschen Bahn rumgeärgert. Die sind ja doof... Sollen se mal ihr Inkasso-Ding da schicken, die kriegen nix! :motz:
Welcome to the Club... Ich hab mein Jobticket noch nicht und darf diese Woche daher zu den schicken Normalpreisen fahren. Das ist erstens schweineteuer und zweitens nehmen die Automaten manchmal noch nicht mal 5€-Scheine. Soll ich die ganze Kohle, welche die haben wollen, etwa in Münzen dabei haben? Ich hatte es ja schon die ganze Woche geahnt und heute wars so weit: Ich hab deswegen den Zug verpasst! ... Immerhin hatte ich etwas zum Lesen dabei.
Liebe Grüße
Isa
-
Das war ein Kompliment, du Nase Wink. Hohl dir mal ne Mütze Schlaf *gg* Womit wir im Umkehrschluss aber auch wieder bestätigt haben, dass du ein Mann bist Tongue.
Arghs, ich Trottel... Na ja, Männer eben... :)
Von mir kriegt die Bahn keine Kohle, ich schulde ihnen ja nix! Sollen se mich verklagen und vor Gericht zerren, ich zahl nix! Stattdessen werd ich das Eisenbahn-Bundesamt anschreiben (ist die Behörde, welche die Bahn überprüft/kontrolliert), die werden sich freuen. Und dann werd ich noch die Verbraucherzentrale informieren und nebenbei die Schlichtungsstelle NRW anschreiben. Und gegen die Zahlungsaufforderung vom Inkassounternehmen werd ich sofort schön Widerspruch einlegen.
Die wollen was zu tun haben für 5,10€? Können sie gerne haben! Bärchen hat es auf die freundliche Tour versucht, aber nein, sie wollen ja in die Fresse, dann kriegen sie's auch! *Berserker-Bärchen auspack* :fight:
Wer Bärchen so verarscht kriegt den ganzen Atomkrieg! :nudelholz: (Können wir bitte ein Atompilz-Smiley einführen? ;D )
-
Yep, du Nase. Tongue War so gemeint, dass ich nur den Beri kenne, hat sich mir als Berengar vorgestellt, wirkt wie ein Kerl, der passt so, wie er ist. Daher Spaß mal kurz beiseite, bin gerade voll etwas schockiert: Du bist doch mein Bärchen, was faselst du da auf einmal von Outing daher?!? kratz
Smiley Tongue Wink Tongue Tongue
Vielleicht hab ich mich ja nur geoutet, gerne Schokoladeneis zu essen. ;p
mach einfach deinen üblichen "Holzfäller-Stil", dann kapieren sie schon die Message ;)
Ja, Berserker-Bärchen eben. Ich hol mal eben meine Zweinänderaxt. *Uuuähhhhhschaaaaa* ;D